Seibt Caroline

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Caroline Seibt vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.

Liebe Helga,
danke, dass ich heute hier sein darf!
Die Liebe zu Büchern begleitet mich schon seit der Kindheit. Angefangen mit der Gänsehaut-Reihe (kennt ihr die noch?!), später Stephen King, Jo Nesbø – Hauptsache spannend und abgründig. Während andere Kinder im Sommer draußen gespielt haben, saß ich mit Büchern im Garten oder habe eigene Geschichten erfunden. Irgendwann wurden aus losen Ideen ganze Ordner voller Romananfänge, die bis heute irgendwo im Haus meines Vaters schlummern.
Trotzdem hätte ich lange nicht gedacht, dass ich einmal wirklich Autorin werde.
Ich habe geschrieben, wieder verworfen und ganz viel an mir selbst gezweifelt. Ganz aufzugeben war nie eine Option. Schreiben ist ein fester Teil von mir, den ich nicht abschalten kann – ganz egal, wie sehr es mich manchmal quält und nervt. Irgendwann habe ich dann tatsächlich „Das gestohlene Kind“ fertiggeschrieben – meinen ersten Roman, für den ich Dutzende Absagen von Literaturagenturen und Verlagen erhalten habe, bevor meine Geschichte doch eine Verlagsheimat gefunden hat. Umso überraschender war es für mich, als das Buch mit dem Glauser-Preis für das beste Spannungsdebüt ausgezeichnet wurde. Ein Moment, der sich bis heute ein bisschen unwirklich anfühlt.
Seitdem schreibe ich Psychothriller über Familien, Schuld, Geheimnisse und die Dinge, über die Menschen lieber schweigen würden. Mich interessieren keine perfekten Täter oder Ermittler, sondern Menschen, die emotional an ihre Grenzen geraten. Ich liebe Figuren mit ganz viel Tiefgang und Geschichten, die nicht nur durch Blut schocken, sondern lange nachhallen.
Mein neuer Thriller „Weil sie lügt“ erzählt von einer Familie, die nach dem Verschwinden der ältesten Tochter auseinanderbricht. Gerade dieses Misstrauen innerhalb der Familie, die ständige Angst und die Wendungen der Geschichte haben mich selbst beim Schreiben stark mitgenommen. Das ist für mich immer ein Zeichen, dass ich am richtigen Stoff sitze: Ich muss selbst mitleiden und mitfühlen.
Die Ideen für meine Geschichten entstehen oft bei langen Waldspaziergängen mit meiner Hündin Maya. Der Wald spielt auch in meinen Büchern immer wieder eine zentrale Rolle.
Ich freue mich sehr auf den Austausch mit euch und hoffe, euch vielleicht irgendwann persönlich auf einer Lesung oder Buchmesse zu begegnen.

Eure Caro
Das Foto stammt vom Fotografen Mirko Cummerwie

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

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