
Rezension
Kathrin Claussens Ehemann ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie findet einen USB-Stick mit brisanten Bildern und kontaktiert eine Detektei, in der eine frühere Kommissarin tätig ist. Die Nachforschungen führen sie zu einer verschwundenen Frau.
Der Schriftsteller Eric Teubner erhält den Auftrag, ein Buch über den skandalträchtigen Regisseur Jonathan Simon zu verfassen. Dieser hat verstörende Videos erstellt und ist umstritten. Simons Enkelin, die Teubner engagiert hat, ist schwierig und manipulativ.
Nachdem „Am tiefsten Punkt der Schuld“ eines meiner Lese-Highlights war, war ich sehr neugierig auf das neue Buch von Bernd Richard Knospe.
Das Buch umfasst mehrere Handlungsstränge, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Eric, ein erfolgreicher Autor, sieht sich mit neuen, unangenehmen Herausforderungen konfrontiert. Während er sich zunehmend in das Privatleben des Skandalregisseurs Simon vertieft, tritt eine zweite Geschichte in die Handlung ein. Privatdetektive suchen nach einer verschwundenen Frau, und die Entdeckungen, die sie machen, werden beunruhigender. Im Laufe der Zeit wird die Stimmung immer düsterer.
Die Charaktere waren durchweg gut gestaltet, sie waren vielschichtig und detailliert ausgearbeitet. Dennoch konnte ich zu keinem von ihnen eine tiefere emotionale Bindung aufbauen.
Mein Fazit: Das Buch hatte auf mich eine verstörende Wirkung. Viele Szenen waren so heftig, dass ich sie nur überfliegen konnte. Es war mir einfach zu intensiv, um mich voll und ganz darauf einzulassen. Das ist jedoch meine ganz persönliche Meinung, und ich denke, dass es Leser gibt, die diese dunkle Atmosphäre zu schätzen wissen. Von mir gibt es 3,5 Sterne.
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.