Buchvorstellung Corinna Kohfink Küss keinen Frosch, denn es könnte ein Prinz sein
Eva, 46, führt erfolgreich eine psychotherapeutische Praxis. Beruflich läuft alles rund, doch dem privaten Glück weicht sie aus. Ein Zufall spült ihr den geheimnisvollen Musiker und Kinderbuchautor Klaus Frosch über den Weg, der ihr nach einem denkwürdigen Abend einen ganz und gar nicht alltäglichen Vorschlag unterbreitet. Was als verlockender Deal beginnt, wirbelt Evas sorgfältig kontrollierte Welt zunehmend durcheinander. Ihre Beziehung zu ihm, die eigentlich überhaupt keine sein will, konfrontiert sie mit den Schatten ihrer Vergangenheit, über die sie seit dreißig Jahren nicht zu springen wagt.
Bei einer gemeinsamen Reise mit Freunden nach Korfu werden die Karten neu gemischt. Während sich die sechs Menschen unter dem griechischen Nachthimmel ihre Lebensgeschichten erzählen, muss sich Eva nicht nur zwischen zwei Männern entscheiden, sondern auch zwischen sicherer Unverbindlichkeit und d
Meine Rezension zu Martina Berscheid Die Klassenkameradin
Evas Leben läuft in geordneten Bahnen. Jeder Tag ist gleich, ihr Mann kontrolliert sie und zu ihrem Vater hat sie schon lange keinen Zugang mehr. Da kommt ihr die Einladung zu einem Klassentreffen gerade recht, obwohl sie voller Skepsis ist und ihr Mann zudem davon abrät. Auf dem Treffen begegnet sie Agnes und ist von ihrer Leichtigkeit und Spontanität angetan. Eva merkt, dass sie vieles verpasst hat. Als Agnes sie bittet, als Homesitterin zu fungieren, sagt sie sofort zu. Ihr Leben ist auf einmal nicht mehr langweilig, sondern aufregend.
Nach dem Klassentreffen wird Eva klar, dass sie ihre eigenen Träume nie verwirklicht hat, denn sie bekam sehr früh ein Kind, das sie aber sehr liebt. Von Anfang an ist die Handlung spannend, und als Eva in eine, ihr fremde Welt eintaucht, und die Geheimnisse von Agnes entdeckt, steigt diese zusätzlich. Diese Wendung bringt nicht nur neue Perspektiven in die Geschichte, sondern lässt auch Evas eigenen Lebensentscheidungen in einem anderen Licht erscheinen. Die Entfaltung der tiefgründigen Charaktere und die Entwicklung der Handlung sind durchweg gelungen, und die verschiedenen Facetten wirken lebendig. Der Schreibstil ist sprachlich sehr gut und ließ mich nur so durch die Zeilen gleiten.
Fazit: Dies ist ein fesselnder und zugleich beklemmender Roman, der die innere Zerrissenheit der Protagonistin Eva eindrucksvoll einfängt. Eva, die früh ein Kind bekommen hat, sieht sich mit der Realität konfrontiert, dass sie ihre eigenen Träume nie verwirklicht hat. Diese Thematik des Verpassens und der Selbstakzeptanz zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Das runde und überraschende Ende hat mich mit einem sehr guten Gefühl zurückgelassen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.
Buchvorstellung Nelly Berlin Wo die Sterne am Himmel tanzen
Junia liebt schöne Kleidung, tolles Licht und das Meer mit all seinen Farben. Nicht so sehr mag sie die Tatsache, dass sie gerade ihren Job als Innendesignerin verloren hat und finanziell mit dem Rücken zur Wand steht. Als sie einen Flug nach San Michelle geschenkt bekommt, reist sie los, ohne zweimal zu überlegen.
Leo liebt Sport, seinen Job und den Erfolg. Nicht so sehr mag er Schicksalsschläge, Liebeskummer und Hochzeiten. Was für ein Pech, dass er die Einladung zu einer Hochzeit in San Michelle keinesfalls ausschlagen kann und dafür obendrein noch eine Begleitung braucht.
Als Junia und Leo sich zufällig am Strand kennenlernen, treffen sie eine Abmachung: Junia begleitet Leo auf die Hochzeit und er bezahlt ihr das Hotel. Keiner von beiden ahnt, welche Kette unaufhaltsamer Reaktionen sie mit ihrer eigentlich harmlosen Vereinbarung in Gang setzen. Aus heiterem Himmel werden Junia und Leo in einen Strudel der Ereignisse gezogen, der auch ihre Gefühle ganz schön durcheinanderwirbelt. Unter den tanzenden Sternen müssen sie sich die Frage stellen, wo und vor allem mit wem sie eigentlich leben wollen.
Meine Rezension zu Lotte Römer Dich wollte ich eigentlich nicht mehr küssen
Yuna hat nicht nur eine Schreibblockade, sondern sie ist mit ihrem Leben nicht ganz zufrieden. Ihr Wunsch nach einer Familie hat sich nicht erfüllt. Zu ihrem vierzigsten Geburtstag bekommt sie eine Postkarte von Milan aus Dalmatien. Vor 15 Jahren hat sie dort ihren schönsten Urlaub verbracht, denn sie hatte sich in Milan verliebt. Sollte sie tatsächlich nochmals an diesen Ort zurückkehren?
Was für eine schöne und gefühlvolle Geschichte. Yuna trifft nach 15 Jahren wieder auf Milan. Obwohl er sich stark verändert hat, bleibt die Verbindung zwischen den beiden spürbar und lässt ihr Herz höher schlagen. Die Frage, ob Milan sich wirklich geändert hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und sorgt für spannende Wendungen und emotionale Momente. Die Themen Liebe und Romantik behandelt die Autorin auf eine authentische und berührende Weise. Das Prickeln zwischen Yuna und Milan sind spürbar und haben mich mitfiebern lassen, ob es eine gemeinsame Zukunft geben könnte. Es wird in wechselnden Perspektiven erzählt, zum einen in der Vergangenheit und zum anderen heute. Das bringt Abwechslung und hält die Spannung aufrecht.
Fazit: Es ist ein wunderbarer Roman, der eine Mischung aus Romantik, Emotionen und Erinnerungen beinhaltet. Dabei entführt er an die dalmatinische Küste mit einem traumhaften Ambiente. Ich konnte sehr gut vom Alltag abschalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Birgit Jennerjahn-Hakenes vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Ganz herzlichen Dank, dass ich mich hier vorstellen darf!
Birgit Jennerjahn-Hakenes, Jahrgang 1968, lebt mit ihrer Familie in Süddeutschland. „Radeln für die Seele. Schwarzwald“ – erschienen bei Droste – ist ihre letzte Veröffentlichung. Aktuell arbeitet sie an einem Regiokrimi Schwarzwald Sparte Cosy Crime, der im Frühjahr 2025 bei Droste erscheinen wird. Jennerjahn-Hakenes arbeitete 15 Jahre als Intensivfachschwester für Pädiatrie, bevor sie den Beruf für das Schreiben aufgab. Weitere Informationen zur Autorin, ihren Veröffentlichungen und Preisen unter http://www.wageundschreibe.de
Wie bist du auf die Idee zu deinem Buch „Zeit verteilt auf alle Wunden“ gekommen?
Ich habe 2012 die Kurzgeschichte „Second Word“ in der Anthologie „Autorenträume“ veröffentlicht. Die Geschichte um „Second Word“ hat mich einfach nicht losgelassen und ich wollte mit dieser Geschichte weiterarbeiten. Ursprünglich wollte ich einen Krimi aus „Second Word“ machen, 2014 habe ich an einem Schreibseminar von Titus Müller teilgenommen und dort meine Idee vorgestellt. Titus Müller hat mich gefragt, ob ich ein leises oder ein lautes Buch schreiben möchte – ich wollte ein leises Buch schreiben und so ist die Geschichte um den Gymnasiallehrer Martin entstanden, der von einem auf den anderen Tag alles hinschmeißt und der Krimi wurde ad Acta gelegt.
Wie bist du auf den Titel zu deinem Buch „Zeit verteilt auf alle Wunden“ gekommen?
Den hat mir die Nachbarin des Protagonisten Frau Wondra eingeflüstert. Sie verdreht gerne Sprichwörter und liegt dann genau richtig in ihrer Aussage.
Kommen in deinem Roman Figuren vor, die an reale Personen angelehnt sind?
Ja, es gibt Verknüpfungen zu realen Personen, aber ich bilde sie nie eins zu eins ab. Gäbe es keine realen Personen, gäbe es auch keine fiktiven.
Was war der schwierigste Moment – den ersten oder den letzten Satz zu schreiben?
Der erste Satz bzw. das erste Kapitel war für mich am schwierigsten.
Was macht dir am Schreiben besonders Spaß?
Das Schreiben selbst – wenn es läuft und sich die Geschichte von selbst erzählt/schreibt. Ein Tipp aus einem Schreibseminar lautet: Lieblingsszenen zuerst schreiben.
Plottest du oder schreibst du einfach drauf los?
Ich plotte, aber die Geschichte darf im Verlauf auch vom Plan abweichen. Es ist immer gut, einen Plan in der Hinterhand zu haben.
Hast du eine festgelegte Schreibzeit?
Nein, ich habe keine festgelegte Schreibzeit. Mir ist nur wichtig jeden Tag an der Geschichte zu arbeiten. Motivierend für mich ist, wenn ich Ideen liegen lasse für den nächsten Tag. So habe ich keine Angst vor dem weißen Blatt.
Hörst du beim Schreiben Musik oder hast du ein bestimmtes Ritual vor dem Schreiben?
Mein Ritual vorm Schreiben ist – ich koche mir eine Tasse Tee, wasche mir die Hände und creme sie ein. Ich schreibe meine Geschichten alle mit der Hand und diktiere sie später in den PC. Meine Hände sind mein wertvollstes Werkzeug.
Hast du ein Lieblingszitat oder Lebensmotto?
An meinem Computer hängt ein Zitat von Alice Munro: Ich bin der Mick Jagger der Literatur. Ich schreibe einfach immer weiter. Ich bin ein großer Fan von Alice Munro und Mick Jagger.
Was liebst du an deinen Hauptfiguren?
Dass sie sich weiterentwickeln und aktiv bleiben.
Was macht dein Roman für dich so besonders?
Die Verknüpfung von real Möglichem und skurriler Fiktion.
Gibt es eine Figur in deinem Buch, die dir mehr als die anderen am Herzen liegt?
Nein, sie liegen mir alle gleich am Herzen. Es ist auch jeder anders, jede Figur ist es wert, gewürdigt zu werden.
Gibt es eine Figur, über die dir das Schreiben schwerfiel?
Ja, die zuerst geplante Nachbarin meines Protagonisten hat mir das Schreiben schwer gemacht. Sie war einfach nur Klischee . Am Ende habe ich sie aus dem fertigen Roman gestrichen und durch die wertvolle Frau Wondra ersetzt. Ein Glück. Ich bekomme Zuschriften von Lesern, die sagen, so eine Nachbarin hätten sie auch gerne 😊Nebenrollen sollte man nicht unterschätzen!
Was machst du neben dem Schreiben in deiner Freizeit?
Sport, Sauna, Lesen, Zeit mit der Familie und Schreiben.
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg. Weitere Autorenvorstellungen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Marie Pierre Schwestern im Geiste Das Pensionat an der Mosel
Die Leiterin des Mädchenpensionats Pauline Martin hat es nicht leicht mit ihren Zöglingen. Diebstähle häufen sich und ihre neue Lehrerin Rhona O´Meally ist zwar bei den Schülerinnen sehr beliebt, aber ein dunkles Geheimnis umgibt sie. Als dann auch noch politische Parolen an der Wand der Hauptwache auftauchen, gerät Pauline unter Verdacht.
Die Autorin entführt uns in die turbulente Zeit um 1911, als die politischen Spannungen in Elsass-Lothringen das Leben der Menschen stark beeinflussten. Die Geschichte folgt Pauline, die alles daran setzt, das Pensionat, das ihr am Herzen liegt, zu erhalten. Die zunehmenden Diebstähle und die politischen Parolen, die jemand an der Hauptwache angebracht hat, bringt sie in Verdacht, sorgt aber gleichzeitig für eine spannende und dramatische Atmosphäre. Besonders fesselnd ist Paulines unerfüllte Liebe zu dem preußischen Hauptmann Erich von Plienitz. Ihre Rolle als Lehrerin macht es ihr unmöglich, diese Gefühle offen auszuleben, was die emotionale Tiefe der Geschichte verstärkt. Ein weiterer interessanter Aspekt ist Rhona, die ein geheimnisvolles Element in die Handlung einbringt. Die Perspektivenwechsel sorgen dafür, dass die Geschichte abwechslungsreich bleibt und ich war die ganze Zeit gespannt, wie sich die Ereignisse entwickeln.
Fazit: Die Mischung aus Spannung, Drama und emotionalen Konflikten macht für mich das Buch zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen, das keine Langeweile aufkommen lässt. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil und darauf, wie sich die Schicksale der Charaktere weiter entfalten werden. Marie Pierre gelingt es, die politischen Herausforderungen der Zeit eindrucksvoll darzustellen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Ute Mainz vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Ute Mainz wohnt seit über sechzig Jahren mit ihrer Familie in der Nordeifel und fühlt sich mit diesem Landstrich und den hier lebenden Menschen eng verbunden. Das spürt man auch in ihren unterhaltsamen Kriminalgeschichten, denn sie lässt die Leserinnen und Leser an den lokalen Besonderheiten teilhaben, die diesen manchmal etwas rauen Landstrich so liebenswert machen. Zur Zeit schreibt sie an einer ca. zehnbändigen Krimireihe STELING, die in der Nordeifel spielt. Kommissar Steffens ermittelt und der Leser erfährt so ganz nebenbei viele Eigenheiten dieses besonderen Landstriches im Westzipfel von NRW. https://utemainz.de/
Weimar, 1919. Paula, Tochter eines Orgelbau-Unternehmers, will unbedingt selbst Orgelbauerin werden. Sie geht bei Hans Meichelbeck, der sich im Streit von Paulas Vater getrennt und eine eigene Orgelbauwerkstatt gegründet hat, in die Lehre. Inspiriert vom Weimarer Bauhaus, denken Hans und Paula das alte Handwerk neu. Paula freilich sieht sich als weit und breit einzige Frau im Orgelbau insbesondere mit familiärem Widerstand konfrontiert. Kann sie dem Gegenwind trotzen?
Buchvorstellung Corinna Kohfink Hitzewallungen im Kühlschrank
42, Mann weg, Job weg – das ist die Lebensbilanz von Laura. Den einzigen Punkt auf der Habenseite verkörpert ihre bildschöne zwanzigjährige Tochter Louisa, die zu allem Überfluss auch noch älter ist als die neue Freundin von Lauras Ex. Aber Laura wäre nicht sie selbst, wenn sie die vor ihr liegenden Herausforderungen nicht mit viel Herz und einer ganzen Menge Power angehen würde. Schnell findet sie einen neuen Job als Prokuristin in einem kleinen Unternehmen. Zumindest beruflich könnte nun alles perfekt sein, wäre da nicht ihr undurchschaubarer Chef Mark, der ihr mit eisblitzenden Augen das Blut in den Adern gefrieren lässt und ihr dennoch innere Wärmeschübe beschert.
Als Mark in einer misslichen Lage zu Lauras Retter in der Not wird, beginnt die eisige Atmosphäre zu bröckeln. Aber erst als die beiden zusammen mit einem Kollegen zu einer Strategieklausur nach Menorca reisen, beginnen die vom Leben Gebeutelten mit einer vorsichtigen Annäherung. Erschwert wird ihnen das Knüpfen zarter Bande durch Marks charmanten Bruder Leon und Marks Eltern, die kein Fettnäpfchen auslassen und für eine ganze Reihe an Peinlichkeiten sorgen.
Buchvorstellung Maria Resco Creperie mit Meerblick
Als Leonie den charismatischen Juristen Stefan kennenlernt, ist sie sofort von ihm hingerissen, und als er ihr bald darauf einen Antrag macht, kann sie ihr Glück kaum fassen. Anfangs fasziniert von der neuen Welt, die er ihr zu Füßen legt, lernt sie bald die Schattenseiten kennen. Der Erfolgsdruck in der Kanzlei verändert ihn und immer öfter stellt sie sich die Frage, ob die überstürzte Heirat ein Fehler war.
Als sie kurz vor Weihnachten einen Besuch in ihre Heimatstadt plant, versucht Stefan, ihr Vorhaben zu vereiteln. Leonie hält seine Eifersucht auf ihre Jugendliebe für absurd, sie hat Chris seit Ewigkeiten nicht gesehen. Doch als sie ihm unerwartet gegenübersteht, gerät ihre Gefühlswelt ins Wanken.