Engman Selaker 📖 Wintersonnenwende

Rezension

In der Silvesternacht 1994 wird ein Mann erschossen, während kurz darauf eine nackte Frau in der eisigen Kälte und im Schnee flieht und spurlos verschwindet. Kommissar Tomas Wolf und sein Kollege Zingo nehmen die Ermittlungen auf, doch Tomas trägt schwer an einem Trauma. Die Journalistin Vera Berg wittert hingegen eine vielversprechende Story und beginnt, eigene Recherchen anzustellen. Ein Unterfangen, das sie in gefährliche Gewässer führt.

Da ich den ersten Teil der Reihe nicht kenne, fiel es mir anfangs schwer, dem roten Faden der Geschichte zu folgen. Die Charaktere, insbesondere Tomas Wolf, der mit seineTrauma kämpft, und Zingo, der sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt, waren zwar interessant, doch ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen. Vera, die brennend darauf aus ist, eine Story zu gewinnen, schien mir dabei nicht sympathischer zu werden.
Die düstere Atmosphäre des Buches wird durch die brutal und schonungslos detaillierten Szenen im Prostituiertenmilieu zusätzlich verstärkt, was mich persönlich ein wenig abgeschreckt hat und an meine Grenzen ging. Trotzdem bleibt die Suche nach der verschwundenen Frau durchweg interessant, und die wechselnden Kapitel sorgen für anhaltende Spannung.

Fazit: Für Freunde von düsteren Krimis ist dieses Buch sicherlich ein Genuss, auch wenn ich es insgesamt etwas überzogen fand. Der Prolog war packend und die Aufklärung der Geschehnisse erfolgte erst gegen Ende, was meine Neugier bis zum Schluss aufrechterhielt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Silber Eva-Maria 📖 Deichschatten

Rezension

Nicht nur, dass es zu einem Druckabfall im Erdgasunterspeicher gekommen ist und die Bevölkerung in Ostfriesland evakuiert werden muss, auch eine Mutter ist nach der Entbindung mit ihrem Baby verschwunden. Alles deutet darauf hin, dass das Neugeborene in Gefahr ist. Kriminalkommissarin Hannah Adams und die Staatsanwältin Leyla Zapatka machen sich auf die Suche nach den beiden. Diese Aufgabe gestaltet sich als äußerst schwierig, da lediglich der Vorname der Mutter bekannt ist.

Die Kommissarin Hannah Adams hat es nicht leicht. Kaum hat sie ihre neue Stelle angetreten, wird sie von ihrem schlechten Ruf eingeholt. Die anfänglichen Konflikte mit Leyla sind zwar etwas frustrierend, doch die Entwicklung ihrer Beziehung im Laufe der Geschichte macht dies mehr als wett.
Besonders spannend ist die Dringlichkeit, mit der Hannah und Leyla das vermisste Baby finden müssen. Die Zeit drängt, und ich konnte nicht anders, als mitzufiebern, ob sie es rechtzeitig schaffen werden. Das Thema ist alles andere als alltäglich und geht einem unter die Haut, wodurch die Handlung rund um den Gasaustritt eher zur Nebensache wird.

Fazit: Es handelt sich um eine äußerst fesselnde und emotionale Geschichte, die mit einem großen Spannungsbogen aufwartet und mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung, denn das Potenzial ist definitiv vorhanden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

silber thriller

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Lipka Stephanie 📖 Ein kleiner Teufel findet eine Familie

Rezension

Devlin unterscheidet sich von anderen Kindern, denn er hat einen Schweif. Nach dem frühen Tod seiner Eltern wächst er in einem Kinderheim auf, wo er leider keine angenehme Kindheit erlebt. Misshandlungen aller Art sind für ihn traurige Normalität. Eines Tages betritt die Familie Arens das Heim und möchte ihn adoptieren. Devlin hegt die Hoffnung, dass sein Leben sich dadurch zum Besseren wenden wird.

Diese bewegende Geschichte handelt von Devlin, einem Kind, das jahrelang unter Misshandlungen gelitten hat. Der Autorin gelingt es auf eindrucksvolle Weise, die Psyche eines Kindes darzustellen und hervorzuheben, wie essenziell ein liebevolles und geschütztes Umfeld ist, in dem Geborgenheit und Vertrauen gedeihen können.
Besonders berührend ist die Darstellung der Familie Arens. Sie nehmen Devlin mit offenen Armen auf und unterstützen ihn dabei, seine Ängste zu überwinden. Es ist rührend zu beobachten, wie er allmählich erkennt, dass sein Anderssein nichts Negatives bedeutet und er fähig ist, Vertrauen zu fassen.

Fazit: Insgesamt ziehen sich die Themen Anerkennung, Mut und Zuversicht wie ein roter Faden durch die gesamte Erzählung und zeigen, wie wichtig ein positives Umfeld ist, um Vertrauen zu gewinnen. Obwohl ich keine spezifische Altersempfehlung gefunden habe, bin ich überzeugt, dass das Buch sowohl für etwas ältere Kinder und Teenager, als auch für Erwachsene von großer Bedeutung sein kann.
Ein kleiner Kritikpunkt könnte die kleine Schrift und der fortlaufende Text ohne viele Absätze sein, was das Lesen etwas erschweren könnte. Dennoch überwiegen die positiven Aspekte, und ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

https://www.thisisdevlin.com/

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Greifenstein Gina 📖 Stirb noch einmal, Liebling

Rezension

Bruno Turner ist auf Geschäftsreise und nimmt einen Anhalter mit, als das Unvorhergesehene passiert. Ein Unfall, der Marlene plötzlich zur Witwe macht und Bruno hinterlässt ihr eine Unterwäschefirma. Schnell stellt sie fest, dass Bruno mehr Geheimnisse hatte, als sie dachte. Zu allem Überfluss ist auch die Mafia in die Geschichte verwickelt.

Diese Krimikomödie hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Erzählung dreht sich um Bruno, Behrendsen und Peter, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen. Die wechselnden Perspektiven und die kurzen Kapitel halten die Spannung hoch und machen das Lesen zu einem wahren Genuss.
Bruno scheint von einer Pechsträhne verfolgt zu sein, was die Ereignisse regelrecht ins Rollen bringt. Marlene hingegen ist für ihn ein Rätsel, was ich äußerst unterhaltsam fand.

Fazit: Die geschickt konstruierte Handlung überrascht immer wieder und ist zudem mit viel Humor gespickt. Die Autorin schafft es, eine lockere, leichte und erfrischende Atmosphäre zu kreieren, die perfekt zu dieser Krimikomödie passt. Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Raabe Marc 📖 Die Nacht

Rezension

Art Mayer hat das Nachbarskind Milla ins Herz geschlossen und ist fest entschlossen, das Verschwinden ihrer Mutter Dana aufzuklären. Unterstützung erhält er dabei von Nele Tschaikowski, die sich derzeit im Mutterschutz befindet. Ein anonymer Hinweis führt sie in eine seit Jahren verlassene Wohnwagensiedlung. Dort entdecken sie zunächst eine Leiche. Kurz darauf werden weitere entdeckt. Werden sie in der Lage sein, Dana zu finden?

Bereits der Prolog verspricht Spannung. Der geschickte Wechsel zwischen Danas Jugend und der Gegenwart sorgt für eine ständige Steigerung des Nervenkitzels. Besonders positiv überrascht hat mich Nele, die trotz ihrer Auszeit nicht zögert, sich in die Ermittlungen einzubringen.
Milla, die man sofort ins Herz schließt, durchlebt ebenfalls einiges. Auch Art ist ein bemerkenswerter Charakter. Sein unermüdlicher Einsatz und seine Hartnäckigkeit tragen dazu bei, dass sie allmählich Licht ins Dunkel bringen.

Fazit: Auch der dritte Teil hat mich absolut begeistert. Die Spannung bleibt durchweg hoch und das überraschende Ende hat mich voll und ganz überzeugt. So muss Thriller sein: Spannend, fesselnd und unerwartet.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Teil 1
https://helgasbuecherparadies.com/2023/04/22/raabe-marc-%f0%9f%93%96-der-morgen/

Teil 2
https://helgasbuecherparadies.com/2024/04/06/raabe-marc-%f0%9f%93%96-die-daemmerung/

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Hansen Tessa 📖 Neues Glück auf dem kleinen Bücherschiff

Rezension

Lillys Tante Floriane geht es nicht gut und so reist Lilly nach Hamburg, um sie zu unterstützen. Floriane Tietgen ist bereits seit Langem eine geschätzte Besucherin des kleinen Bücherschiffs, und auch Lilly ist begeistert von der Möglichkeit, dort als Aushilfe zu arbeiten. Zwischen ihr und Pablo entsteht ein spannungsgeladenes Knistern, doch Lilly sehnt sich danach, die Welt zu bereisen, sobald es ihrer Tante besser geht.

Dies ist der dritte und letzte Teil der Reihe und er bietet einen würdigen Abschluss. Lilly, die Hotelfachfrau, hat bereits viele Länder bereist. Ihr Wunsch nach einer unbeschwerten Beziehung wirft die Frage auf, ob eine solche Verbindung wirklich von Dauer sein kann.
Die Atmosphäre auf dem kleinen Bücherschiff ist einfach bezaubernd und wird von der Autorin mit viel Liebe zum Detail eingefangen. Der harmonische Mix aus Humor und Ernsthaftigkeit verleiht der Geschichte eine Tiefe, die sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt.

Fazit: Dieser Teil hat mich sehr gut unterhalten. Es ist eine romantische Erzählung, die jedoch auch ernsthafte und realistische Elemente enthält. Ein wunderbarer Wohlfühlroman über Vertrauen und Liebe.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Teil 1 https://helgasbuecherparadies.com/2023/11/18/hansen-tessa-%f0%9f%93%96-das-kleine-buecherschiff/

Teil 2 https://helgasbuecherparadies.com/2024/10/27/hansen-tessa-%f0%9f%93%96-winterzauber-auf-dem-kleinen-buecherschiff/

https://www.wortentbrannt.de/

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Stroot Marc 📖 Ein Stück Tod, bitte

Rezension

Margret Pagnum ist voller Vorfreude auf den Backwettbewerb, als plötzlich Robert tot zu Boden fällt. An einen natürlichen Tod glaubt sie nicht. Gemeinsam mit ihrer Freundin Elisabeth und ihrem Neffen, der die Ferien bei ihr verbringt, begeben sie sich auf die Suche nach dem Täter.

Dieser unterhaltsame Cosy Crime begeistert mit einer charmanten Protagonistin. Margret, die mit ihrer direkten Art nicht immer auf Zustimmung stößt, wird stark von dem Todesfall in ihrer Umgebung betroffen. Trotz ihrer erst 35 Jahre wirkt sie aufgrund ihrer Art oft viel älter. Auch ihr Neffe, der bald 14 wird, zeigt manchmal eine kindliche Seite. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, und die Handlung ist von einer gewissen Spannung durchzogen.

Fazit: Das Buch bietet amüsante und kurzweilige Unterhaltung für all jene, die leichte Krimikost mit einem Hauch von Humor lieben. Besonders die überraschende Wendung auf der Beerdigung, als Margret die Bombe platzen lässt, sorgt für einen einen spannenden Abschluss.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

https://marcstroot.com/

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Täuber Anna 📖 Schräge Vögel SOKO Neuntöter

Rezension

Jeden Sonntag versammelt sich eine unterschiedliche Gruppe von Vogelbeobachtern auf dem Beobachtungsturm am Chiemsee, um die einheimischen Vögel zu beobachten. Eines Tages entdecken sie im Gebüsch ihren Bekannten Frank, der tot ist. Als sie die Polizei rufen, geht diese von einem natürlichen Tod aus. Doch die Vogelenthusiasten, Harald, Katja, Thilo und Sabine sind anderer Meinung. Sie sind überzeugt, dass mehr hinter Franks Tod steckt, und beginnen selbst mit den Ermittlungen.

Was an diesem sonnigen Sonntag als friedliche Naturbeobachtung begann, verwandelt sich schnell in einen spannenden Kriminalfall, der die erhoffte Idylle abrupt beendet. Die Mitglieder der Vogelbeobachtergruppe kennen sich zwar kaum, doch diese Situation schweißt sie zusammen. Die Aufgaben werden untereinander verteilt, und ihre unkonventionellen sowie waghalsigen Ermittlungsmethoden führen sowohl zu aufregenden als auch zu amüsanten Momenten. Verfolgungsjagden und die Beobachtung finsterer Verdächtiger halten die Spannung hoch und sorgen für willkommene Abwechslung.

Fazit: Es ist der Auftakt einer neuen Reihe und ist durch die Mischung aus Humor und Spannung gut gelungen. Die unterschiedlichen Charaktere harmonieren gut zusammen. Auch Roberta bringt Abwechslung ins Geschehen. Zudem erhält man interessante Einblicke in die heimische Vogelwelt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Klüpfel Volker 📖 Ende gut, dann alles

Rezension

Tommi ist 30 Jahre jung und lebt nach einer finanziellen Krise in dem Wohnmobil, das er von seinem Vater geerbt hat. Auf der Suche nach Erfolg als Thrillerautor hadert er jedoch oft mit Schreibblockaden und kommt kaum über 12 Seiten hinaus. Seine ukrainische Putzfrau Svetlana sorgt für einige amüsante Momente, besonders wenn sie gebrochen Deutsch spricht. Eines Abends, während sie gemeinsam mit dem Wohnmobil unterwegs sind, entdecken sie ein kleines Mädchen am Waldrand und spüren, dass  mehr dahintersteckt.

Ich habe das Buch gelesen und muss gestehen, dass ich gemischte Gefühle habe. Die Geschichte wird aus Tommis Ich-Perspektive erzählt. Er ist etwas chaotisch, allerdings konnte ich keine echte Verbindung zu ihm aufbauen. Seine ukrainische Putzfrau, die gebrochen Deutsch spricht, sorgt zwar für einige amüsante Wort- und Satzkreationen, doch irgendwann empfand ich diese eher nervig als unterhaltsam.
Die brisanten Themen, wie der Krieg in der Ukraine, hätten eigentlich für viel Spannung sorgen können. Leider plätschert die Handlung jedoch eher vor sich hin. Trotz der skurrilen Charaktere konnte ich nicht wirklich mit ihnen mitfühlen, und die sprachlichen Schwierigkeiten trugen nicht gerade zur Verbesserung meines Lesegenusses bei. Auch die Darstellung der Polizei ließ mich nur den Kopf schütteln.
Die Abschnitte, in denen Tommi versucht einen Thriller zu schreiben, hat mich auch nicht wirklich interessiert.

Fazit: Die Handlung kam nur schleppend voran, und ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte nicht richtig in Fahrt kam. Insgesamt war das Buch für mich eher enttäuschend. Ich gebe ihm 3,5 Sterne, da es zwar einige interessante Ansätze hatte, aber letztendlich mich nicht wirklich überzeugen konnte.

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