Meine Rezension zu Theresa Kern Der Unendlichkeit so nah
Emma reist in die USA, um ihren Freund zu besuchen. Sie berichtet ihm von ihrer Teilnahme an einem Auswahlverfahren der ESA, doch anstatt Unterstützung zu finden, wird sie mit seiner Unzufriedenheit konfrontiert. Er stellt sie vor eine harte Wahl: Karriere oder Liebe. Daraufhin packt Emma spontan ihre Koffer und nimmt die Einladung von Becky an, die sie nach Hawaii bringt. Dort trifft sie auf Elias und erkennt, dass sie nicht nur die gleiche Leidenschaft teilen, sondern auch ein verborgenes Familiengeheimnis verbindet.
Die Handlung entfaltet sich in zwei zeitlichen Ebenen. Im Zentrum steht Emma, deren Erwartungen an ihre Beziehung enttäuscht werden und sie sich dann nach Hawaii begibt. Sie lernt Elias kennen, was ihr ganzes Leben auf überraschende Weise verändert. Gleichzeitig erleben wir die bewegende Geschichte von Marie, einer jüdischen Frau, die mit den Herausforderungen der Zeit kämpft und unglücklich verliebt ist. Die Schauplätze sind eindringlich und lebhaft beschrieben, insbesondere die Erzählung von Maries schwieriger Situation und der intensiven Freundschaft zu Susanne, die durch die Gefühle für den gleichen Mann auf eine harte Probe gestellt wird.
Fazit: Die Geschichte ist unterhaltsam und lässt sich flüssig lesen, was auch auf die gründliche Recherche zurückzuführen ist, die in das Buch eingeflossen ist. Allerdings möchte ich anmerken, dass die Erzählung als Dilogie konzipiert ist, was bedeutet, dass die Handlung nicht in sich abgeschlossen ist. Dies empfand ich persönlich als etwas schade, da ich gerne eine vollständige Geschichte erlebt hätte. Die Fortsetzung ist jedoch bereits in Aussicht, was die Vorfreude auf die weitere Entwicklung der Charaktere und ihrer Schicksale weckt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Hanna Caspian Im Takt der Freiheit
Felicitas Vater hat große Pläne und möchte seinen bisher vorhandenen Reichtum vergrößern. Da kommt ihm die Idee eines großen Sommerballs, den er für seine Tochter ausrichten möchte. Einen geeigneten Heiratskandidaten hat er für sie auch schon im Sinn. Felicitas ist alles andere als begeistert. Sie sehnt sich nach Freiheit und lernt den Studenten und Erfinder Lorenz kennen. Er hat Visionen und bringt ihr das Fahrradfahren bei. Sie genießt das Stück Freiheit und ihr läuft die Zeit davon, ihre Träume und Pläne zu verwirklichen.
Die Autorin entführt in das Jahr 1888 und erzählt die bewegende Geschichte der 19-jährigen Felicitas. In einem imposanten Haus lebend, scheint es, als fehle es ihr an nichts. Felicitas Leidenschaft für Technik und Wissen wird ihr als Frau verwehrt und nicht nur ihr. In der damaligen Zeit wurden Frauen verheiratet und ein Studium verweigert. Felicitas Entschlossenheit, die Verlobung zu verhindern, zeigt ihren Mut und ihre Entschlossenheit, gegen die gesellschaftlichen Normen anzukämpfen. Die Charaktere sind liebevoll und vielschichtig gestaltet. Felicitas, ihre Schwester und vor allem die Zofe Minna bringen unterschiedliche Themen in die Geschichte ein, was die Handlung zusätzlich bereichert. Die historischen Hintergründe, wie der Eisenbahnbau, die Entwicklung von Automobilen und dem Fahrrad, werden spannend und informativ in die Erzählung integriert. Besonders das Sicherheits-Niederrad, das als sicherere Alternative zum Hochrad ins Spiel kommt, spiegelt den Fortschritt und die Veränderungen der damaligen Zeit wider.
Fazit: Die Autorin hat eine grandiose Geschichte geschaffen, die durch gründliche Recherche ein realistisches Bild der damaligen Gesellschaft zeichnet. Die persönliche Entwicklung und Versuche zur Durchsetzung ihrer Träume von Felicitas haben mich sehr beeindruckt. Das Buch ist nicht nur spannend, fesselnd und informativ, sondern auch eine Hommage an den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und⭐⭐⭐⭐⭐
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Meine Rezension zu Sonja Roos Eine grenzenlose Welt Zukunft
Ein Schiffsunglück erschüttert nicht nur einen kleinen Stadtteil New Yorks mit den deutschen Einwanderern, sondern insbesondere Simon Broder. Dieser heftige Schicksalsschlag lässt ihn fast dabei zerbrechen. Sein Lebenswerk, die Zeitung Morning Herald vernachlässigt er. Maggie setzt alles daran, die Zeitung zu retten, auch wenn ihr Eheglück beinahe daran zerbricht.
Die fesselnde Geschichte um Simon, Rosie, Maggie und Nando wird nahtlos fortgesetzt. Der Einstieg in den dritten Band beginnt dramatisch und emotional. Maggies unermüdlicher Kampf, die Zeitung zu retten, führt dazu, dass sie Nando und Nicky vernachlässigt, was die Spannungen in ihrer Beziehung verstärkt. Nando möchte sich endlich seiner Vergangenheit stellen und stellt auch dadurch seine Ehe auf eine Probe. Simon ist verzweifelt und nur nach und nach wird das Leben für ihn wieder lebenswerter. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, und ich konnte mit ihnen leiden, aber auch über kleine Ereignisse freuen.
Fazit: Auch der dritte Teil konnte mich überzeugen. Er ist spannend, packend und mitreißend. Die Themen Klassenunterschiede, Konkurrenzkampf, Trauer und Liebe werden auf eine Weise integriert, die mich nachdenklich gestimmt, aber auch berührt haben. Der Autorin gelingt es zudem, die inneren Kämpfe und die nicht ausgesprochenen Worte zwischen den Charakteren darzustellen. Eine großartige Recherche ist den Büchern anzumerken. Nicht nur dieses Buch empfehle ich, sondern die ganze Trilogie. Es ist ein großartiger Abschluss. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
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Meine Rezension zu Ocke Aukes Das Strandhotel auf Borkum
Hermine muss ihren Heimatort verlassen, um in der Ferne für ihre Familie Geld zu verdienen. Die 15-Jährige folgt ihrer Cousine Bertha, die ihr vorschwärmte, dass als Saisonkraft auf Borkum dies möglich sein kann. Hermine trifft unterwegs auf den Seniorchef des Hotel Bakker, der sie sofort einstellt. Willem Bakker möchte unbedingt neue Grundstücke, da ist ihm jedes Mittel recht.
Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da die Vielzahl an Charakteren mit ähnlichen Namen verwirrend war. Glücklicherweise half mir das Namensregister, mich besser zurechtzufinden. Hier geht es um die 15-jährige Hermine, die als Saisonkraft auf die Insel kommt und gleichzeitig nach ihrer verschwundenen Cousine Bertha sucht. Das Buch spielt in einer Zeit, in der Borkum gerade am Aufbruch für den Tourismus ist und Grundstücke zur Bebauung von Hotels angeboten werden. Dies führt zu Spannungen, denn viele möchten ein Sahnestückchen davon ergattern. Aber auch innerhalb der Familie sind sie skeptisch, da neue Hotels auch neue Kosten mit sich bringen. Die Autorin hat den Zeitgeist von 1888 sehr gut eingefangen und vermittelt ein lebendiges Bild der damaligen Gesellschaft.
Fazit: Das Buch hat mir gute Einblicke in die damalige Zeit gegeben. Die Charaktere sind lebendig und zeigen, dass schon im jungen Alter die Heimat verlassen werden musste, um die Familie ernähren zu können. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Allerdings gibt es einige offene Fragen, die erst im zweiten Band geklärt werden, was ich als etwas schade empfand. Zudem sind mir einige Wiederholungen im Text aufgefallen. Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐
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Meine Rezension zu Eva Völler Alte Taten, neuer Zorn
Diesmal hat es Kriminalinspektor Carl Bruns mit einem Giftmord zu tun. Der ehrenwerte Richter Dr. Vahrendonk wurde ermordet. Verdächtig macht sich nicht nur seine junge Ehefrau, sondern auch ehemalige Verurteilte, denn als Richter hat er im Krieg sehr grausame Urteile verhängt. Die Hinterbliebenen haben allen Grund für ein Motiv. Bei seinen Recherchen wird Bruns auch noch von ganz oben ausgebremst. Wird er sich davon abhalten lassen, den Täter zu finden?
Hier handelt es sich um eine Geschichte, die sich um die Verstrickungen von Vergangenheit und Gegenwart drehen. Kriminalinspektor Carl Bruns ist ein engagierter Ermittler und sieht sich bei seinen Recherchen mit unerwarteten Widerständen konfrontiert. Es scheint, als würde er mächtig Staub aufwirbeln. Einige möchten, dass er die Vergangenheit ruhen lassen soll. Besonders sympathisch sind Carl und seine Freundin Anne. Das Privatleben lockert das Ganze etwas auf. Frieda hat eigene Probleme, die sie aber zur Seite schiebt. Der hartnäckige Reporter Brinkmann hat es mir sehr angetan, und der Assistent Harry bringt frischen Wind in die Geschichte. Der Autorin ist es gelungen, verschiedene gesellschaftliche Themen, darunter die Wohnungsnot nach Kriegsende, Verschleierungen, Vertuschungen und die Rolle des Blutrichters, unterzubringen. Besonders interessant fand ich die Erwähnung der Hausfrauenschokolade, die mich mehr als geschockt hat.
Fazit: Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten, und die gut recherchierten Hintergründe verleihen der Geschichte eine stimmige Authentizität. Es ist ein packender Krimi, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Mich hat er schockiert zurückgelassen. So muss Krimi sein: spannend, packend, fesselnd, mit einem sehr guten Plot versehen und für sehr gute Unterhaltung zu sorgen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Sonja Roos Eine grenzenlose Welt Schicksal
Maggie lebt inzwischen mit ihrem Sohn Nicky in San Francisco und hat nach einem Streit keinerlei Kontakt zu ihrer Cousine Rosie. Bis ein Telegram sie erreicht. Ein Attentat wurde auf Simon verübt. Sie bricht sofort auf und hofft, dass sie sich wieder versöhnen werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Chefredakteur Ennis Talbott übernimmt sie gemeinsam mit ihm die Leitung des Morning Herold. Es gibt viele Rückschläge, und sie trifft wieder auf den Fotografen Nando.
Die Geschichte beginnt mit einem schockierenden Attentat auf Simon. Der Verdacht, dass die Konkurrenz ihm schaden will, ist groß. Maggie, die nach einer Zeit der Abwesenheit zurückkehrt, hat nicht nur ein Kind, sondern auch eine bewegte Vergangenheit, die sie mit allen verbindet. Ich war gespannt, wie das Wiedersehen mit Nando wird. Rosie leidet, dass ihr Mann Opfer eines Attentats ist und ein düsteres Kapitel ihres Lebens verfolgt sie. Sehr spannend hat die Autorin alles inszeniert. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Es sind großartige und unterschiedliche Charaktere, die mich begeistern.
Fazit: Die Erzählweise ist grandios und hat mich von Beginn an in Bann gezogen. Die Wendungen und Rückschläge halten die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr haben mich die Schicksale aller betroffen. Der Autorin ist es gelungen, mich auch emotional zu berühren. Es ist eine grandiose Fortsetzung und ich freue mich jetzt schon auf den letzten Teil. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Marie Pierre Schwestern im Geiste Das Pensionat an der Mosel
Die Leiterin des Mädchenpensionats Pauline Martin hat es nicht leicht mit ihren Zöglingen. Diebstähle häufen sich und ihre neue Lehrerin Rhona O´Meally ist zwar bei den Schülerinnen sehr beliebt, aber ein dunkles Geheimnis umgibt sie. Als dann auch noch politische Parolen an der Wand der Hauptwache auftauchen, gerät Pauline unter Verdacht.
Die Autorin entführt uns in die turbulente Zeit um 1911, als die politischen Spannungen in Elsass-Lothringen das Leben der Menschen stark beeinflussten. Die Geschichte folgt Pauline, die alles daran setzt, das Pensionat, das ihr am Herzen liegt, zu erhalten. Die zunehmenden Diebstähle und die politischen Parolen, die jemand an der Hauptwache angebracht hat, bringt sie in Verdacht, sorgt aber gleichzeitig für eine spannende und dramatische Atmosphäre. Besonders fesselnd ist Paulines unerfüllte Liebe zu dem preußischen Hauptmann Erich von Plienitz. Ihre Rolle als Lehrerin macht es ihr unmöglich, diese Gefühle offen auszuleben, was die emotionale Tiefe der Geschichte verstärkt. Ein weiterer interessanter Aspekt ist Rhona, die ein geheimnisvolles Element in die Handlung einbringt. Die Perspektivenwechsel sorgen dafür, dass die Geschichte abwechslungsreich bleibt und ich war die ganze Zeit gespannt, wie sich die Ereignisse entwickeln.
Fazit: Die Mischung aus Spannung, Drama und emotionalen Konflikten macht für mich das Buch zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen, das keine Langeweile aufkommen lässt. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil und darauf, wie sich die Schicksale der Charaktere weiter entfalten werden. Marie Pierre gelingt es, die politischen Herausforderungen der Zeit eindrucksvoll darzustellen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.
Buchvorstellung Hanna Caspian Im Takt der Freiheit
Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit.
Das erkennt die junge Frau schmerzlich. Auf einem opulenten Sommerball soll sie anders als gedacht keineswegs nach einem geeigneten Heiratskandidaten Ausschau halten – den hat ihr Vater längst für sie ausgesucht. Nach seinem Willen wird Felicitas den Sohn eines Grafen heiraten, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Doch dann lernt sie Lorenz kennen, der sich für Zweiräder begeistert und mit seiner Unbeschwertheit alles infrage stellt, was Felicitas bislang für unausweichlich hielt
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Hannah Caspian vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Lieben Dank Helga, dass ich mich hier in die illustre Reihe deiner Autorinnen einreihen und vorstellen darf. Ich komme vom Niederrhein und habe ich Aachen Germanistik, Politikwissenschaften und Sprachen studiert. Ich war dann lange im Bereich Presse, PR, Werbung und Marketing unterwegs, bevor ich mit Mitte 40 den Sprung ins kalte Wasser gewagt habe, und mich als Autorin selbstständig gemacht habe. Damals noch ohne Verlag oder Agentur. Waghalsig, sag ich da nur. Und würde es niemandem raten. Ich schreibe bevorzugt historische Romane, die in der jüngeren deutschen Geschichte spielen. Die Kaiserzeit ist eine sehr spannende Zeit, denn damals gab es ähnliche gesellschaftliche Umbrüche, wie man sie auch heute wieder findet. Obwohl viele der gravierenden Änderungen schon in den drei Jahrzehnten vorher begonnen hatten, nahmen sie aber erst ab der Jahrhundertwende so richtig Fahrt auf: die Elektrizität, Automobile, die Verbreitung der Zeitungen, die durch das Mehr an Informationen auch die Ideen und Wünsche nach Freiheit und Gleichheit befeuerten. Im deutschen Kaiserreich gab es große und gravierende Umbrüche, meistens bedingt durch technologischen Fortschritt. Ich vergleiche sie gerne mit dem digitalen Umbruch, den wir jetzt gerade erleben. Geschichte wiederholt sich, immer anders ausgestaltet, und dennoch mit interessanten Übereinstimmungen. Das ist spannend und motiviert mich, Geschichten zu schreiben, die das aufgreifen. Damals z. B. brachte die Elektrizität nicht nur das Licht in die Häuser. Auch die Straße waren plötzlich heller. Die Bevölkerung hatte plötzlich mehr Bewegungsfreiheit. Ein positiver Aspekt. Ein negativer war, dass die Nacht zum Tage gemacht werden konnte. Auf einmal mussten die Leute länger arbeiten. Man hing nicht mehr vom Tageslicht ab. Der Schlaf wurde weniger, der Zivilisationsstress nahm seinen Anfang. Ein solches Thema bietet mehr Spannung als nur die reine Information, wann es wo elektrisches Licht gab. Mit meinen historischen Romanen erkläre ich mir eigentlich immer selbst die Welt. Während meiner Recherchen stolpere ich oft ungeplant über Aspekte in der deutschen Geschichte, die in der öffentlichen Wahrnehmung zu kurz gekommen sind. Fragen tauchen auf. Wieso war das so? Wieso habe ich davon noch nie was gehört. Oder auch: Ach, so war das also: Dann bin ich angefixt. Und will es genauer wissen. So ging es mir auch mit dem Thema meines aktuelle Romans IM TAKT DER FREIHEIT. Eigentlich wollte ich darüber schreiben, wie das moderne Fahrrad den Frauen mehr Bewegungsfreiheiten gebracht hat. Aber einmal mit dem Thema Mobilität in Kontakt gekommen, tauchten plötzlich viele Fragen auf. Das Thema Eisenbahn und Eisenbahnbau war überraschenderweise viel spannender, als ich dachte. Mir war vorher nicht klar, wie viel die Möglichkeit, mit der Eisenbahn zu reisen, den Bürgern Freiheiten brachte. Freiheiten, die zuvor nur den vermögenden Adel vorbehalten war. Und so habe ich Felicitas Louisburg, die Tochter eines Eisenbahn-Tycoon, kreiert. Eine junge Frau, die sich alles leisten kann, möchte man meinen. Tatsächlich aber bekommt sie kein Pfennig Bargeld in die Hand. Zwar könnte sie sich alles leisten, ist aber doch extrem abhängig vom Willen ihres Vaters. Sie darf nicht mal allein aus dem Haus. Ein extrem beengtes Leben. Wie viel Freiheit muss ihr da ein Fahrrad versprochen haben. Dass das Fahrrad für die Frauen so wichtig war, war mir vorher auch nicht klar. Und da sind wir beim Thema – Freiheit. Eigentlich müßig zu sagen, aber Frauen unterlagen damals so vielen Regeln und Normen und Verboten, dass ich mich manchmal frage, wie sie überlebt haben. Ich könnte vermutlich nicht einen Tag dort frei atmen. Und doch nahm der Aufbruch der Frauen in diesen Jahren, wir sprechen über die 1880er, ihren Anfang. Wir alle stehen nur auf den Schultern von Riesen, heißt es. Was bedeutet: Unser heutiges komfortables Leben baut auf den Errungenschaften auf, die die Menschen vor uns erkämpft haben. Wofür ich sehr dankbar bin. Und die verschiedenen Aspekte von Freiheit zur Kaiserzeit zu beleuchten, war ein wirklich spannendes Unterfangen. Es ist ein Roman aus einer Zeit, in der Deutschland sich anschickte, Technologieführer weltweit zu werden. Und wir sehen eine Gesellschaft, die in jeder Hinsicht in Bewegung gerät. Außerdem reise ich sehr gerne und war auch schon auf fünf Kontinenten unterwegs. Unter anderem war in mal in Namibia, eine ehemalige deutsche Kolonie. Nicht ganz zufällig haben wir dort Urlaub gemacht, denn ich wollte mehr über diesen Aspekt der Geschichte wissen. Dieses „Sein Glück in der Fremde suchen“ hat etwas Faszinierendes. Und so habE ich dann meine Südsee-Saga geschrieben. Meine Romane UNTER DEM SÜDSEEMOND und DER GLANZ VON SÜDSEEMUSCHELN spielen in der deutschen Südsee. Samoa war auch einmal deutsche Kolonie. Ganz nebenbei konnte ich dann noch mein Lieblingsland Australien mit einbauen. Geradezu perfekt. Oft werde ich gefragt, wie ich auf meine Themen kommen. Wie gesagt, meistens ergibt es sich aus der Recherche zu einem vorhergehenden Roman. Ich habe in meiner GUT GREIFENAU-Reihe aus der Sicht einer Grafenfamilie erzählt, wie es eigentlich zum Ende der Monarchie in Deutschland gekommen ist. Ein Thema, über das ich bei meinen Recherchen zu DIE KIRSCHVILLA gestolpert bin. Und dann gab es da gerade Downton Abbey, (Riesenfan) und ich wollte so etwas schreiben. Aber die deutsche Geschichte ist mit dem Ende der Monarchie (Ja, es gibt keinen deutschen Adel mehr) ganz anders gekommen als in Großbritannien. Und wieso es dazu kam, wollte ich unbedingt rauskriegen. Also hab ich mal einfach ein paar Bücher darüber geschrieben. Meine SCHLOSS LIEBENBERG-Trilogie beleuchtet das Leben der Dienstboten. Nachdem ich eine tolle BBC-Dokumentation über die Arbeit und die Lebensumstände von Dienstboten gesehen hatte, wusste ich, das wird mein nächstes Thema. Mehr Infos über all meine historischen Romane findet ihr unter http://www.hanna-caspian.de. Dort könnt ihr euch auch zu meinem Newsletter anmelden, um auf dem Laufenden zu bleiben. Weiter könnt ihr euch mit mir verbinden auf: Insta: @hanna_caspian_autorin Facebook: https://www.facebook.com/caspian.hanna/ Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/mitglied/Hanna-Caspian/
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.