Daisy Darker hatte schon immer ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie. Jahre ist es her, dass sie alle im selben Raum waren. Als Daisys Großmutter zu ihrem achtzigsten Geburtstag an Halloween einlädt, gleich es daher einem Wunder, als sich alle in der alten Villa auf einer Klippe in Cornwall einfinden. Dorthin gelangt man nur bei Ebbe. Sobald die Flut einsetzt, ist die nicht gerade harmonische Familie für acht Stunden in dem düsteren Haus gefangen. Plötzlich wird ein Familienmitglied tot aufgefunden. Hilfe von außen lässt sich nicht rufen, ein Sturm kappt jegliche Verbindung. Alle sind verdächtig. Bei einer Leiche bleibt es nicht, und Daisy entdeckt Dinge über ihre Familie, die sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht hätte ausmalen können.
Meine Rezension zu Fiona Limar Verhängnisvolle Visionen
Caria und Arved Lindell gönnen sich eine Auszeit in einer besonders ruhigen Region. Als Caria die charmante Airin trifft und sie auf ihren Gutshof einlädt, ist sie überglücklich, denn die Einsamkeit lastet schwer auf ihr. Gleichzeitig stehen Alva Claesson und ihr Team vor einem erschütternden Fund. Die Leiche einer Frau, die auf einem Friedhof abgelegt wurde, wirft zahlreiche Fragen auf. Der erste Hinweis führt die Ermittler zu dem Anwesen von Caria und Arved, denn auch an diesem Ort ist einst eine Familie spurlos verschwunden.
Dieser Thriller entwickelt sich zunächst in einem ruhigen Tempo. Anders als in vielen ihrer anderen Werke beginnt die Geschichte nicht mit einem sofortigen Spannungsaufbau, sondern es wurde Zeit gegeben, in die verschiedenen Handlungsstränge einzutauchen. Caria merkt schnell, dass sie sich in der sehr ruhigen Gegend unwohl fühlt. Ihre Freundschaft mit Airin bringt anfangs Abwechslung in ihr Leben, doch bald nagen Unsicherheiten an ihr. Die Ermittler sehen sich mit einem Rätsel konfrontiert, das die Tote betrifft, sowie einer anderen Frau, die mittlerweile im Koma liegt. Die Frage nach den Verbindungen zwischen diesen beiden Frauen drängt sich ihnen auf.
Fazit: Nach anfänglichem ruhigem Start wird mit jedem Kapitel das Rätsel Stück für Stück gelöst, und ab der Mitte des Buches steigt die Spannung spürbar an. Es ist ein interessantes Thema, und man spürt die Erfahrung der Autorin im psychologischen Bereich. Dies ist bereits der 11. Teil der Schweden-Reihe und kann unabhängig voneinander gelesen werden. Jedoch ist die Entwicklung der Kommissare von Anfang an interessant. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Buchvorstellung Franz Hafermayer Paradiesapfel-Schwindel
Kommissarin Elsa Dorn hat einen Vorsatz: Sie will es im Kommissariat für Betrugsangelegenheiten ruhig angehen lassen. Von Mord will sie nichts mehr wissen, seit sie im Einsatz beinahe von einem Mafia-Killer umgebracht worden wäre. Stattdessen ermittelt sie gegen einen Liebesbetrüger, der einige Frauen in Augsburg um ihr Vermögen gebracht hat. Eine von ihnen, Pia Lotter, heuert Privatdetektiv Sven Schäfer an, um den Betrüger zu finden. Doch dann wird ein Hacker ermordet, der Schäfer Infos über den Mann beschaffen sollte. Ein klarer Fall für die Polizei – und Elsa ist schon wieder in einen Mordfall verwickelt!
Das Taschenbuch erscheint am 28.01.2025
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke
Meine Rezension zu Jana Martin Ich war kein braver Junge
Gabriel wird wegen des bestialischen Mordes an seinen Eltern zu lebenslanger Haft in die Psychiatrie eingewiesen. Seine behandelnde Ärztin, Dr. Braunschweig, hat anfangs große Schwierigkeiten, zu ihm durchzudringen, da er alle Gespräche verweigert. Doch mit viel Geschick und Geduld gelingt es ihr schließlich nach einem Jahr, ihn dazu zu bringen, sich über das Geschehene zu äußern.
Der Roman beginnt mit einem schockierenden Notruf. Gabriel hat seine Eltern getötet. Durch die abwechselnden Perspektiven, insbesondere in den Sitzungen mit seiner Psychiaterin, kommt nach und nach die schmerzliche Wahrheit ans Licht. Die erschreckenden Details und der Gänsehautfaktor, den ich dabei erlebte, sind dabei durchgehend präsent und halten die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht. Auch Elenas Sichtweise fügt der Geschichte emotionale Tiefe hinzu und brachte mich an meine Grenzen. Die Spannung könnte nicht intensiver sein.
Fazit: Das Buch ist schockierend, fesselnd und unglaublich. Der Thriller besticht durch eine bildreiche Sprache und wirft die Frage auf: Wer ist hier das Opfer und wer der Täter? Die unerwartete Wendung am Ende der Geschichte hat mich völlig überrascht und war so nicht vorhersehbar. Die Autorin hat dies äußerst geschickt inszeniert und die Gefühle und Gedanken der Protagonisten eindrucksvoll eingefangen. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Buchvorstellung Peter Futterschneider Cora Viel Wirbel um einen Chihuahua
Cora, viel Wirbel um einen Chihuahua Cora von der Auenmühle, diesen klangvollen Namen trägt die kleine Chihuahua-Hündin, aber sie stammt aus einer unseriösen Hundezucht. Der Taugenichts Marc missbraucht Luna, Coras Mutter, für seine geldgierigen Zwecke. Während sich Cora in ihrem neuen Zuhause bei Rita und Karl-Heinz Stöhricke positiv entwickelt, droht Lunas Leben ein tragisches Ende zu nehmen, da sie inzwischen zu alt für die Zucht geworden ist. Sie gelangt vom Regen in die Traufe, aus Marcs Keller auf einen Parkplatz, verborgen in einem Karton, bei nächtlichen Minusgraden. Die Chancen auf Rettung stehen schlecht. Währenddessen nimmt auch Coras Leben eine tragische Wendung. Die Ereignisse überschlagen sich, Coras Vergangenheit wirft ihre Schatten. Trotz all der unliebsamen Überraschungen und Schwierigkeiten, mit denen nicht nur Cora zu kämpfen hat, kommt in diesem ungewöhnlichen Hundeabenteuer der Humor nie zu kurz.
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke
Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Bernhard Klaffke vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Schon immer hat es mich fasziniert, was sich in den Köpfen anderer Menschen abspielt – besonders die dunkle Seite der Seele. Die menschlichen Abgründe, über die niemand gerne redet. Wie zum Beispiel: Was treibt gewöhnliche Menschen dazu an, sich in schreckliche Ungeheuer zu verwandeln, ohne dass es jemandem zuvor auffällt?
Irgendwann saß ich mit einem wirklich guten Freund bei einem Glas Rotwein zusammen, und wir waren uns einig: Duisburg birgt ein riesiges Potenzial für fesselnde und packende Geschichten. Man könnte jetzt an „Tatort“ und Schimanski denken, doch das war nicht der Punkt. Mein Freund war der verrückten Ansicht, dass die dunklen Gedanken, die mir hin und wieder durch den Kopf gehen, genug Stoff für ein Buch bieten könnten. Was an jenem Abend jedoch unklar blieb: War das als Kompliment gedacht, oder sprach da der Wein aus ihm?
Der Gedanke, zu schreiben, hatte mich nie beschäftigt. Bis dahin war ich vollkommen zufrieden damit, mich in den Geschichten anderer zu verlieren. Anfangs schien mir die Vorstellung, ein Buch zu schreiben, vollkommen unrealistisch. Dazu muss man vielleicht sagen, ich komme aus dem Handwerk und bin gelernter Maschinenbaumechaniker. Was ich sagen will: Ich habe alle Rechtschreibreformen verpasst, die es bis dato gab. Doch rückblickend war der Gedanke vielleicht das Beste, was mir passieren konnte. Anfänglich hatte ich selbstverständlich meine Probleme, denn Schreiben ist weit mehr als nur das Aneinanderreihen von Wörtern – nach und nach fing ich an zu verstehen, wie es funktioniert. Um das klarzustellen: Ich rede von Jahren.
Inzwischen bereitet es mir eine fast diabolische Freude, wenn Leser;innen mir mitteilen, dass ich mit meinen Texten Bilder in ihren Köpfen erschaffe oder sie zum Lachen bringe. Solche Rückmeldungen sind für uns Autor;innenm von unschätzbarem Wert. Wichtiger als das Lob ist jedoch die Kritik – ohne sie geht es nicht. Ich bin meinen Leser;innen deswegen auch aufrichtig dankbar, wenn wir uns über meine Arbeit austauschen. Angelehnt daran schreibe ich gerne folgenden Text in meine Bücher: „Ein Autor ohne Leser ist wie eine Ente ohne Wasser.“
Bernhard Klaffke, 1968 in Duisburg geboren, machte zunächst eine Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker. Anschließend arbeitete er als Vorarbeiter für die Deutsche Gesellschaft für Industriekultur. Zudem war er als freier Mitarbeiter und Projektleiter im Restaurierungsatelier „Die Schmiede“ in Duisburg tätig.
Seit 2004 ist er bis heute an der Kunstakademie Düsseldorf beschäftigt, unter anderem als technischer Mitarbeiter im Bereich Bauunterhaltung. 2005 eröffnete er seine eigene „Galerie 9/46“ in Duisburg-Ruhrort. 2023 veröffentlichte er im CW Niemeyer Buchverlag seinen ersten Thriller „Totemwald. Band zwei erscheint im Herbst 2025.
Buchvorstellung Bernd Richard Knospe Augenblicke des Bösen
Nach dem Unfalltod ihres Mannes macht Kathrin Claussen in dessen Arbeitszimmer eine verstörende Entdeckung. Zutiefst beunruhigt beauftragt sie einen Privatdetektiv, der gemeinsam mit einer ehemaligen Ermittlerin der Mordkommission Verbindungen zu einem ungeklärten Fall entdeckt.
Zur selben Zeit erhält Autor Eric Teubner von der Millionenerbin Amelie Simon das zweifelhafte, aber finanziell reizvolle Angebot, ein Buch über das Lebenswerk ihres Großvaters Jonathan Simon zu verfassen. Der alte Skandalregisseur abstoßender Filme erweist sich während der Zusammenarbeit als anstrengend und manipulativ, während seine Enkelin Eric zunehmend in ihren Bann zieht.
Erste Recherchen für das Buchprojekt wecken den Verdacht, Simon könnte als künstlerisches Vermächtnis einen unfassbaren Tabubruch begangen haben. Außerdem machen Eric die Abgründe der eigenen Vergangenheit zu schaffen.
Am Ende fügen sich die Augenblicke des Bösen zu einer düsteren Wahrheit zusammen.
Emilys Freundin Liv stürzt auf die Bahngleise, was bei Emily zu einem Gedächtnisverlust führt. Während die Polizei von einem tragischen Unfall ausgeht, ist Emily überzeugt, dass Liv absichtlich gestoßen wurde. Entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, begibt sie sich auf eine spannende und gefährliche Suche.
Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt. Die Autorin erzählt die Handlung aus Emilys Perspektive, ergänzt durch die Sichtweisen weiterer Charaktere. Diese abwechslungsreiche Erzählweise steigert die Spannung kontinuierlich. Emily kämpft mit ihrer Amnesie und fragt sich immer wieder, ob die Erinnerungsfetzen tatsächlich zuverlässig sind. Diese Zwickmühle, in der sie sich befindet, wird äußerst eindrucksvoll eingefangen. Als Emily in die Wohnung von Liv einzieht, um sie zu räumen, trifft sie auf Shakes, einen Kleinkriminellen, der in der Nachbarschaft von Liv lebt. Zunächst bleibt er undurchsichtig, und die Andeutungen, dass er etwas verbirgt, hielten meine Neugier bis zum Schluss aufrecht. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Obwohl die Spannung im Mittelteil leicht nachlässt, gewinnt die Handlung gegen Ende rasant an Fahrt und überrascht mit einem unerwarteten Finale.
Fazit: Dieser Thriller ist nicht nur spannend und fesselnd, sondern wirft auch einen kritischen Blick auf Missstände im Gefängnissystem. Die gut durchdachte Handlung hat mich überzeugt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Im Berlin der späten 20er Jahre arbeitet Irma Weckmüller als Verkäuferin im KaDeWe und sorgt allein für sich und ihre Schwester Martha. Doch Irmas Leben ändert sich grundlegend, als sie den charmanten Arzt Erich Bragenheim kennenlernt. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und kann ihr Glück kaum fassen, als Erich ihre Gefühle erwidert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige und tiefe Liebe. Doch mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus sind sie schon bald großer Gefahr ausgesetzt, denn Erich ist Jude. Nach dem Krieg: Erich wurde ermordet, Irma bleibt allein zurück. Doch sie ist noch immer entschlossen, seine Frau zu werden.
Meine Rezension zu Roland Hebesberger Der Zuschauer
Hauptkommissar Arthur Köhler und sein Team werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen. Eine ganze Familie wurde gezwungen, sich selbst das Leben zu nehmen. Es deutet alles darauf hin, dass der Serienmörder aus den 70er und 80er Jahren erneut aktiv ist. Damals wurden ebenfalls ganze Familien ausgelöscht, weil sie gezwungen wurden, ein grausames Spiel zu spielen. Für die Ermittlungen wird die OPE, mit Jan Theurer und Lisa Seifert, hinzugezogen. Doch als sie dem Täter zu nahe kommen, schlägt dieser erbarmungslos zu und versetzt alle in Schockstarre.
Dieser fesselnde Thriller beginnt sofort mit einer spannenden und grausamen Szene. Die Kommissare stehen vor einem rätselhaften Fall: Ein Serienverbrecher, der bereits vor einigen Jahren aktiv war, schlägt plötzlich wieder zu. Der Grund, warum der Zuschauer jetzt erneut in Erscheinung tritt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und hielt mich in Atem. Die Kommissare Theurer und Seifert versuchen, dem Täter durch Profilerstellung auf die Spur zu kommen. Die Wendungen, die die Geschichte nimmt, sind unerwartet. Immer wieder wurde ich überrascht, und als ich dachte, es könnte nicht schlimmer werden, legt der Autor noch eins drauf.
Fazit: Der zweite Teil ist sehr gelungen, auch wenn die Handlung vielleicht etwas überladen wirkt. Dem Autor gelingt es, die Spannung durchgehend hochzuhalten und das Tempo der Erzählung rasant zu gestalten. Die actionreichen Szenen sind mitunter brutal und nichts für schwache Nerven. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐