Menz Lars Der gute Sohn

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Eine Familie am Frühstückstisch. Die Mutter streicht dem Sohn durchs Haar, der Vater schenkt Kakao nach. Ein perfekter Morgen – bis die Fußfessel anschlägt. Strom quält den Körper des Jungen. Er zuckt zusammen, erduldet den Schmerz. Ein Junge, wie ihn sich seine Eltern wünschen. Ein guter Sohn.

Währenddessen betritt Liv Beck die sturmumtoste Nordseeinsel. Ruhe sucht die Polizistin hier – und Abstand vom letzten Einsatz, der tödlich endete. Doch dann begegnet sie am Strand einem verzweifelten Mann, der fest davon überzeugt ist, dass sein verschwundener Sohn nicht im Meer ertrank. Warum glaubt ihm niemand?

Je tiefer Liv gräbt, desto dichter zieht der Nebel aus Geheimnissen über die Insel. Bald begreift sie: Wer zu viele Fragen stellt, verschwindet vielleicht als Nächstes.

Vielen Dank an Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.

Arnold Susanne Mary und der Tote im Schrank

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Eine Leiche im Wäscheschrank, ein rätselhafter Brand vor zehn Jahren und ein Landhaus voller Geheimnisse – Wirtschafterin Mary Higgins hat sich ihren neuen Arbeitsplatz anders vorgestellt.

Als Mary im Advent 1930 in Darkmoor House eintrifft, soll sie nicht nur den Haushalt der Familie Montgomery in Ordnung bringen, sondern auch den Tod der Schwester ihrer Hausherrin aufklären. Doch kaum hat sie ihren Koffer abgestellt, taucht eine unbekannte männliche Leiche auf. Zwei Todesfälle, Jahre auseinander – und das ist erst der Anfang.
Hinter der Fassade des herrschaftlichen Anwesens in Oxfordshire verbergen sich Intrigen, Lügen und ein Geflecht aus Abhängigkeiten, das tiefer reicht als vermutet. Mary besitzt einen messerscharfen Verstand, eine Vorliebe für Ordnung und die Gabe, zwischen den Zeilen zu lesen. Eigenschaften, die einem Kommissar fehlen, der lieber einfache Lösungen sucht. Unterstützt von ihrer charmant-durchtriebenen Tante Josefine beginnt Mary, die Fäden zu entwirren.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Robotham Michael – Bruderherz

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Nach zwölf Jahren Haft wird Arlo Hackett entlassen und kehrt in seine Heimatstadt zurück. Sein Bruder Luke wurde wegen eines Verbrechens verurteilt, doch Arlo kommen Zweifel an den damaligen Ereignissen. Er beginnt, Nachforschungen anzustellen und herauszufinden, was wirklich geschah. Damit macht er sich nicht nur Freunde und bald stellt sich die Frage, wem er noch trauen kann.

Gemeinsam mit einer Anwältin begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei muss er nicht nur mit den Schwierigkeiten der Nachforschungen zurechtkommen, sondern sich auch erst wieder an das Leben in Freiheit gewöhnen.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Neben den Ereignissen nach Arlos Haftentlassung gibt es Rückblicke in die Vergangenheit, durch die nach und nach weitere Details ans Licht kommen. Ich war sehr neugierig, was damals tatsächlich mit Saxon geschehen ist und wie sich die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen.

Besonders gut haben mir die ausführlichen Charakterbeschreibungen gefallen, durch die die Figuren viel Tiefe bekommen.

Fazit: Für mich ist Bruderherz eher ein Spannungsroman als ein klassischer Thriller. Besonders die tiefgründige Geschichte und die gelungenen Charakterbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Auch wenn sich das Buch von den anderen Werken des Autors unterscheidet, konnte es mich mit seiner besonderen Erzählweise überzeugen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vielen Dank an Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Garmus Bonnie Peck & Peck

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New York, 1982. Verbrechen sind an der Tagesordnung, und Batter Gray, frischgebackener College-Absolvent mit einem „feinen Ohr“ für Poesie, blickt sorgenvoll in die Zukunft. Doch als Batter einen Traumjob bei Peck & Peck ergattert, der geheimnisvollsten, dysfunktionalsten und doch renommiertesten Lyrikzeitschrift der Welt, scheint sich das Blatt zu wenden. Schon bald steckt er mitten in dem heimlichen Krieg zwischen den beiden Herausgebern, den berühmten Peck-Brüdern, und ist eingeweiht in die Privatangelegenheiten der 39 Lektoren, die nur ein einziges Ziel vereint: Originalität finden. Kreativität fördern. Den Rest verbrennen.

Vielen Dank an Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

Eschbach Andreas – Novembersommer

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Ein Umweltaktivist der Greenforce begeht vor laufender Kamera Suizid, um auf die Erderwärmung aufmerksam zu machen. Überschwemmte Straßen, hohe Temperaturen, sommerliche Wärme im November und Missernten sind die Folgen. Der Klimawissenschaftler Frederik Rookwerper vertritt die Meinung, dass nur Geo-Engineering den Hitzekollaps der Erde noch verhindern kann. Mit einem Versuch setzen sie etwas in Gang, das die Welt auf eine Weise verändert, mit der ich nicht gerechnet hätte.

Die Geschichte nimmt eine Wendung, die mich überrascht hat. Die Idee fand ich sehr interessant. Allerdings hätte ich mir bei diesem brisanten Thema eine packendere Umsetzung gewünscht. Die Erzählweise war mir zu nüchtern, sodass ich die Verzweiflung der Menschen nicht wirklich nachempfinden konnte. Auch fehlte mir die Dynamik, die für mehr Spannung gesorgt hätte. Zudem zog sich die Geschichte zwischendurch etwas in die Länge.

Fazit: Ein interessantes Buch zu einem wichtigen Thema, das durch die gute Recherche und eine unerwartete Wendung überzeugt. Leider konnte mich die Geschichte nicht durchgehend fesseln, da mir die Dramatik und Spannung gefehlt haben.
Von mir gibt es 4 Sterne

Vielen Dank an Lübbe für das Rezensionsexemplar.

Nash Thomas

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Heute freue ich mich sehr, euch den sympathischen Autor Thomas Nash vorzustellen.

Ich bin Schauspieler, Sprecher und Drehbuchautor und daher eigentlich im Metier Film zu Hause. Ich liebe den Film, er vereint alle künstlerischen Formen. Ich mag es, vor der Kamera und am Set zu sein, gemeinsam mit anderen etwas zu erschaffen, das später gesehen werden kann. Als Drehbuchautor wiederum erfinde ich Geschichten für die Leinwand. Allerdings ist Filmemachen teuer und nicht jedes Drehbuch wird auch tatsächlich verfilmt. Gerade Fantasy – mein Lieblingsgenre – ist finanziell eher schwierig umzusetzen.

Anders beim Roman. Egal ob epischer Weltenbau oder Alltag, der Druck kostet quasi dasselbe. So hab ich letztlich das Buch als Medium für meine kreativen Auswüchse entdeckt. Hier kann ich alles erzählen und es redet mir keiner drein. Ich muss zum Beispiel nicht eine einzelne Hauptfigur haben, die alle Stationen der Heldenreise durchmacht, wie man das bei der klassischen Filmdramaturgie gerne sieht. Ich darf viel freier agieren. In meinen bisher erschienenen Romanen „Émenor – Welt ohne Schatten“ und „Der Pakt der Alchemisten“ etwa schicke ich ein ganzes Figurenensemble auf Reisen, um zusammen ein Problem zu lösen. Companionship hat einen großen Reiz auf mich, weil es da um Gemeinschaft geht. Ich liebe solche Geschichten. Sie passen perfekt ins Genre Fantasy und sie geben mir die Möglichkeit, mit Gruppendynamik zu spielen, denn es herrscht ja unter den Figuren nicht immer eitle Wonne. Spannung, Ereignisdichte, Abenteuer, Mystik, das alles findet sich in meinen Romanen wieder, aber ich lege auch Wert auf eine Prise Humor. Es darf düster sein, soll aber trotzdem Passagen zum Lachen bieten. Und weil es mir auch wichtig ist, WIE eine Geschichte erzählt wird, wende ich viel Zeit für Dialoge und Satzbau auf. Ein interessanter Sprachrhythmus ist mir ein Anliegen. Deswegen dauert es bei mir auch länger, bis ich ein Buch endlich fertiggestellt habe.

Ich danke Helga für die Vorstellung.

Ganz herzlichen Dank für die interessanten Einblicke in dein Leben und deine Bücher. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, kreative Ideen und viele begeisterte Leserinnen und Leser.

Raffer Harald  Golightly Karolina Der kleine Ronny Botschafter der Erde

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Wenn wir nachts fasziniert in den funkelnden Sternenhimmel blicken, überlegen wir oft, was sich auf diesen leuchtenden und Lichtjahre entfernten Punkten abspielen könnte. Und wie es dort wohl aussieht? Der kleine Ronny, von einer unbeschreiblichen Sehnsucht nach den unendlichen Weiten des Universums erfasst, erkundet geheimnisvolle Planeten und deren außerirdische Bewohner – als Botschafter der Erde. Der hochbegabte zwölfjährige Schüler, der mit seinen Eltern in der Nähe des US-Weltraumbahnhofes Cape Canaveral in Florida lebt, klettert für seine unglaublichen Abenteuer heimlich in parkende Raketen und startet ins Weltall. Dabei muss er die NASA-Polizisten Jimmy und Joe austricksen. Vor allem bei der Landung. Ronny verfügt neben einem Weltraumanzug über eine selbst gebastelte Sprachen-Geräusch-Übersetzungsmaschine, einen speziellen Laser-Kugelschreiber und einen ansteckbaren Raketen-Superbeschleuniger. Der Bub erklärt bizarren Aliens unsere Erde und was wir Menschen eigentlich machen.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Gruber Birgit Wintermelodie im kleinen Hafen

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Als ein Wasserschaden seine Wohnung unbewohnbar macht, zieht Filmkomponist Jakob vorübergehend an die winterliche Ostsee. Eine Auszeit kommt ihm gerade recht: Seit einem Brief seines verstorbenen Vaters zweifelt er an seiner Karriere.

Ida kämpft derweil um das geerbte Bistro-Café ihrer Großtante. Obwohl es zwischen der bunten Häuserfront im kleinen Hafen nahe Boltenhagen liegt, bleiben die Gäste aus. Das Geld wird knapp und zu allem Überfluss quartiert ihre Großmutter auch noch einen fremden Mann bei ihr ein.

Schon bei ihrer ersten Begegnung geraten Ida und Jakob aneinander. Beide nehmen kein Blatt vor den Mund, doch zwischen ihren Wortgefechten und Kaffeeduft wächst eine Nähe, der sie sich bald nicht mehr entziehen können. Und plötzlich liegt da diese wunderbare Melodie in der Luft …

Doch was wird aus ihrem Wintermärchen, wenn Jakobs Zeit an der Ostsee endet?

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Neuhaus Nele – Alles wird Asche

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Kaum ist Pia wieder aus ihrem Sabbatical zurück, wartet schon ein absolut spektakulärer Fall auf sie. Im Rohbau eines Frankfurter Hochhauses wird eine Leiche gefunden. Ein Mann hat sich mit dem Fuß in einem Seil verfangen und ist qualvoll erstickt. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Opfer, denn weitere Morde folgen kurz darauf. Die erste heiße Spur führt das Ermittlerteam zu dem verunglückten Patrick Brinkhoff, der eine bahnbrechende KI entwickelt hat. Die Liste der Verdächtigen ist lang und das Rätselraten beginnt.

Ich bin erst mit diesem Teil in die Reihe eingestiegen und kam erstaunlich gut zurecht. Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Zum einen liegt das an dem extrem aktuellen Thema Künstliche Intelligenz und zum anderen an dem wirklich tollen Schreibstil, der einen sofort in die Geschichte hineinzieht. Auch das Privatleben von Pia kam nicht zu kurz und hat mir unheimlich gut gefallen.
Eine kleine Kritik muss ich dennoch anbringen, denn es gibt wirklich sehr viele Protagonisten. Manchmal habe ich dadurch ein wenig den Überblick verloren, wer eigentlich zu wem gehört. Es gibt zwar ein Personenregister, aber das ständige Nachblättern war mir auf Dauer doch etwas zu umständlich.

Die Spannung wird nicht ganz durchgehend gehalten, aber die Story bleibt trotzdem die ganze Zeit über hochgradig interessant. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse dann regelrecht und es wird noch einmal richtig packend.

Mein Fazit:  Das aktuelle Thema rund um die KI hat mir sehr gut gut gefallen. Die tollen Charaktere und der wunderbare Schreibstil haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte. Außerdem konnte ich nicht erahnen, wer dahintersteckt.
Von mir gibt eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Vielen Dank an Ullstein Verlag für

Moor Max Schwestern. Trotz allem

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Am Ende des Zweiten Weltkrieges verliert Gerti alles: den Vater, der verschwindet, die Mutter, die stirbt, und die Schwestern, die ins Heim verstoßen werden. Allein bleibt sie bei den Großeltern zurück. Nur drei Knöpfe, abgerissen von einer alten Kletterweste, gedacht als Glücksbringer für jede von ihnen, erinnern Gerti ihr Leben lang an die geliebten Schwestern.

Drei Schwestern. Drei Leben. Vier Jahrzehnte

Als junge Frau lernt sie den verheirateten Albert kennen und verliebt sich in ihn. Er liebt auch sie, verlässt sie jedoch wieder, kehrt zurück und verschwindet immer wieder in ferne Länder. Gerti bleibt ihm treu. Zwei Kinder entstehen aus dieser schwierigen Liebe, die sie allein großziehen muss. Dem Argwohn der Nachbarn ausgesetzt und der Gefahr, durch die Jugendwohlfahrt die Kinder jederzeit zu verlieren. Mit Stolz und ihrer Sturheit meistert Gerti das Leben, getragen von ihrem größten Wunsch: einer eigenen Familie.

Rudi, schön und glamourös, möchte nur eines: ihre Kindheit im Heim vergessen. Sie jagt von Mann zu Mann, von Ehe zu Ehe. Stets begleitet von dem Gefühl, niemandem zu genügen, kämpft sie gegen sich selbst.

Alle drei sind sie Überlebende, jede auf ihre Weise, Kinder einer Zeit, die kein Erbarmen kannte

Hansi, bald von einem liebevollen Ehepaar adoptiert, ist die rastlose Jüngste, die sich weder durch Kind noch Mann gebunden fühlen möchte. Sie liebt ihre Unabhängigkeit, macht ihre Lehre als Hotelkauffrau und schließlich Karriere. Und trotzdem bleibt etwas, das fehlt.

Vielen Dank an dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.