Kastner Solveig-Marie – Summer Heat

Rezension

Mia arbeitet als Animateurin in einer großen Ferienanlage in Portugal. Schnell knüpft sie mehr als eine Freundschaft mit Yanis. Der Job gestaltet sich als herausfordernd und Mia hat den Eindruck, dass sie nicht willkommen ist. Sie hat sich nur aus einem bestimmten Grund für diese Stelle entschieden. Mia fühlt sich überwacht und eine Party gerät außer Kontrolle. Plötzlich gibt es einen Toten und das Misstrauen wächst.

Meine Erwartungen an das Buch waren hoch, vor allem, weil die Grundidee und der Ort vielversprechend wirkten. Zu Beginn konnte die Erzählung mich noch etwas fesseln. Die Stimmung war ansprechend und die Kulisse im Resort hatte eigentlich alles, was für eine spannende Geschichte nötig ist. Im Laufe der Zeit ließ mein Interesse jedoch stark nach, da die Handlung kaum vorankommt und echte Höhepunkte über lange Strecken fehlen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Zuerst begleiten wir Mia, deren Geheimnis erst sehr spät gelüftet wird. Leider konnte mich diese Aufklärung nicht wirklich beeindrucken, sodass der lange Aufbau letztendlich enttäuschend wirkte.
Im weiteren Verlauf kommt Yanis Sichtweise, doch auch seine Perspektive brachte für mich keine Spannung in die Geschichte. Erst als eine dritte Figur ins Spiel kommt, gewinnt die Handlung kurzzeitig etwas an Spannung, doch dieser Effekt hält nicht lange an.
Gegen Ende überschlagen sich zwar die Ereignisse, doch zu diesem Zeitpunkt hatte mich das Buch bereits verloren. Die späte Zuspitzung konnte nicht mehr ausgleichen, was zuvor an Entwicklung gefehlt hatte. Auch die eigentlich sehr stimmungsvolle Landschaft und das sommerliche Setting konnten die Schwächen der Handlung nicht auffangen.

Fazit: Es bleibt ein gemischter Eindruck bei mir zurück. Die Idee hatte Potenzial, wurde aber für mein Empfinden nicht konsequent genug ausgeschöpft. Schade, denn hier wäre deutlich mehr möglich gewesen. Für mich sind es daher solide 2,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Ullstein Verlag herzlich bedanke.

Zimmermann Antje

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Antje Zimmermann vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.

Liebe Helga, danke für die Einladung.

Wer bin ich?

Die Tochter einer krimiliebenden Buchhändlerin. Ich wollte schon immer schreiben, und nach Aussagen meiner Mutter habe ich auch nette Schulaufsätze verfasst. Später folgten Dutzende Romanentwürfe, die heute alle als Dateileichen auf meinem PC vermodern.

Mir fehlte Handwerk, Durchhaltevermögen und vor allem Impulskontrolle. Alles in mir schrie nach fernen Ländern, die ich real betreten und erleben wollte. Abwechslung sollte die Konstante in meinem Leben sein. So wurde ich zur Reisejournalistin. Nach fast zwei Jahrzehnten hasste ich dann Flugzeuge, Hotels und das ewige Unterwegssein. Ich war überreist – mit s und mit z.

Also wieder schreiben. Schreibkurse besuchen. Handwerk lernen. Literaturagentur suchen. Verlage begeistern. Obwohl ich ernsthaft arbeitete, spät abends und an den Wochenenden durchschrieb, baggerte und bettelte, dauerte es acht Jahre, bis »Frau Faust« die Literaturwelt betrat. Mein Debüt, geliebt und gehasst. Für den Glauser und den Harzer Hammer nominiert, finanziell gescheitert.

Aber das hat mich natürlich nicht abgehalten, weiterzumachen.
Bücher sind für mich Schätze. Buchhandlungen Tempel. Und noch immer treibt mich die Hoffnung um, eines Tages vom Schreiben leben zu können. Und mit »Das Event«, das als Paperback Schwerpunkttitel bei dtv erscheint, bin ich meinem Ziel ein Stückchen nähergekommen – aber es war ein langer, steiniger Weg, auf dem ich mehr als einmal gestrauchelt bin.

Davon erzähle ich euch gerne persönlich bei einem Kaffee oder Kölsch, wenn wir uns irgendwo im Buchversum begegnen sollten. Sprecht mich einfach an. Ich freue mich immer!
Foto Copyright Hanna Witte

Weitere Infos zu meinen Romanen und Lesungen gibt es hier:

https://antjezimmermann.info/

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Unbezahlte Werbung

McFadden Freida – Der Häftling

Rezension

Brooke Sullivan nimmt eine Arbeitsstelle als Krankenschwester im Hochsicherheitsgefängnis an. Niemand darf erfahren, dass sie den Häftling Shane Nelsen vor 11 Jahren ins Gefängnis gebracht hat. Er soll mehrere Morde begangen haben. Als sie aufeinandertreffen, wird sie von der Vergangenheit eingeholt.

Diese Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, und genau das macht den Reiz dieses Thrillers aus. In der Gegenwart begegnet Brooke Shane wieder und trifft gleichzeitig auf ihren Jugendfreund Tom. Parallel dazu führen Rückblicke elf Jahre in die Vergangenheit und enthüllen nach und nach, was damals wirklich passiert ist. Dies sorgt dafür, dass ständig neue Details ans Licht kommen.
Ich war mir lange nicht sicher, ob Shane tatsächlich der Täter ist. Die Autorin lenkt die Wahrnehmung geschickt und lässt einen immer wieder zweifeln. Genau diese hält die Spannung durchgehend hoch.
Brooke wirkt stellenweise etwas naiv und nicht jede ihrer Entscheidungen waren für mich nachvollziehbar.

Fazit: Dieser Thriller überzeugt durch Spannung, geschickte Perspektivwechsel und unerwartete Entwicklungen. Ganz am Ende zeigt sich erneut die Stärke von Freida McFadden, denn der Twist kommt unerwartet. Ein Muss für alle Fans.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bookouture Deutschland herzlich bedanke.

Hebesberger Roland Der Sträfling

Buchvorstellung

Als der Verhaltensanalyst Jan Theurer mit seinem Kollegen Oliver Schmitz in die JVA Memmingen reist, erwartet ihn ein Routinegespräch mit einem verurteilten Massenkindermörder. Doch Frank König macht aus der Vernehmung eine Bühne und aus Worten Waffen: Er behauptet, in zwei Tagen frei zu sein, und kündigt neue Morde an, falls seine Forderungen nicht erfüllt werden.
Zur selben Zeit stoßen Hauptkommissarin Lisa Seifert und Tanja Schneider auf einen Fall, der jede Vorstellung sprengt: Eine ganze Schulklasse ist verschwunden. Kurz darauf taucht im Darknet ein Video auf. Darin: Kinder eingesperrt in einem Container. Ein Countdown läuft. 48 Stunden, dann ist die Luft weg.
Während die Zeit gegen die Ermittler arbeitet, erkennt Jan, dass König nicht nur spielt, sondern führt. Hinter Gefängnismauern zieht jemand Fäden, draußen stehen Verbündete bereit und jeder Schritt der Polizei scheint einkalkuliert. Was, wenn die Vernehmung nie dazu gedacht war, Antworten zu liefern?
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Können die Ermittler das tödliche Spiel des Serienkillers stoppen, oder sind sie selbst nur Figuren in seinem perfiden Plan?

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Empire Verlag herzlich bedanke.

Goodwin Sarah – Der Fjord

Rezension

Amelias Schwester Rose ist seit über einem Jahr verschwunden, und sie vermutet, dass ihr während der legendären Sommerparty der Familie Fowley etwas zugestoßen sein könnte. Als Amelia eine Einladung zur kommenden Feier erhält, sieht sie die Möglichkeit, mehr darüber herauszufinden. Dort ist sie sich jedoch unsicher, wem sie ihr Vertrauen schenken kann.

Die Beschreibungen der norwegischen Küste und des Fjords wurden mit einer sehr guten Atmosphäre versehen. Auch das prunkvolle Anwesen trägt dazu bei und wirkt gleichzeitig anziehend und bedrohlich. Besonders beeindruckt hat mich Amelia. Mit Entschlossenheit und viel Einfallsreichtum gelingt es ihr, sich Zugang zu der exklusiven Einladung zu verschaffen. Sie wirkt tough. Merkt aber schnell, dass hinter der glänzenden Fassade nichts so ist, wie es scheint. Viele sind undurchschaubar. Obwohl ich ihr naives Verhalten in manchen Situationen etwas kritisiere, fand ich die Auflösung sehr gelungen.

Fazit: Besonders gefallen hat mir die clevere Wendung. Auch wenn anfangs die Spannung nur unterschwellig ist, war ich mit Freuden dabei. Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an und mündet in einen überraschenden Twist, der das zuvor Gelesene noch einmal in ein neues Licht rückt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Lübbe herzlich bedanke.

Beckedahl Sandra

Autorinnenvorstellung

Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Sandra Beckedahl vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.

Meine Teenagerzeit verbrachte ich mit Scarlett O’Hara, Maria Stuart, den Kramasows, Holden Caulfield und vielen anderen. Während meine Freundinnen sich an den Wochenenden Party machten, lag ich lieber mit einem Buch im Bett. Ich verschlang alles, was mir in die Hände fiel.
Später im Studium entdeckte ich dann Fernsehserien für mich, aber auch die Freude am Ausgehen…
Trotzdem bin ich nach dem Examen nicht direkt Drehbuchautorin geworden, sondern habe mich zur Journalistin ausbilden lassen. Nach ein paar Jahren im Beruf, ergab sich die Möglichkeit, für eine Serie Drehbücher zu verfassen. Ich habe es geliebt, die Figuren handeln und sie sprechen zu lassen.
Zwischenzeitlich kehrte ich, bedingt durch einen Umzug in eine andere Stadt, zum Journalismus zurück. Das Geschichtenerzählen ließ mich nicht los und ich begann, mit dem Bücherschreiben. Zunächst Biografien von Sportlern bis ich mit dem „SCHORFHEIDEN-MORD“ meinen ersten Krimi veröffentlichte. Ein Whodonit, der in der Uckermark spielt. Der Konflikt zwischen den Alteingesessenen und den zugezogenen Hauptstädtern liegt über dem Kriminalfall. Darunter liegen jede Menge Geheimnisse….
Während die Idee zum „SCHORFHEIDEN-MORD“ bei einem Besuch in der Uckermark entstand, ist der Handlungsort meines aktuellen Krimis ein Herzensort seit so vielen Jahren: Norwegen. Dort im Norden des Landes liegt die Stadt Tromsø, zwischen Meer und Bergen. Ein wunderschöner Ort und einer der weltbesten Plätze, um die Aurora borealis zu erleben. Die Nordlichter spielen in dem Fall eine zentrale Rolle. Das Buch habe ich nicht unter meinem Namen, sondern dem Pseudonym Tuva Brø veröffentlicht.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Augsburg. Nach Stationen in Münster, Stuttgart und Berlin lebe ich mittlerweile seit vielen Jahren in Hamburg. Aktuell schreibe ich an meinem ersten Nicht-Krimi, eine Dilogie mit besonderem Hamburg Bezug, deren erster Teil im Herbst erscheinen wird.

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

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Kastner Solveig-Marie Summer Heat

Buchvorstellung

Ein Luxusresort, flirrende Begegnungen und ein tödliches Geheimnis

Mia und Yanis, die einander in einer Ferienanlage an der Algarve begegnen, sind sich sicher, dass dort zwischen atemberaubenden Stränden, rauen Wellen und hoch aufragenden Klippen der Sommer ihres Lebens auf sie wartet. Im exklusiven Platô Beach Resort, das auf einem Plateau an der Steilküste liegt, finden Urlaubsgäste tagsüber Ruhe und Entspannung, während die milden Nächte durchgetanzt werden – das Resort veranstaltet luxuriöse Partys, während derer der Champagner in Strömen fließt. Für Mia und Yanis, die für eine Saison zum Arbeiten an die Algarve gekommen sind, ist das eine ganz neue Welt. Vom ersten Moment an sind beide wie elektrisiert, sie Animateurin, er Barkeeper, und es dauert keine Woche, bis sie sich näherkommen. Dass Mia aus einem bestimmten Grund an die Algarve gekommen ist, ahnt Yanis nicht. Nach einer Weile macht beiden die bedrückende Atmosphäre des Resorts zu schaffen und verwandelt ihre anfängliche Zuneigung in tiefes Misstrauen. Irgendetwas stimmt an diesem Ort nicht. Über den Sommer reiht sich ein seltsames Ereignis ans andere. Und als eine Leiche in der Bucht angespült wird, müssen die beiden sich fragen, ob der jeweils andere wirklich der Mensch ist, für den er sich ausgegeben hat…

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Shepherd Catherine – Meine tote Schwester

Rezension

Mias Schwester verstarb vor elf Jahren im Haus nebenan. Verlassene Orte faszinieren ihre Freundin Charlotte, so auch das leerstehende Haus, in dem Mias  Schwester gestorben ist. Das wird ihr bald zum Verhängnis. Jetzt zieht Nora zusammen mit ihrem Sohn Lukas dort ein, und die Gerüchte über einen angeblichen Mord, den er verübt haben soll, verbreiten sich rasch. Lukas wird sofort Ziel der Ermittlungen.

Bereits der Prolog hat mich begeistert, und diese hielt bis zum Schluss an. Die Handlung bleibt lange unvorhersehbar, sodass ich immer wieder eigene Theorien aufstellte, jedoch oft in die Irre geleitet wurde.
Die kurzen Kapitel verstärken das hohe Tempo und sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch wenn die klassische Ermittlungsarbeit eher im Hintergrund bleibt, rückt dafür die beklemmende Atmosphäre in den Vordergrund. Besonders die Beschreibung der verlassenen Orte ist sehr eindrucksvoll.

Fazit: Dies ist der Beginn einer neuen Reihe, die vielversprechend beginnt. Von Anfang an wird spannend erzählt und es wird eine fesselnde Atmosphäre mit gelungenen Wendungen geschaffen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Goodwin Sarah – Der Fjord

Buchvorstellung

Ein luxuriöses Anwesen an der norwegischen Küste – weißer Sand, kristallklares Wasser und ein atemberaubender Blick auf den Fjord. Als Amelia die Einladung zur legendären Sommerparty der Familie Fowley erhält, weiß sie: Das ist ihre Chance! Denn es war auf der Party der Fowleys im Vorsommer, als ihre Schwester Rose zum letzten Mal gesehen wurde. Getarnt als Freundin eines Gasts, dringt Amelia in die schillernde Welt der Reichen und Mächtigen ein. Wird sie hier endlich erfahren, was mit ihrer Schwester geschah? Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird ihr Spiel

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McFadden Freida – Die Ehefrau

Rezension

Als sich für Sylvia die Gelegenheit bietet, als private Pflegekraft tätig zu werden, ergreift sie die Chance. Victoria kann nicht sprechen, ist nicht in der Lage, eigenständig zu essen, sitzt im Rollstuhl und benötigt Hilfe. Sie findet Victorias Tagebuch und erfährt nach und nach einiges über ihr Leben.

Dieses Buch hat mich erneut mit einer eher subtilen, aber dennoch konstanten Spannung gefesselt. Sylvia widmet sich Victoria mit großer Hingabe und Geduld. Dabei wirkt Victoria beinahe apathisch und ist im Rollstuhl gefangen, während ihre Versuche zu kommunizieren unverständlich bleiben. Ihr Ehemann Adam ist sehr fürsorglich.
Besonders gelungen sind die wechselnden Perspektiven und die eingestreuten Tagebucheinträge. Je mehr Sylvia aus dem Tagebuch erfährt, desto deutlicher wird, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Diese schleichende Erkenntnis ist sehr wirkungsvoll umgesetzt und gibt nach und nach weitere Einblicke in das Eheleben. Der Schneesturm, die Abgeschiedenheit des Hauses und der Stromausfall verstärken die unheimliche Stimmung zusätzlich.

Fazit: Es ist ein Thriller mit unterschwelliger Spannung von Anfang an, der durch Atmosphäre und mehrere Twists punktet. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Besonders hervorzuheben sind die überraschenden Wendungen, und selbst am Ende gelingt es der Autorin, noch eine Überraschung einzufügen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und gebe eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Bloggerportal herzlich bedanke.