Gruber Andreas – Herzgrab

                    Rezension

Die private Ermittlerin Elena Gerink erhält den Auftrag, nach dem verschwundenen Künstler Salvatore Del Vecchio zu suchen. Als ein Gemälde des Vermissten auftaucht, reist sie nach Florenz. Ihr Ehemann Peter, der beim Wiener Bundeskriminalamt arbeitet, soll eine verschwundene Frau finden. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dino beginnt er die Nachforschungen. Es scheint, als ob beide Fälle miteinander verbunden sind. Werden sie die vermissten Personen aufspüren?

Der Thriller wartet mit mehreren Handlungssträngen auf. Die Wege von Elena und Peter kreuzen sich bald, und beide haben ihre eigenen, privaten Probleme zu bewältigen. Peter muss mit dem smarten Dino zusammenarbeiten, was sich als nicht ganz einfach herausstellt, da sie sehr unterschiedliche Persönlichkeiten sind.
Der Prolog ist vielversprechend. Allerdings benötigt die Handlung etwas Zeit, um an Fahrt aufzunehmen. Ich hätte mir hier ein höheres Tempo gewünscht. Schließlich gewinnt die Geschichte an Schwung und es geht richtig zur Sache. An einigen Stellen wirkte es jedoch ein wenig übertrieben und nicht ganz glaubwürdig.
Am Ende werden die verschiedenen Handlungsstränge zusammengeführt und der spannende Showdown sorgt für einen mitreißendes Finale.

Fazit: Es ist ein fesselnder Thriller, der meine Neugier auf die Fortsetzung weckt. Ich freue mich darauf, zu sehen, wie es mit Elena und Peter weitergeht.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Jaschinski Christian – Starck und die zweite Frau

Rezension

Andreas Starck ist weiterhin entschlossen, seine Unschuld zu beweisen, denn ein mächtiger Widersacher sorgte dafür, dass er fünf Jahre im Gefängnis verbringen musste. Sein Gegner wird alles daran setzen, dies zu verhindern. Starck erhält Hilfe von mehreren Personen, und auch der Journalist Tom Finder ist bereit, ihn zu unterstützen. Er ist sich sicher, dass Onkel Pablo hinter allem steckt. Zusammen entwickeln sie einen Plan. Werden sie erfolgreich sein?

Im zweiten Teil der spannenden Reihe von Christian Jaschinski war ich sofort mitten im Geschehen. Die geschickt platzierten Rückblicke erleichterten mir den Einstieg. Andreas Starck ist fest entschlossen, sich zu rehabilitieren und endlich seine Tochter Greta wieder in die Arme zu schließen. Mit seinen Verbündeten will er Onkel Pablo das Handwerk legen, aber das birgt Risiken für alle Beteiligten.
Die Verfolgung von Pablo empfand ich als äußerst spannend und packend, denn Starck wird vor zahlreiche Herausforderungen gestellt und die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Seite konstant hoch.

Fazit: Der zweite Teil konnte mich absolut überzeugen. Er ist nicht nur packend und abwechslungsreich, sondern auch von hohem Tempo. Zudem ist dieser Teil weitgehend in sich geschlossen. Ein interessanter Aspekt des Buches sind Kryptowährungen, die verständlich erklärt wurden, aber auch Themen wie Erpressung, Korruption und Wirtschaftskriminalität kommen zur Sprache.
Ich freue mich jetzt schon auf den dritten Teil, der im Dezember 2026 erscheinen wird.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Sommer Melanie – Habt ihr es vorher gewusst?

Rezension

Dies ist eine zutiefst bewegende autobiografische Erzählung von Melanie Sommer, die einen Einblick in die gefühlvolle Welt einer Mutter gibt, die sich mit der Diagnose Trisomie 21 und einem Herzfehler ihres neugeborenen Kindes auseinandersetzen muss.
Bereits in den ersten Augenblicken nach der Geburt wird Melanies Verzweiflung und Trauer spürbar, während sie die Neuigkeiten über ihr Kind verarbeitet. Ihre ehrliche Schilderung des Schmerzes, der Angst und der Verzweiflung, die sie während der langen Klinikaufenthalte ihres Kindes empfindet, berührt zutiefst. Es wird deutlich, dass Melanie nicht nur mit der Diagnose selbst kämpft, sondern auch mit ihren eigenen Erwartungen und Vorstellungen von der Mutterschaft.
Die wiederkehrende Frage: „Wusstet ihr das vorher? ” macht den Druck deutlich, dem betroffene Eltern oft ausgesetzt sind. Melanie gewährt einen Einblick von der anfänglichen Unsicherheit hin zu einer liebevollen Akzeptanz ihrer Tochter.
Das Buch ist nicht nur für betroffene Eltern von großer Bedeutung, es ist ein Mutmacher und ein Appell für mehr Offenheit und Verständnis im Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Eine Besonderheit ist, dass sowohl die dunklen als auch die hellen Momente aufgezeigt werden, und macht das Buch zu einem emotionalen Erlebnis, das tief berührt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Lacrosse Marie –  Montmartre Traum und Schicksal

Rezension

Während Elise Lambert im Moulin Rouge großen Erfolg hat, wird Valérie Dumas in eine ungewollte Ehe gedrängt. Ihr inniger Wunsch, Malerin zu werden, ist riesig, doch zahlreiche Hindernisse stehen ihr im Weg. Es fällt ihr nahezu unmöglich, die Fesseln ihrer Ehe abzulegen. Wird sie ihren Traum verwirklichen?

Die Autorin nimmt uns mit auf eine spannende Reise ins Paris des 19. Jahrhunderts. Um die Fortsetzung besser nachvollziehen zu können, ist es ratsam, auch den ersten Teil der Erzählung gelesen zu haben, um die Verbindungen und Schicksale vollständig zu verstehen.
Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen, deren Lebenswege von Neid, Ehrgeiz und gesellschaftliche Widrigkeiten geprägt sind. Elise, die aus bescheidenen Verhältnissen stammt, hat den Sprung zur Tänzerin im renommierten Moulin Rouge geschafft. Doch mit dem Ruhm kommen auch negative Seiten. Ein Streit mit ihrer besten Freundin, La Goulue, offenbart die Konkurrenz und den Druck in der glitzernden Tanzwelt.
Simone, Elises Schwester, führt ein bedauernswertes Leben und ist unfreiwillig im sogenannten Schlachthaus gelandet, wo die Zustände erschreckend sind.
Valérie hingegen hat durch ihre Heirat alle Rechte an ihren Ehemann abgetreten. Sie ist unglücklich, findet aber Förderer zum Malen bis erneut das Schicksal zuschlägt.

Fazit: Die Autorin versteht es gut, Fiktion und Realität zu verbinden Ich bin tief in die Welt des 19. Jahrhundert eingetaucht und finde es bemerkenswert, wie die starken Frauen ihren eigenen Weg meistern. Die Erzählung ist schicksalshaft, spannend und unterhaltsam und ich bin dankbar für die Einblicke in die Künstlerwelt und Kunstszene.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch. Die Dilogie endet mit einigen offenen Fragen, die mich enttäuscht zurücklassen. Ich hätte mir gewünscht, mehr über das Schicksal dieser faszinierenden Frauen zu erfahren.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Filz Sylvia und Konopatzki Sigrid – Tierisch schöne Winterzeit

Rezension

Tim und seine Partnerin möchten einen ruhigen Urlaub in Finnland genießen. Dort begegnen sie Anuk, die eine große Vorliebe für ihre Rentiere hat. Als eines der Tiere sich verletzt, bittet sie Tim um Unterstützung, was seiner Freundin gar nicht gefällt. Je länger Tim und Anuk zusammen sind, desto stärker wird ihre Anziehung zueinander.

Den Autorinnen ist wieder ein schöner Roman gelungen, der mich in die winterliche Landschaft Finnlands entführt, wo der Schnee leise fällt und der Duft von Zimtschnecken und frisch gebackenem Gebäck in der Luft liegt. In dieser zauberhaften Kulisse treffen wir auf  Anuk und Tim, die sich von Anfang an gut verstehen. Es knistert so schön, aber Tim ist gebunden.

Fazit: Ich konnte hier die weihnachtliche Stimmung förmlich spüren. Es ist eine wunderbare Auszeit, die perfekt für die Vorweihnachtszeit ist. Das Cover des Buches ist wieder ein echter Blickfang, und der farbige Buchschnitt verleiht ihm etwas Besonderes. Die Erzählung ist voller Gefühl und Liebe.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Eisfeldt Carla – Lügen sind Rudeltiere

Rezension

Die PR-Beraterin Romy Sternek besucht häufig Beerdigungen und findet sich kurz darauf im darauf folgenden Leichenschmaus wieder. Dort wird sie Zeugin eines Übergriffs auf einen Mann. Als sie der Polizei von ihren Beobachtungen berichtet, wird sie nicht ernst genommen. Deshalb entscheidet sie sich, selbst Nachforschungen anzustellen, ohne zu ahnen, was ihr noch alles bevorsteht.

Dieser Kriminalroman wird aus mehreren Ich-Perspektiven erzählt. Diese Art der Erzählung bringt Abwechslung in die Handlung und hat es mir ermöglicht, den Gedankengängen der einzelnen Personen zu folgen. Romy sticht hier hervor, die sich als Hobbydetektivin auf das Abenteuer begibt, den Täter eines Angriffs zu suchen.
Romy ist liebenswert und kommt immer mehr Geheimnissen und Lügen auf die Spur, wodurch sie sich auch zunehmend in Gefahr begibt. Ihre Vermieterin Margit, sorgt für humorvolle Momente, da sie sich wünscht, dass Romy endlich in einer festen Beziehung ist. Diese Dialoge sind abwechslungsreich und unterhaltsam.
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Fazit: Das Buch besticht durch eine unvorhersehbare Wendung, denn bis zum Schluss war ich im Unklaren, wer hinter den Geschehnissen steckt und welche Motive im Spiel sind. Es ist unterhaltsam, humorvoll und am Ende steigert sich die Spannung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Neitz Marika – Das Forsthaus

Rezension

Die Journalistin Katharina und ihr Partner streben einen Neubeginn in dem malerischen Dorf Mariensicht an. Sie haben das Forsthaus erworben, doch dann erfährt Katharina, dass dort vor zehn Jahren ein Mordfall stattgefunden hat, was ihre journalistische Neugier weckt. Die frühere Besitzerin Flora sitzt seitdem hinter Gittern. Während ihrer Recherchen kommt Katharina einem Serienmörder auf die Spur, der kleine Mädchen getötet hat. Sie fragt sich, ob Flora nicht zu Unrecht im Gefängnis ist.

Bisher kannte ich die Autorin durch ihre historischen Romane und war sehr gespannt auf ihren Abstecher in das Krimi-Genre. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Das Buch ist ein Meisterwerk, das sich durch Spannung und eine besonders durchdachte Handlung besticht.
Es gibt gleich zwei fesselnde Handlungsstränge. Zum einen begleitet man die Journalistin Katharina, die sich mutig auf die Suche nach der Wahrheit macht. Dabei stößt sie auf eine Mauer aus Schweigen und Vertuschung, die die Nachforschungen zunehmend kompliziert gestalten. Unter anderem erleben wir die Geschichte von Flora, die seit 10 Jahren im Gefängnis ist, eine Erzählung, die mich tief berührt hat.
Der Kriminalroman geht unter die Haut und hat mich an meine Grenzen gebracht. Der Gänsehautfaktor war während des Lesens konstant hoch und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Erst zum Schluss erfolgt die Aufklärung.

Fazit: Das Buch überzeugt mit einem atmosphärisch dichten und emotional fesselnden Schreibstil, der die Spannung bis zur letzten Seite aufrechterhält. Die Handlung ist ausgezeichnet ausgearbeitet und beweist einmal mehr, dass die Autorin ihr Handwerk beherrscht. Ich habe mich von der packenden Geschichte mitreißen lassen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Bender Jochen – Hurlebaus und das rote Kleid

Rezension

Die Kommissarin Olga Oleg soll die vermisste Schwester Katharina von Herrn Krogmann finden. Ihr Bruder hat seit drei Monaten von ihr nichts mehr gehört, obwohl sie zuvor einen sehr engen Kontakt hatten. Sie bezieht ihren Kollegen Jens Hurlebaus in die Ermittlungen ein. Die erste Spur führt sie zu dem von Katharina betriebenen Lokal, dem Sonnenstüble. Kurz darauf entgeht Hurlebaus nur knapp einem Anschlag. Lange müssen sie im Ungewissen bleiben, bis ein rotes Kleid erste Anhaltspunkte liefert.

Hier werden geschickt zwei Handlungsstränge erzählt.
Während die engagierte Olga auf der Suche nach einer vermissten Frau ist, beschäftigt sich der Ermittler Hurlebaus mit einem Oldtimerfall. Dabei entgeht er nur knapp einem Anschlag, der möglicherweise mit der Mafia in Verbindung steht.
Ein besonderes Highlight ist die Integration des Themas Neurodiversität, das der Autor geschickt in die Handlung bringt.
Die Charakterdarstellung ist durchweg gelungen. Zudem sorgt eine Prise Privatleben für Abwechslung.

Fazit: Es ist ein solider Regionalkrimi, der sowohl Spannung als auch tiefere Themen zu bieten hat. Er sorgt für angenehme Lesestunden und überzeugt durch gut ausgearbeitete Charaktere.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Filz Sylvia und Konopatzki Sigrid Voll verzuckert ins Glück

Buchvorstellung

Gunda hat in Sandum ein neues Leben begonnen, mit Nordseeblick und neuem Job. In der Keksmanufaktur hat sie sich inzwischen zu einer festen Stütze des Teams gemausert.
Die Weihnachtszeit naht. Gemeinsam mit Kollegin Marie backt sie voller Leidenschaft außergewöhnliche Weihnachtskekse. Mitten im Advent steht plötzlich der Vorsitzende des Yachtclubs in der Tür. Ein Lieferfehler hat die geplanten Geschenke für die Clubmitglieder platzen lassen – und nun soll Gunda hunderte Kekse als Sonderanfertigung zaubern.
Zwischen Keksbergen und Zuckerguss stolpert Gunda nicht nur in den größten Auftrag ihres Lebens, sondern auch mitten ins Herz eines Mannes. Sie erkennt, dass dieser Winter mehr Magie für sie bereithält, als sie je zu träumen gewagt hätte.

Das Buch erscheint am 02.12.2025

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Knospe Bernd Richard – Augenblicke des Bösen


Rezension

Kathrin Claussens Ehemann ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie findet einen USB-Stick mit brisanten Bildern und kontaktiert eine Detektei, in der eine frühere Kommissarin tätig ist. Die Nachforschungen führen sie zu einer verschwundenen Frau.
Der Schriftsteller Eric Teubner erhält den Auftrag, ein Buch über den skandalträchtigen Regisseur Jonathan Simon zu verfassen. Dieser hat verstörende Videos erstellt und ist umstritten. Simons Enkelin, die Teubner engagiert hat, ist schwierig und manipulativ.

Nachdem „Am tiefsten Punkt der Schuld“ eines meiner Lese-Highlights war, war ich sehr neugierig auf das neue Buch von Bernd Richard Knospe.
Das Buch umfasst mehrere Handlungsstränge, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Eric, ein erfolgreicher Autor, sieht sich mit neuen, unangenehmen Herausforderungen konfrontiert. Während er sich zunehmend in das Privatleben des Skandalregisseurs Simon vertieft, tritt eine zweite Geschichte in die Handlung ein. Privatdetektive suchen nach einer verschwundenen Frau, und die Entdeckungen, die sie machen, werden  beunruhigender. Im Laufe der Zeit wird die Stimmung immer düsterer.
Die Charaktere waren durchweg gut gestaltet, sie waren vielschichtig und detailliert ausgearbeitet. Dennoch konnte ich zu keinem von ihnen eine tiefere emotionale Bindung aufbauen.

Mein Fazit: Das Buch hatte auf mich eine verstörende Wirkung. Viele Szenen waren so heftig, dass ich sie nur überfliegen konnte. Es war mir einfach zu intensiv, um mich voll und ganz darauf einzulassen. Das ist jedoch meine ganz persönliche Meinung, und ich denke, dass es Leser gibt, die diese dunkle Atmosphäre zu schätzen wissen. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.