Seit Leonie auf der Welt ist, dreht sich Isabels Leben ausschließlich um ihre Tochter. Ganz vernarrt ist sie in die Kleine und würde sie am Liebsten nicht aus den Armen legen. Sehr zum Leidwesen ihres Mannes, aber auch alle anderen lässt sie nicht an sich ran. Eines Tages liegt Leonie nicht mehr in ihrem Stubenwagen. Isabel ist verzweifelt. Sie macht sich auf die Suche. Wird diese erfolgreich sein?
Wow, was für ein Debütroman ist hier Monika Lüthi gelungen. Obwohl er sehr ruhig erzählt wird, herrscht von Anfang an eine große Beklemmung. Die Autorin widmet sich einem Thema, das unter die Haut geht. Eine Entführung eines Kindes ist das Schlimmste, was man erleben kann. Die Emotionen und die Verzweiflung von Isabell sind die ganze Zeit spürbar. Sie wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer, auch wenn sie anfangs mit ihrer Fürsorge und Liebe übertrieben handelt. Marc wirkt dagegen distanziert. Unter anderem geht es hier auch um Vertrauen und Freundschaft. Das hat die Autorin sehr gut umgesetzt. Der ruhige und flüssige Schreibstil hat mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Es hat mich derart in Bann gezogen und Gänsehaut beschert. Auch das Cover ist absolut gut gelungen und passt genau zur Geschichte Es wird in zwei Zeitebenen erzählt und das hält die Spannung hoch und gegen Ende kommt es zum großen Showdown.
Fazit: Ein ruhig erzählter Roman mit großer Spannung, aber auch Beklemmung, der mich voll und ganz überzeugt hat. Das Debüt ist großartig gelungen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com
Silvia Salomons Leidenschaft sind Grüne Männer, die sich an Kirchenportalen oder älteren Häusern befinden. Sie möchte die Kirche in Wildberg im Nordschwarzwald besuchen. Aus früheren Besuchen weiß sie, dass sich am Taufbecken ein Symbol befindet. Silvia entdeckt zwischen den Kirchenbänken eine Leiche und informiert umgehend die Polizei. Da sie sich am Tatort aufhält, ist sie erstmal verdächtig. Kurz darauf macht sie sich auf die Suche nach dem Täter und erhält Unterstützung von dem Journalisten HD. Dabei stoßen sie in ein Wespennest und geraten in Gefahr.
Dies ist der Debütkrimi von Helena Reinhardt und er ist ihr gut gelungen. Eine Leiche findet Silvia und sie ist neugierig und möchte den Fall lösen. Aber sie hat gerade auch Sorgen mit ihrer Freundin Anne, die unter Depressionen leidet. Bei den Recherchen stoßen Silvia und HD auf den Wiccakult voller geheimnisvoller Bräuche und tauchen tief in die Geschichte ein. Silvia ist mir sympathisch und die gemeinsame Suche mit HD gestaltet sich schwieriger als gedacht. Auch der kauzige Kommissar gefällt mir. Die Originalschauplätze rund um Nagold, Wildberg und Calw, die ich von meinen Radausflügen bestens kenne, sind sehr authentisch beschrieben. Das gleiche gilt für die Klosteranlagen in Wildberg und Hirsau. Ausführlich wird auch über die Grünen Männer berichtet. Auch wenn ich es sehr interessant fand, hatte ich dadurch das Gefühl, dass etwas Spannung verloren ging. Diese steigerte sich zum Ende des Buches, was mir sehr gut gefiel.
Fazit: Ein Krimi mit viel Lokalkolorit, mystisch und mit alten Bräuchen versehen und authentischen Charakteren. Man merkt dem Buch eine gute Recherche an. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Emons Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Fast zeitgleich verschwinden in der Jachenau mehrere Menschen und in Innsbruck werden in einem Studentenwohnheim zwei Mädchen vermisst. Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber versuchen im Umfeld der Vermissten eine Spur zu finden. Das ist leichter gesagt als getan und Bernhard Krammer sieht in Österreich einen Zusammenhang zum deutschen Vermisstenfall. Auch erinnert er sich an einen alten Fall, der nie gelöst wurde. Inwischen haben Alexa und Florian eine erste Spur und begeben sich in Gefahr. Werden sie die Vermissten noch lebend auffinden?
Dies ist der zweite Grenzfall von Anna Schneider und er hat mich von Anfang an sehr gut unterhalten. Alexa erfährt ein lang gehegtes Geheimnis und ist erstmal völlig perplex, bevor der nächste Fall sie erreicht. Heftige Schneefälle erschweren die Suche nach den Vermissten. Mir gefallen Alexa und Bernhard gut. Sie sind eigen, aber haben Durchsetzungsvermögen und scheuen keine Gefahr. Die Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen Florian gestaltet sich immer besser. Auch diesmal wird auf deutscher und österreichischer Seite ermittelt. Gleich zu Beginn nimmt die Handlung an Fahrt auf. Unter Zeitdruck und Anspannung wird den Ermittlern klar, dass es sich um einen gut organisierten Täter handelt. Die wortkargen Einwohner tragen nicht gerade zur Lösung bei. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Ein tolles Setting ist der Autorin gelungen. Die Atmosphäre der Berge, der heftige Schneefall und die authentische Beschreibungen sind gut ausgearbeitet. Ein hervorragender Erzählstil und die wechselnden Perpektiven tragen zu einem hohen Lesegenuss bei. Die Spannung wird hoch gehalten und zum Ende gibt es einen hochdramatischen Showdown. Was den Täter zu den Taten veranlasst hat, hat mich sehr überrascht. Davon lese ich zum ersten Mal und man merkt dem Buch an, dass gut recherchiert wurde.
Fazit: Ein spannender Krimi, der mich überzeugt hat und das offene Ende jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung macht. Für mich war es ein kriminell gutes und starkes Lesevergnügen mit einem hervorragenden Erzählstil. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Magda Wild und ihr Team haben es diesmal mit einem Täter zu tun, der einen Mann getötet und eine Nachricht hinterlassen hat. Kurz hintereinander werden auf dieselbe Weise weitere Männer ermordert. Sie sind alle im gleichen Alter und wurden in Tanzkleidung aufgefunden. Es deutet darauf hin, dass jemand Rache an den sogenannten Gigolos nehmen will. Akribisch versuchen Magda und ihr Team den Täter zu finden und als sie ihm endlich näher kommen, überschlagen sich die Ereignisse.
Dies ist der vierte Teil der Mümling Krimireihe aus der Feder von Birgid Windisch. Es scheint diesmal sehr kompliziert zu sein. Gut, dass das Team harmoniert und zusammenarbeitet, ohne zu zicken. Immer mit dabei ist die Fellnase Fränzchen. Durch die Spaziergänge, die für Magda auch gleichzeitig zum Nachdenken des Falles anregen, lernt man die Gegend im Odenwald sehr gut kennen. Dabei trägt auch die bildhafte Sprache dazu. Es wird in mehreren Perspektiven erzählt, so wird man Zeuge der Taten, ohne zu ahnen, wer denn das Geschöpf ist. Hier tat ich mir ein klein wenig schwer mit dieser Form der Erzählung. Aber auch dieser Krimi hat mich wieder begeistert, da er interessante Ermittlungsarbeit und Spannung beinhaltet.
Fazit: Ein spannender Mümlingtalkrimi mit viel Lokalkolorit und einem Ende, das man so nicht erwarten würde. Bis zum Schluss bleibt unklar, wer der Täter ist.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter
Ann und ihr Vater warten auf die Pizzalieferung, als das Haus durch ein Einsatzkommando gestürmt wird. Der Philosophieprofessor und Anthropologe Walter Lesniak wird festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, dass er zehn Kinder ermordet haben soll. Für Ann bricht eine Welt zusammen und sie will seine Unschuld beweisen. Er aber schweigt zu den Vorwürfen. Ist Anns Vater der wirkliche Täter?
Dies ist der dritte Thriller aus der Feder von Romy Hausmann und auch dieser Thriller hat mich von Anfang an in Bann gezogen. Das Buch fängt gleich dramatisch an. Ann macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Dabei kommt sie immer wieder in gefährliche Situationen. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ganz nah ist man bei Ann dabei, als sie sich auf die Suche nach der Wahrheit macht. Unglaubliche Dinge kommen ans Tageslicht. Hier wird die Gedankenwelt und Vorgänge sowie überraschende Wendungen beleuchtet und in Rückblicken erfährt man so einiges aus Anns Kindheit. Es gibt dann noch eine Wir-Sicht. Lange war mir nicht klar, wer genau das ist. Auch die Interviews lassen einen miträtseln. Die verschiedenen Handlungsstränge, Sichtweisen und Zeitebenen haben mir sehr gut gefallen. Sie lockern das Ganze etwas auf. Vieles bleibt bis zum Schluss rätselhaft und das macht das ganze Buch absolut spannend. Auch wenn es ein sehr schweres Thema mit Kindstötung ist, hat die Autorin das sensibel verarbeitet, aber es geht einem schon sehr nah. Die Autorin versteht es, dass man bis zum Schluss ahnungslos bleibt, was dem Täter seine Beweggründe waren und ob der Vater der Schuldige ist. Die Auflösung hat mich doch fast umgehauen und nachdenklich zurückgelassen.
Fazit: Eine spannende und packende Lektüre, voller Emotionen in einem hervorragenden Plot verpackt und einem überraschendem Ende, haben mich dann sprachlos zurückgelassen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter
Hauptkommissar Falk Bachmann und die Polizeipsychologin Juliane Klawitter werden zu einem Tatort gerufen. Es wurde eine Frau in einem Karussell brutal ermordet. Dies bleibt nicht die einzige Tat. Ein Serientäter scheint sein Unwesen zu treiben. Eine biblische Botschaft hat der Täter an allen Tatorten zurückgelassen. Bachmann und die Sonderkommission Starfighter ermitteln in alle Richtungen. Es scheint, dass jemand Rache übt. Bachmann kommt ihm immer näher. Wird es ihnen gelingen die Botschaften zu entschlüsseln und den Täter aufzuhalten?
Wow, was für eine Fortsetzung. Schon „Der Behandler“ hat mich überzeugt. Thomas Herzsprung zeigt uns das Böse. Es fängt gleich grausam an. Man meint, dass es schlimmer nicht werden kann, aber da wird man schnell eines Besseren belehrt. Der Täter hat sich absolut perfide Mordmethoden ausgedacht. Was ihn zu diesen Taten veranlasst hat, erfährt man nach und nach. Er treibt ein furchtbares Spiel mit den Opfern und lässt ihnen zwar eine Chance mit einer Aufgabe, die zu erfüllen jedoch unmöglich scheint. Der Täter ist außerordentlich klug und spielt Katz und Maus mit der Polizei. Viele falsche Fährten wurden hier gelegt und ich hatte bis zum Schluss keine Ahnung wer dahintersteckt. Wenn man meint, das Rätsel gelöst zu haben, kommt die nächste Überraschung. Der Spannungsbogen ist extrem hoch und durch die kurzen Kapitel mit Cliffhanger konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.
Fazit: Ein grandios durchdachter Thriller, mit außergewöhnlichen, packenden und fesselnden Szenen, die einem durch und durch gehen. Es zeigt uns das Böse im Menschen. Der Autor lässt in die Abgründe eines Serientäters sehen. Der Thriller besticht mit einem hohen Spannungsbogen und einem unerwartetem Ende. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Arne Stiller wird zu einem grauenhaften Tatort gerufen. Das Opfer wurde schwer misshandelt und eine kryptische Botschaft findet sich an der Wand. Diese stellt Arne vor ein Rätsel. Eine junge Frau mit einem geklauten Handy findet sich auf dem Kommissariat ein, auf dem ein kriminelles Video ist. Kurz darauf wird wieder ein Toter gefunden und sie finden ein weiteres Symbol. Arne fehlt seine Assistentin Inge. Sie befindet sich in der Wiedereingliederung und sein Kollege Nathan ist ihm nicht wirklich eine Unterstützung. Kann Arne das Rätsel lösen und weitere Taten verhindern?
Dies ist der dritte Fall für Arne Stiller von Elias Haller. Gleich zu Beginn geht es zur Sache und Arne wird mit einer schrecklichen und grausamen Tat konfrontiert. Er ist von Anfang an gefordert und seine Assistentin fehlt ihm. Seine akribische Arbeitsweise und sein herangehen bei den Ermittlungen gefällt mir. Er ist schroff und geht seinen eigenen Weg, aber ich mag Protagonisten mit Ecken und Kanten. Die Symbole lassen sich nur schwer entschlüsseln und endlich hat er eine erste Spur. Durch die Perspektivenwechsel ist man mitten im Geschehen und erfährt nach und nach, was den Täter veranlasst hat. Kurze Kapitel sorgen für ein hohes Tempo und wie ich von Elias Haller gewöhnt bin, hatte ich eine Ahnung, aber wurde geschickt auf mehrere falsche Fährten geführt. Der Spannungsbogen durchzieht die Geschichte wie ein roter Faden. Die grausamen Taten sind nichts für schwache Nerven.
Fazit: Eine spannende, fesselnde und packende Fortsetzung ist mit dem dritten Teil gelungen. Die Bücher können jedoch unabhängig voneinander gelesen werden. Auch hier konnte mich Elias Haller wieder überzeugen und begeistern. Er gehört inzwischen zu meinen Lieblingsautoren und ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher von ihm. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Hier ist die komplette Trilogie von Felicity Whitmore. Ich habe mitbegangt, mitgelitten und die Hoffnung für ein gutes Ende nie verloren. Eine stimmige und spannende Geschichte, die die Autorin sehr gut umgesetzt hat. Ich hoffe auf weiteren Lesestoff von ihr und kann diese Trilogie absolut empfehlen. Danke für die tollen Lesestunden.
Nachdem die kleine Charlotte bei einem Unfall ums Leben kam, ziehen Mark und Rina in einen kleinen Ort, um einen Neuanfang zu starten. Das ist leichter gesagt als getan. Mark entfernt sich immer mehr von ihr und Rina ist verzweifelt. Nach einigen Vorkommnissen misstraut sie ihm. Wer ist Mark wirklich?
Wow, was für ein Psychothriller von Jutta Maria Herrmann. Es beginnt sehr spannend und die ganze Zeit stellt man sich die Frage, was ist wirklich geschehen. Rina versucht die Wahrheit herauszufinden, aber trauen kann sie wirklich niemanden. Durch die kurzen Kapitel und Cliffhanger bleibt es spannend und auch der Plot hat mir sehr gut gefallen. Es wird in der Ich-Form aus Rinas Sicht geschildert und die Dramatik ist gleich beim Einstieg ins Buch hoch. Es nimmt verschiedene Wendungen und endet mit einem Showdown.
Fazit: Ein Psychothriller, der es in sich hat und nichts für schwache Nerven ist. Er besticht mit einem hohen Spannungsbogen und einem nicht geahnten Ende. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐