Buchvorstellung Jana Martin Ich war kein braver Junge
Gabriel wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und die Psychiatrie eingewiesen. Ihm wurde vorgeworfen, seine Eltern zu Tode gefoltert zu haben. Es war ein absolut wasserdichter Fall, der keine Zweifel zuließ. Ein Jahr später gerät auf der Suche nach der Identität einer weiteren Leiche das Offensichtliche jedoch ins Wanken. Wer ist Opfer und wer Täter? Nichts ist, wie es zu sein scheint.
„Oft stelle ich mir die Frage, ob man bereits böse auf die Welt kommt oder ob man wird, was andere aus einem machen. Ich kenne die Antwort darauf nicht, aber im Grunde macht es auch keinen Unterschied. Man ist, was man ist. Die meisten werden brave Jungs. Manche nicht. So wie ich.“
*unbezahlte Werbung,* da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke
Buchvorstellung Jutta Maria Herrmann Was du verschweigst
Am helllichten Tag wird die einjährige Lea aus dem heimischen Garten entführt. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem verschwundenen Mädchen, muss die Suche aber ergebnislos einstellen. Doch Katie, ihre Mutter, fühlt in ihrem tiefsten Inneren, dass ihr Kind noch lebt. Ausgerechnet an dem Tag, an dem die Entführung sich wieder jährt, wird ihre Schwester Maren tot aufgefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Aber Katie ist der festen Überzeugung, dass jemand ihre Schwester getötet hat. Kurzerhand reist sie zu Marens letztem Wohnort nach Berlin. Was sie dort entdeckt, lässt ihrer beider Vergangenheit in einem völlig anderen Licht erscheinen. Katie glaubt, dem Geheimnis um das Verschwinden ihrer kleinen Tochter ein kleines Stück näher gekommen zu sein. Doch sie ahnt nicht, dass alles ganz anders kommen wird und ihr der wahre Albtraum erst noch bevorsteht.
Meine Rezension zu Roland Hebesberger Die Gruppe der Acht
Richard Langberger hat vermehrt Blackouts und deshalb besucht er jede Woche die Selbsthilfegruppe Die Gruppe der Acht. Nachdem sich diese Blackouts häufen, unterzieht er sich einer zusätzlichen Therapie bei der Psychologin Lydia Becker. Diese erkennt, dass ihn ein Vorfall getriggert und dass er eine traumatische Vergangenheit hatte. Richard kann zunehmend nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden. Was ist in der Vergangenheit passiert?
Es beginnt sehr spannend und die Sitzungen der Gruppe der Acht sind interessant. Jeder Charakter hat seine eigene Persönlichkeit und je mehr ich mich in die Geschichte vertiefte, desto verwirrender wurde sie. Ich frage mich, was wahr ist und was nicht. Das hat der Autor geschickt verborgen. Wir begleiten abwechselnd Richard bei den Sitzungen der Gruppe der Acht und der Psychologin. Dann nimmt das Buch eine Wendung und hat mich sprachlos gemacht. Mir war mir lange nicht klar, wer die Teilnehmer der Gruppe waren, aber dann hatte ich ein Aha-Erlebnis. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn dann fehlt euch dieser Effekt.
Fazit: Dieser Psychothriller ist dem Autor gelungen. Es ist Spannung vorhanden und ich ahnte nicht, wie es ausgehen könnte. Manchmal war die Spannung etwas geringer, weil die Sitzungen sich ähnelten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Meine Rezension zu Jutta Maria Herrmann Eine einzige Lüge
Marie unternimmt mit ihrem Ehemann Daniel eine Bergwanderung und ein Schneesturm überrascht beide. Sie wird gerettet, aber von Daniel fehlt jede Spur. Die Hoffnung gibt sie aber nicht auf. Dann trifft sie auf die schwangere Anne und bietet ihr an, in ihrer Einliegerwohnung einzuziehen. Anne nimmt das Angebot dankbar an, aber so ganz wohl fühlt sie sich nicht in Maries Nähe. Sie findet einiges mysteriös und fragt sich, wer ist Marie wirklich?
Wow, dieser Psychothriller hat es in sich. Es beginnt gleich dramatisch in den Bergen, als ein Schneesturm aufkommt und Daniel nicht mehr auftaucht. Dann begegnet Marie der schwangeren Anne und ein erster Verdacht kommt auf, was Marie denn wirklich bezweckt. Marie ist nicht gerade ein Sympathieträger, und im Laufe der Geschichte erkennt man die wahren Hintergründe. Anne ist Studentin, schwanger und permanent in Geldnot. Deshalb kam ihr das Angebot von Marie gerade recht. Durch die Perspektivenwechsel kann man sich in die verschiedenen Sichtweisen hineinversetzen und die kurzen Kapitel halten das Tempo hoch. Sehr spannend verläuft die Geschichte. Es gibt einige unerwartete Wendungen und am Ende kommt es zu einem grandiosen Showdown, der es in sich hat. Ich kann nur sagen: Eine einzige Lüge.
Fazit: Dieser Psychothriller hat mich von Anfang an in Atem gehalten. Ein wirklich gut durchdachter Plot zeichnet dieses Buch aus. Die Spannung ist von Anfang an hoch. So muss ein Psychothriller sein: spannend, packend, mitreißend und überraschend. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Nachdem ein sehr brutaler Mord an einer Frau in einer psychiatrischen Klinik begangen wurde, wird die Polizeipsychologin Caro Löwenstein zu den Ermittlungen unter der Leitung von Simon Berger hinzugezogen. Der Leiter der Anstalt weigert sich zur Mitarbeit und Caro soll für Befragungen in die Klinik ziehen. Sehr zum Missfallen von Berger. Dabei macht sie einige Entdeckungen und die Gefahr lauert auf sie.
Wow, was für ein Psychothriller. Von Anfang an herrscht Hochspannung, ohne dass diese abreißt. Dazu eine Anstalt, die mehr als gruselig erscheint. Caro muss sich behaupten, um beim LKA voranzukommen. Schweren Herzens zieht sie in die Kolonie ein, obwohl es ihr widerstrebt, dort zu übernachten. Dabei hätte ihre Tochter im Moment viel Aufmerksamkeit verdient. Auch Berger hat mit eigenen Dämonen zu kämpfen. Das macht die Charaktere sehr interessant. Der Fall gestaltet sich schwierig und sie kommen kaum einen Schritt weiter. In der Zwischenzeit mordet der Psychopath weiter. Wechselnde Perspektiven und Einblicke in die Vergangenheit gestalten das Ganze absolut spannend. Ich hatte zwar einen Verdacht, das hat meinem Lesegenus aber keineswegs geschmälert, denn sicher war ich mir bis zum Schluss nicht. Fazit: Dies ist ein äußerst gelungener Auftakt einer Reihe. Keine Langeweile kommt auf, sondern ein Ereignis jagt das andere. Sehr klug inszeniert und endet in einem großen Showdown. Es geht ganz schön zur Sache und ist nichts für schwache Nerven. Genau so muss ein Psychothriller sein: Voller Spannung und Dramatik, dabei gleichzeitig packend, mitreißend und überraschend. Von mir gibt es klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ich habe meine Punkte bei Lesejury eingetauscht. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Die Kriminalpsychologin Carlotta Weiss wird zu einem Baugerüst gerufen, denn ein kaum bekleidetes Mädchen steht darauf. Bevor sie in den Tod springt, nennt sie einen Namen eines seit Jahren vermissten Mädchens. Der Ruf eilt Carlotta Weiss voraus und Kriminalkommissar Nils Trojan ist von ihrer Arbeitsweise sehr begeistert und nimmt sie in seinem Team auf. Kurz darauf werden mehrere Menschen ermordet und es gibt einen Zusammenhang zu dem Suizid. Auch Carlotta scheint in das Visier des Mörders geraten zu sein. Die Zeit läuft ihnen davon, denn es ist davon auszugehen, dass weitere schreckliche Taten geschehen.
Wow, was für ein rasanter, temporeicher, spannender und außergewöhnlicher Thriller. Carlotta ist eine Einzelkämpferin, ist aber mit ihren Methoden sehr erfolgreich. Sie kann sich gut in Menschen hineinversetzen, studiert ihre Mimik und erfährt dadurch mehr als jeder andere. Sie hat aber auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und dadurch bleibt sie undurchsichtig. Carlotta gefiel mir ausgesprochen gut. Nils hält große Stücke auf sie und unter Zeitdruck jagen sie nach Hinweisen. Nils Privatleben gestaltet sich schwierig. Was hinter dem Ganzen steckt, wird in einem brillantem Showdown präsentiert.
Fazit: Dieser Psychothriller ist absolut mega, schon allein wegen der Kriminalpsychologin Carlotta. Ich habe das Buch ratzfatz gelesen. Es sind bewegende und emotionale Situationen, die mich nicht kaltgelassen haben. Der Thriller ist raffiniert und klug inszeniert, zudem fesselnd und packend. Hochspannung bis zum Schluss Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Ich bin ein ausgesprochener Gruber Fan, nicht erst, als ich ihn bei einer Lesung kennengelernt habe. Rachefrühling ist der letzte Teil dieser Reihe und hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Als der erfolgreiche Rechtsanwalt Philipp Wendelstein eines Abends beim Joggen im Wald eine Entdeckung macht, gerät sein bisher so geordnetes Vorzeige-Leben aus den Fugen. Auf einer abgelegenen Lichtung stößt er auf einen verborgenen Schachplatz. Die verwitterten Kunststofffiguren sind auf den moosbewachsenen Steinplatten zu einer unfertigen Partie angeordnet. Aus einem Impuls heraus bewegt Philipp eine der weißen Figuren und lässt sich damit auf ein gefährliches Spiel ein, denn die Schachzüge haben grausige Auswirkungen auf die Realität: In der Kleinstadt treibt ein perfider Serienmörder sein Unwesen. Und wenn Philipp seine Liebsten schützen und selbst überleben will, dann muss er das Spiel gewinnen …
Evelyn Jancke ist forensische Psychiaterin und wird von der Polizei um Unterstützung gebeten, denn ein äußerst brutaler Mörder treibt sein Unwesen auf Campingplätzen. Endlich gibt es einen Zeugen und ein Phantombild wird gefertigt. Als Evelyn dieses Bild sieht, ist sie entsetzt und meint in ihm ihren Bruder, der seit zwei Jahren vermisst ist, zu sehen. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um den Mann auf dem Phantombild zu finden. Ist ihr Bruder etwa zum Mörder mutiert?
Schon der Prolog beginnt unheimlich spannend. Evelyn plagen schreckliche Alpträume, seit ihr Bruder und Schwägerin vor zwei Jahren verschwunden sind. Sie schöpft Hoffnung, als ein Phantombild auftaucht. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Kommissar Tillmann macht sie sich auf die Suche. Es wird sowohl aus Sicht von Evelyn erzählt, als auch vom Täter. Evelyn weiß irgendwann nicht mehr, wem sie trauen kann. Sie ist mir sehr sympathisch und ihr Schmerz durch den Verlust ihres Bruders spürbar. Bei Tillmann war ich mir nicht sicher, welches Spiel er spielt, auch Jasper Kriebich blieb undurchsichtig. Dies hat der Autor sehr gut eingefädelt. Er hat falsche Fährten gelegt, sodass ich mich lange auf dem Holzweg befand. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und alles wurde aufgeklärt.
Fazit: Von Anfang an herrscht ein großer Spannungsbogen und wird immer weiter ausgebaut. Das Ganze blieb bis zum Schluss undurchsichtig. Der packende Schreibstil ließ mich nur so durch die Zeilen gleiten. Spannung, düstere Atmosphäre, etwas Grusel und Thrill haben mich die ganze Zeit in Atem gehalten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an S. Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.