Buchvorstellung Frank Esser Das Todesflüstern der Raben
Als der Rentner Frederik Hansen tot unter einer Hebebühne aufgefunden wird, ahnt Kriminalhauptkommissarin Jana Brinkhorst nicht, dass sie es mit dem gefährlichen Serienmörder zu tun bekommt, dessen Markenzeichen ein Origami-Rabe ist, den er an seinen Tatorten hinterlässt. Gemeinsam mit Hauptkommissar Karl Hansen, dem Neffen des Ermordeten, macht sie sich auf die Jagd nach dem sogenannten „Origami-Mörder“ und dringt dabei immer tiefer in ein Netzwerk aus Rache und dunklen Geheimnissen ein. Die Jagd nach der Wahrheit wird zu einem packenden Rennen gegen die Zeit, bei dem schon bald klar wird, dass die Verbindung zwischen den Opfern tiefgreifender ist, als es zunächst den Anschein hat.
Paul Everding wird Zeuge eines Motorradunfalls. Bevor der Fahrer stirbt, schiebt er Paul einen USB-Stick in die Tasche. Schnell wird Paul klar, dass sich darauf sehr brisanter Inhalt befindet. Er mietet sich auf einem Campingplatz im Harz ein und trifft dort auf Stefan Blume. Dessen Freundin Katja hat ihn vor die Tür gesetzt hat. Der windige Bauunternehmer Heinze setzt alles daran, den Stick zu erhalten und bringt eine Lawine ungeahnten Ausmaßes ins Rollen und dies auch noch bei heftigem Sturm im Harz.
Dies ist bereits der vierte Teil der Harz-Reihe von Roland Lange. Gewohnt spannend führt der Autor durch die Zeilen. Stefan Blume hat nicht nur mit seinem Privatleben zu kämpfen, er wird ungewollt in die Sache von Paul hineingezogen. Dann wird auch noch Katja vermisst. Außerdem droht Blumes Vergangenheit ihn einzuholen. Der skrupellose Bauunternehmer Heinze kämpft mit harten Bandagen, um den USB-Stick zu erhalten. Da wird auch vor Mord nicht zurückgeschreckt. Spannung wird hier großgeschrieben. Es gibt Verfolgungsjagden und ein Sturm tobt im Harz. Die Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen.
Fazit: Actionreich geht es quer durch den Harz. Spannung gibt es von Anfang an und zieht sich durch das ganze Buch. Der flüssige und klare Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Immobilienspekulanten gehen skrupellos vor. Macht und Gier stehen hier im Vordergrund. Dabei wird auch vor Morde nicht zurückgeschreckt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an CW Nieymeyer Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Charlotte Blum Fräulein vom Amt Spiel auf Leben und Tod
Friederike ist die Arbeitskollegin von Alma Täuber und bittet sie Nachforschungen zu betreiben, da ihre Cousine in einer Wäschetrommel tot aufgefunden wurde. Die Polizei geht von Selbstmord aus, während Friederike von Mord spricht. Niemals hätte ihre Cousine dies verübt. Alma fängt Feuer und mit kriminalistischem Spürsinn verfolgt sie eine Spur. Dabei findet sie etwas heraus und kommt in Gefahr.
Dies ist bereits der dritte Teil und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Ganze spielt in den 20 Jahren in Baden-Baden und es findet ein internationales Schachturnier statt. Alle sind vom Fieber gepackt. Es wird nur durch ein tragisches Unglück getrübt. Alma wittert ein Verbrechen und zur Seite steht ihr ihr Freund Kriminalkommissar Ludwig Schiller, ihr Cousin Walter und natürlich ihre beste Freundin Emmi, genannt Wölkchen. Nicht nur mit Mord, sondern auch mit organisierter Kriminalität haben sie es zu tun. Auch andere Themen, wie die Entwicklung des Selbstwählapparates, das Arbeitsverbot für verheiratete Frauen und Emmis Weg in die Selbstständigkeit werden hier angesprochen. Die vielschichtigen Charaktere sind sehr ausgefeilt, authentisch und voller Leben. Alma und Emmi sind mir richtig ans Herz gewachsen.
Fazit: Wieder eine gelungene Fortsetzung mit Einblicke in den Beruf Fräulein vom Amt. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde sehr gut eingefangen. Dazu die Ermittlungen und Spuren. Dabei geht es recht spannend zu und endet in einem guten Showdown. Erst zum Schluss wird alles aufgeklärt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an S. Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Im November 1981 wird in der Stippbach, einem Tälchen nahe des mittelhessischen Ortes Sinn, die grausam zugerichtete Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Trotz einer Fülle von Spuren auf Täter und Opfer blieben beide nach langwierigen Ermittlungen der Kripo Dillenburg namenlos. Der rekonstruierte Kopfe des Toten wird Jahre später in der ZDF-Fernsehfahndung Aktenzeichen XY…ungelöst gezeigt. Auch die daraus resultierenden Hinweise führten bis heute nicht zur Aufklärung des schrecklichen Verbrechens. Der Cold Case bleibt ungelöst. Der Autor hat die Ermittlungen als junger Kriminalbeamter begleitet und schildert hier die kleinteilige Arbeit der Polizei und die Enttäuschung der Ermittler, wenn sich eine, zunächst vielversprechende Spur wiederum um Nichts auflöst. Dem realen Verbrechen stellt er die frei erfundenen Lebensgeschichten von zwei Menschen gegenüber, die zwangsläufig zu Täter und Opfer werden.
Meine Rezension zu Friedrich Kalpenstein Prost, auf die Pfennigfuchser
Die Sonntagsruhe von Kommissar Constantin Tischler und seiner Freundin wird durch seine Nachbarin gestört. Ihre sonst überpünktliche Freundin erschien nicht. Notgedrungen macht sich Tischler mit seiner Nachbarin zum Haus der Filialleiterin einer Privatbank auf und findet sie tot vor. Schnell ist klar, dass es sich um Mord handelt und Tischler, Fink und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Warum musste die Filialleiterin sterben?
Nicht nur der Fall beschäftigt Tischler, auch eine neue Wohnung muss gefunden werden. Beides gestaltet sich schwierig. Zudem hält Tischler die Augen auf beim Automechaniker Steiner. Aber auch Förstl sorgt sich um das weitere Wohlergehen seiner Resi. Humorvoll, aber dennoch effektiv geht es im Kommissariat Brunngies zu. Fink wird immer schlagfertiger. Der Ernst der Lage wird jedoch durchaus erkannt und auch hier bewährt sich die T-U-F-Methode.
Fazit: Auch der achte Fall für Tischler und Team hat für mich nichts an Faszination verloren. Ich hatte großen Spaß und Freude beim Lesen. Humorvoll geht es zu und die tollen Charaktere haben dazu geführt, dass ich sehr gut unterhalten wurde. Am Ende nimmt es eine unvorhersehbare Wendung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Buchvorstellung Kirsten Weinhold Mord am Yacht Club
Ein Toter im Hafenbecken eines Yacht Clubs am Möhnesee verändert schlagartig das Leben der Kommissar-Anwärterin Fenja Grothe. Nicht nur die immer komplexer werdenden Ermittlungen bereiten ihr Kopfzerbrechen. Auch die Arroganz und Unfähigkeit des Ermittlungsleiters, Hauptkommissar Ludger Fromme, verunsichert sie. Als zwei weitere Morde geschehen, beschließt Fenja, auf eigene Faust zu recherchieren. Nach und nach erkennt sie den heimtückischen Plan, der hinter den Morden steht. Sie ahnt nicht, dass der Mörder sie längst ins Visier genommen hat und sie in tödlicher Gefahr schwebt.
Meine Rezension zu Margherita Giovanni Adria Mortale Tödliches Tonikum
Die Pensionswirtin Federica Pellegrini wird frühmorgens geweckt, denn es gibt eine männliche Leiche vor der Kirche. Sie informiert Commissario Garibaldi und beide nehmen die Ermittlungen auf. Schließlich hat Federica Erfahrung in der Aufklärung von Verbrechen, was dem Commissario nicht so recht ist. Die Zeugenvernehmung gestaltet sich schwierig, weiß man doch nicht, ob die Bewohner des kleinen Dorfes die Wahrheit sagen oder lügen. Warum musste der junge Aniello sterben?
Dies ist bereits der dritte Teil von Adria Mortale. Die Bücher können aber unabhängig voneinander gelesen werden. Federica ist nicht nur Pensionswirtin, sondern sobald sie ein Verbrechen wittert, mischt sie sich in die Ermittlungen ein. Sehr zum Leidwesen von Commissario Lorenzo Garibaldi. Mit ihm verbindet sie aber mehr, als alle Dorfbewohner ahnen. Zur Seite steht Garibaldi der sympathische Ispettore Spadofero. Die Charaktere sind gut dargestellt und die Dorfbewohner eigen. Mal geben sie viel preis, mal mauern sie, aber keiner weiß recht, ob sie die Wahrheit sagen. Die Geschichte spielt in den 50 Jahren und das Flair der damaligen Zeit, sowie das Mediterrane kommt gut zur Geltung. Am Ende wird man mit einem Täter und Motiv überrascht, das ich nicht vermutet hätte.
Fazit: Das Buch hat viele Mitwirkende und ich musste manchmal aufpassen, dass ich den Faden nicht verliere. Auch sind einige Längen enthalten. Sehr gut gefallen hat mir, dass es in den 50 Jahren spielt, dies wurde bildlich dargestellt.
Von mir gibt es 3,5 Sterne.
Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.