Buchvorstellung Noa C. Walker Die Weite des Horizonts
Sommer 1942: Gegen ihren Wunsch wird Cara Biber als Wehrmachtshelferin aus dem Schwarzwald in die besetzte Normandie entsandt. Die herrliche Alabasterküste kennt die junge Deutsche von früheren Familienurlauben. Damals war sie in den jungen Nic Poulin verliebt – der inzwischen als Radar-Ingenieur für die Engländer im Einsatz ist. Ziel seiner nächsten gefährlichen Mission ist ausgerechnet der Ort, an dem Cara stationiert ist.
Auch über ihrer Familie im Schwarzwald braut sich Unheil zusammen: Ihr Bruder Alexander wird wegen kritischer Äußerungen von den Nazis inhaftiert, also muss ihre Schwägerin mit den Kindern allein zurechtkommen. Und dann überschlagen sich die Ereignisse … Noch kann niemand sagen, ob sich die Bibers je wiedersehen. Werden Liebe und Hoffnung den Krieg überdauern?
*unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar“ für das ich mich bedanke.
Fridtjof Nansen hat einen großen Traum. Er möchte den Nordpol erreichen. Zuvor hatte er schon Grönland mit Skiern als Erster durchquert. Die Reise zum Nordpol erfordert lange Planung. Dazwischen lernt er die Sängerin Eva Sars kennen und lieben. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss er sich über längere Zeit von Eva trennen. Als es endlich so weit ist und er ein Schiff sowie eine Mannschaft hat, die ihn begleiten, stellt sich die Frage, wird es ihre Liebe überdauern oder scheitert diese Mission sogar?
In erster Linie geht es hier um die Liebesgeschichte von Fridtjof Nansen und Eva Sars, aber wir begleiten auch Fridtjof auf seinen abenteuerlichen Reisen, die von vielen Gefahren, Kälte, Hunger, Einsamkeit und Entbehrungen bestimmt sind. Schon der Prolog beginnt unheimlich spannend. Die Vorbereitung bis zur Expedition war sehr anschaulich. Fridtjof Nansen hatte eine Vision. Er wollte sich mit seinem Schiff einfrieren und zum Nordpol driften lassen. Ob ihm das gelingt, müsst ihr selbst lesen. Die Reise ist sehr abenteuerlich, denn viele Kilometer unerforschtes Gebiet warten auf die Seefahrer. Aber die Liebe zu Eva hielt ihn in manchen gefährlichen Situationen aufrecht. Eva hingegen hat unter der Einsamkeit gelitten und anfangs war ihre Zerrissenheit, zwischen Liebe und ihrer Musik, nachvollziehbar. Dazu die Ungewissheit, ob Fridtjof jemals wieder zurückkommt.
Fazit: Eine eindrucksvolle Liebesgeschichte, dazu die beeindruckende Polarreise haben mich großartig unterhalten. Es ist eine interessante und spannende Biografie, die mich auf die große Reise in das Polarmeer mitnahm. Es war sehr schön, so viel Interessantes von beiden zu lesen. Dem Buch merkt man eine großartige Recherche an. Auf jeden Fall hat es mir Lust auf das Buch von Fridtjof Nansen In Nacht und Eis gemacht. Von mir gibt es klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter
Meine Rezension zu Eva Völler Helle Tage, dunkle Schuld
Ein Massengrab wird drei Jahre nach Kriegsende entdeckt und der Essener Kriminalbeamte Carl Bruns möchte die damaligen Täter ausfindig machen. Dabei trifft er seine Jugendliebe Anne, die mit ihren Schwestern und Neffen wieder nach Essen zurückgekehrt ist. Es geschehen Morde und dabei hat der Täter nicht nur Anne im Visier, sondern bald darauf auch Carl.
Dies ist ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe. Schon der Prolog hat mich in Atem gehalten und ich war den Tränen nahe. Es ist kurz nach dem Krieg. Ein Massengrab wird gefunden und ausgehoben. Kaum Lebensmittel vorhanden, der Schwarzmarkt hart umkämpft und die Hamsterfahrten gingen nicht immer glimpflich aus. Es wurde zwar entnazifiziert, aber diese drängen wieder auf ihre alten Posten zurück. Auf der einen Seite gibt es die spannende Ermittlungsarbeit, die immer neue Erkenntnisse bringt und auch die Bedrohung durch den Mörder. Auf der anderen Seite der Hunger und die Wohnungsnot. Die Charaktere waren alle durchgehend glaubhaft, und authentisch und die meisten sympathisch. Dabei gefiel mir die Vielseitigkeit. Die Spannung fand ich durchgehend hoch. Ein brutaler Mörder bleibt lange unerkannt. Die geschickten Wendungen haben mir äußerst gut gefallen. Das Buch geht unter anderem der Frage der Schuld nach, ob ungesühnt, oder ob jemand aus Gleichgültigkeit gehandelt hat. Dabei werden Täter und Opfer gleichermaßen beleuchtet, was mich sehr erschüttert hat. Dies hat die Autorin sehr überzeugend dargestellt.
Fazit: Ein historischer Kriminalroman, der sich auch mit Schuld befasst, Wendungen nimmt, die nicht vorhersehbar sind und am Ende mit einem spannenden Finale aufwartet. Es ist eine packende Zeitgeschichte und ich würde mich freuen, wenn es eine baldige Fortsetzung geben würde. Von mir gibt es klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
June erbt das Haus und ein Restaurant ihrer Großmutter Luise. Um das Erbe antreten zu können, muss sie zwei Miterben, nämlich Luises Freundinnen Anni und Maria oder deren Nachkommen ausfindig machen. June stellt sofort Nachforschungen an, aber diese gestalten sich schwieriger als gedacht hat, denn nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es keine Spur von Ihnen.
Dies ist der erste Teil der Trilogie und handelt von Luise, die 1936 in die USA immigriert ist. Sie folgt Richard, der schon früher ausgewandert ist. Leider gestaltet sich das Zusammenleben mit Richard schwierig. Mit anderen immigrierten Frauen eröffnet sie einen Windows-Shop, der sehr erfolgreich läuft. Sie ist aber nach wie vor auf der Suche nach Anni und Maria. Diese haben ihr Geld geliehen, damit sie in den USA ein Restaurant eröffnen kann, das sie auch später umsetzt. In wechselnden Perspektiven wird von June berichtet, die in die Vergangenheit hinabtaucht, um nach dem Verbleib der Freundinnen von Luise nachzuforschen. Dabei erfährt sie, dass Luise Schuld auf sich geladen hat. Hilfe bekommt sie von Henrik und Walter und beide bedeuten ihr etwas. Dazu gibt einige Parallelen in der Geschichte von Luise.
Fazit: Mich hat schwer beeindruckt, was die Frauen damals geleistet haben. Ganz alleine, in einer fremden Welt. Es ist eine bewegende Geschichte mit Emotionen. Die Schicksalsschläge, der Krieg und die Verfolgungen gingen mir unter die Haut. Der erste Teil der Trilogie hat mir sehr gut gefallen, aber ich bin etwas enttäuscht, dass nicht aufgelöst wurde, welche Schuld Luise trägt. Auch wenn es eine Trilogie ist, finde ich, dass ein Buch doch in sich abgeschlossen sein sollte. Ich bin dennoch gespannt, wie es weitergeht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Maria Nikolai Töchter eines neuen Morgens
Katharina hat sich der Medizin verschrieben, auch wenn sie viele Hürden damit in Kauf nimmt. Für eine Frau ist es nicht einfach, in einer Männerdomäne, die zu dieser Zeit herrscht, zu bestehen. Sie lernt in München den Arzt Thomas von Bogen kennen und fühlt sich zu ihm hingezogen. Was ihr besonders gut gefällt ist, dass er auch arme Personen unentgeltlich behandelt. Dann wird Katharina einer Tat beschuldigt und alles droht einzustürzen.
Dies ist das Finale der Bodensee-Saga und hat mich unglaublich gut unterhalten. Sie entführt mich nicht nur an meinen geliebten Bodensee, sondern erzählt eine wunderschöne Geschichte, die Höhen und Tiefen beinhaltet. Das Buch fängt großartig mit der kleinen Katharina an. Es hat mein Herz berührt. Katharina war schon als kleines Kind bewusst, dass sie Ärztin werden möchte. Sie trotzt allen Widrigkeiten und findet ihr Glück, das schon bald beschattet wird. Wie schon in den vorigen Büchern legt die Autorin viel Wert auf ausgearbeitete Charaktere. Sie sind authentisch und voller Leben. Man fühlt und leidet mit ihnen.
Fazit: Auch der dritte Teil hat mich sehr gut unterhalten. Die fesselnde Spannung, der ausdrucksstarke Schreibstil sorgen für einen tollen Lesegenuss. Es werden hier viele Themen angesprochen. Ein grandioses Finale mit großen Emotionen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Bloggerportal und Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Charlotte Blum Fräulein vom Amt Spiel auf Leben und Tod
Friederike ist die Arbeitskollegin von Alma Täuber und bittet sie Nachforschungen zu betreiben, da ihre Cousine in einer Wäschetrommel tot aufgefunden wurde. Die Polizei geht von Selbstmord aus, während Friederike von Mord spricht. Niemals hätte ihre Cousine dies verübt. Alma fängt Feuer und mit kriminalistischem Spürsinn verfolgt sie eine Spur. Dabei findet sie etwas heraus und kommt in Gefahr.
Dies ist bereits der dritte Teil und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Ganze spielt in den 20 Jahren in Baden-Baden und es findet ein internationales Schachturnier statt. Alle sind vom Fieber gepackt. Es wird nur durch ein tragisches Unglück getrübt. Alma wittert ein Verbrechen und zur Seite steht ihr ihr Freund Kriminalkommissar Ludwig Schiller, ihr Cousin Walter und natürlich ihre beste Freundin Emmi, genannt Wölkchen. Nicht nur mit Mord, sondern auch mit organisierter Kriminalität haben sie es zu tun. Auch andere Themen, wie die Entwicklung des Selbstwählapparates, das Arbeitsverbot für verheiratete Frauen und Emmis Weg in die Selbstständigkeit werden hier angesprochen. Die vielschichtigen Charaktere sind sehr ausgefeilt, authentisch und voller Leben. Alma und Emmi sind mir richtig ans Herz gewachsen.
Fazit: Wieder eine gelungene Fortsetzung mit Einblicke in den Beruf Fräulein vom Amt. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde sehr gut eingefangen. Dazu die Ermittlungen und Spuren. Dabei geht es recht spannend zu und endet in einem guten Showdown. Erst zum Schluss wird alles aufgeklärt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an S. Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Meine Rezension zu Marie Sand Wie ein Stern in mondloser Nacht
Henni und ihre Mutter halten sich mit Putzdiensten bei reichen Familien über Wasser. Dabei lernt Henni die Höhen und Tiefen des Lebens kennen. Nach einer großen Enttäuschung wird sie Hebamme und geht in ihrem Beruf voll auf. Viele leben in Armut und können oft nicht noch ein kleines Kind großziehen. Sie lernt eine Frau kennen, die ihr Baby nach der Geburt aussetzen möchte. Henni bietet ihre Hilfe an und eine Geschichte mit schwerem Ausmaß kommt ins Rollen.
Was für eine Geschichte. Von der ersten Zeile war ich gerührt, aufgewühlt und voller Anspannung. Eine Hebamme möchte den werdenden Müttern helfen. Sehr einfühlsam wird der Werdegang der Hebamme Henni Bartholay erzählt. Die Menschen sind nach dem Krieg noch mitten im Wiederaufbau. Der Unterschied zwischen Reich und Arm ist riesengroß. Es herrscht Hunger, Armut und Not, da kann nicht noch ein hungriges Mündlein gefüttert werden. Eine Babyklappe gibt es nicht. Da gibt es diese stille Heldin, die unter Einsatz ihres Lebens so manches Kind gerettet hat. Ein zweiter Erzählstrang handelt von Liv, die ein Findelkind und auf der Suche nach ihren Wurzeln ist.
Fazit: Dieser Roman hat mich sehr berührt. Henni erleidet viel und ist dennoch aufopfernd um die Fürsorge der Kleinen besorgt. Mir ging das Buch sehr zu Herzen. Die erste deutsche Babyklappe gab es in 2000. Sie sind sehr umstritten, da es keine rechtliche Grundlage gibt. Dramatisch, gefühlvoll und sehr bewegend ist dieses Buch. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Buchvorstellung Charlotte Blum Fräulein vom Amt Spiel auf Leben und Tod
Alma Täuber ermittelt zwischen Schachspiel-Begeisterung und mysteriösen Vorkommnissen – der dritte Fall für das Fräulein vom Amt
Baden-Baden 1925. Die Kurstadt wird von begeisterten Schach-Anhängern überrannt und brummt wie zur Sommerfrische. Alle wollen das Internationale Schachturnier im prachtvollen Turniersaal des Kurhauses verfolgen. Auch das Fräulein vom Amt Alma Täuber und ihre Freundin Emmi hat das Schachfieber gepackt. Bis ein tragisches Unglück Almas gesamte Aufmerksamkeit fordert.
Gertrude, die Cousine einer Kollegin, wurde tot in einer Wäschetrommel der Waschdampfanstalt gefunden. Die Polizei geht von Unfall oder Selbsttötung aus. Doch Alma erscheint beides eher unwahrscheinlich.
Entgegen der Warnung ihres Freundes – Kriminalkommissar Ludwig Schiller – beginnt sie, Gertrudes Umfeld zu befragen. Und sieht im verruchten Tanzlokal Libelle etwas, das nicht für ihre Augen bestimmt ist. Wusste auch Gertrude davon? Und hat sie das das Leben gekostet?
Das Buch erscheint am 30.08.2023 und kann bereits vorbestellt werden. Link zum Buch https://amzn.to/3YJkAYu
Meine Rezension zu Brigitte Riebe Eifelfrauen Das Haus der Füchsin
Johanna wächst behütet mit ihren Brüdern bei der Fabrikantenfamilie Fuchs auf. Ihre Tante Lisbeth vererbt ihr einen Bauernhof und sie soll ein halbes Jahr den Bauernhof leiten und dann entscheiden, ob sie ihr Erbe antritt. Johanna ist überwältigt von dem kleinen Dörfchen Altenburg in der Eifel. Gegen den Willen ihrer Eltern nimmt sie das Erbe an. Sie verliebt sich, aber die politischen Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Wird sie dennoch ihr Glück finden?
Dieser Roman ist mit viel Gefühl geschrieben. Die Entwicklung von Johanna hat mir sehr gut gefallen. Alleinstehend kann sie sich durchsetzen und meistert ihr schweres und anstrengendes Leben. Sie entdeckt ihre künstlerische Ader. Auch die Liebe zu den Tieren und ihren Mitmenschen wurden gut beschrieben. Sie scheut keine Mühen und es gibt kein Jammern, bei der schweren Arbeit auf dem Bauernhof. Nicht nur Johanna ist ein starker Charakter, auch die anderen sind authentisch und real. Die politischen Wirren wurden sehr gut eingefangen.
Fazit: Schon von der ersten Zeile an begeisterte mich das Buch. Der Roman spielt in den Jahren von 1920 bis 1939. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser auf eine Reise zu nehmen, dabei aber auch die politischen Kriegswirren und Ereignisse nicht außer Acht zu lassen. Der Roman ist mit großartigen Charakteren besetzt. Sie sind so lebendig, dass ich meinte, ich befinde mich mittendrin. Ein spannender, realer, fesselnder und bewegender Roman, der mit Familiengeheimnissen und historischen Begebenheiten versehen ist, hat mich sehr begeistert. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.