Buchvorstellung Eulenspiegel Verlag Augen auf beim Hamsterkauf
Tierisches Lesevergnügen versprechen diese Geschichten über unsere Lieblinge, frei nach dem Motto: Ein Leben ohne Haustier ist möglich, aber sinnlos. Es treten auf: ein sonderpädagogisch begabter Hund namens Einstein, ein suizidaler Hamster, Esther the wonderpig, singende, rauchende oder im WorldWideWeb surfende Katzen, ein busfahrender afghanischer Windhund, ein talentierter, aber leistungsverweigernder Wellensittich und weitere Vertreter der äußerst artenreichen Gattung Haustier. Amüsant und hintersinnig erzählen die Geschichten vom vergnüglichen, doch keineswegs konfliktfreien Zusammenleben mit tierischen Gefährten. Ein spaßiges Lesebuch und das ideale Geschenk für Tierfreunde, Haustierhalter und alle, die noch einen Tipp brauchen, welches Haustier es denn sein soll!
Mit Beiträgen von Horst Evers, Sebastian Lehmann, Hans Mauer, Isabelle Reiff, Nik Salsflausen, Jan Weiler und weiteren.
Buchvorstellung Markus Kleinknecht Bist du nicht willig
Charlotte Sander hat ihren ersten Tag als Fotografin bei der ältesten Zeitung Hamburgs und tritt dem erfahrenen Reporter Jan Fischer direkt auf den Schlips. Das ungleiche Paar kommt sich bei den Recherchen zu einer vermissten Sängerin näher – und fragt sich bald, ob Anna Horn wirklich bei einem Segeltörn von Bord gefallen und ertrunken ist. Gemeinsam gelingt es ihnen, einem Frauenfänger auf die Spur zu kommen, der einen perfiden Plan verfolgt. Doch den Frischverliebten bleibt nicht viel Zeit. Jan muss schnell sein, wenn er Charlotte nicht gleich wieder verlieren will.
Die Kriminalpsychologin Cora Brecht wird nachts durch laute Geräusche aus der nahegelegenen und verlassenen Lungenkrankenheilanstalt geweckt. Dieser Lost Place ist besonders bei jungen Leuten beliebt. Da sich das Geschrei höchst bedrohlich anhört, macht sich Cora auf den Weg. In mehreren Statuen stecken mumifizierte Leichen. Es stellt sich heraus, dass sie schon vor vielen Jahrzehnten getötet wurden. Sie unterbricht ihr Sabbatical und unterstützt das LKA in diesem Cold Case. Gleichzeitig hat ihr Freund Tim, der Kriminalhauptkommissar in Calw ist, mit einem mysteriösen Fall zu tun. Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen diesen Fällen?
Von Anfang an ist es spannend und gruselig, als Jugendliche, die auf Geistersuche sind, mumifizierte Leichen finden. Es scheint keine leichte Aufgabe für die Cold Case Einheit zu werden, denn es gibt zunächst keine Ansatzpunkte, wo sie die Suche beginnen sollen. Es ist ein komplizierter Fall. Cora lässt sich nicht entmutigen, um die Hintergründe der Taten zu erfahren. Dabei stößt sie auf unglaubliche Vorkommnisse in der ehemaligen Lungenheilanstalt. Cora gefällt mir sehr, nicht nur privat, sondern auch in ihrer Handlungsweise. Wie es privat mit ihrer Beziehung steht, müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Fazit: Dieser Kriminalroman spielt im verschneiten Nordschwarzwald und ist von Anfang an spannend und fesselnd. Er ist geschickt inszeniert und kommt ohne Blutvergießen aus. Erst am Ende wird alles vollständig aufgeklärt. Mir hat auch der zweite Teil sehr gut gefallen und ich gebe eine Lesempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Hotelbesitzer Pierre hat die Influencerin Viktoria Kaplan und ihre Freunde eingeladen, um über sein neues Retreat-Resort zu berichten. Es liegt sehr abgeschiedenen im Ammergebirge. Viktoria hat bald eine Million Follower und nutzt diese Gelegenheit, um mit ihren besten Freunden dort zu feiern und zu berichten. Doch der Schein trügt. Bald kommt es zu Spannungen und jeder der Anwesenden hat ein Geheimnis. Als ein Mord geschieht, macht sich jeder verdächtig.
Hier wird die Geschichte in wechselnden Perspektiven und den entsprechenden Ich-Perspektiven, sowie verschiedenen Zeitebenen erzählt. Die Hauptfigur ist die Influencerin Viktoria, die mit ihren fünf Freunden im abgeschiedenen Retreat eine Auszeit genießen will. Nach und nach lernen wir alle näher kennen. Als ein Mord geschieht, misstrauen sie sich untereinander. Ich mochte eigentlich keine der Protagonisten. Hier ist mehr Schein als Sein und alle sind sehr oberflächlich. Sie sprechen dem Alkohol zu, sind leichtsinnig und es gibt einige ausführliche Szenen, auf die ich gerne verzichtet hätte. Hinzu kommt die etwas derbe Sprache bei diesen Vorgängen. Das hat mein Lesevergnügen etwas gemindert. Aber es gibt einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, die wiederum entschädigt haben.
Fazit: Die Autorin hat mit ihrem Debüt ein spannendes Lesevergnügen hingelegt. Es ist lange undurchsichtig. Am Ende kommt es zu einen Showdown und ich war sehr überrascht, wer zu einem Mord fähig war. Dazu die unheimliche Atmosphäre, der Sturm und die Abgeschiedenheit haben mir gut gefallen. Von mir gibt es eine Lesempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Lucinde Hutzenlaub In Liebe, Paula
Paula wächst mit ihren drei Brüdern in Gablenberg bei Stuttgart auf. Ihre Mutter besitzt einen kleinen Milchladen, doch Paula lässt ihre Sehnsucht in die Ferne nicht los. Sie schreibt ihrem Nachbarn, der in die USA ausgewandert ist und von da ab ist es ein Leichtes für sie in dieses ferne Land zu reisen. Sie lernt Norman kennen und findet Arbeit als Kindermädchen für eine wohlhabende Familie. Nicht nur die Kinder wachsen ihr ans Herz, sondern auch Norman. Doch das Schicksal schlägt grausam zu. Linda findet auf dem Dachboden ihrer Mutter Esther einen Koffer mit Briefen und anderen Dingen und ist voller Fragen. Esther hat eine Vergangenheit, von der ihre Tochter keine Ahnung hat, und sie weiß, dass sie sich endlich damit auseinandersetzen muss.
Was für eine schöne, emotionale und traurige Geschichte. Es geht vor allem um Paula, die 1932 in Amerika ihr Glück sucht. Als Kindermädchen findet sie Erfüllung und liebt die Kinder wie ihre eigenen. Und mit Norman findet sie ihr Glück. Doch dies währt nicht lange. Über drei Generationen wird hier erzählt, in denen Paula den meisten Raum einnimmt. Linda findet einen Koffer voller Briefe und hat viele Fragen. Esther erzählt zunächst zögerlich. Ich war sehr berührt von dem Drama, das sich hier abspielte. Dabei spielen Macht, guter Ruf und Prestige eine große Rolle. Das Wohl anderer wird mit Füßen getreten. Ich fand es hervorragend, wie die Autorin die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft hat. Die Briefe sind sehr aussagekräftig und haben mich beeindruckt.
Fazit: Dieser Roman hat einen Bezug zu einer wahren Geschichte und macht das Ganze viel eindrucksvoller. Leid, Schmerz sowie Macht stehen hier im Vordergrund, aber auch Liebe und Leid. Es zeigt sich, dass Aussprachen sehr wichtig sind. Viele verpasste Chancen sprechen für sich. Der angenehme Schreibstil hat mich nur so durch die Zeilen gleiten lassen. Ich hätte mir hier durchaus eine Trilogie vorstellen können. Von mir gibt es eine absolute Lesempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Marie Pierre Töchter des Aufbruchs Das Pensionat an der Mosel
Reichsland Elsaß-Lothringen 1910: Im mittelalterlichen Moselstädtchen Diedenhofen führt die junge Lehrerin Pauline Martin inmitten einer bunt gemischten Bevölkerung aus Deutschen und Franzosen ein Pensionat für höhere Töchter, die sie zu eigenständigen und selbstbewussten Frauen erziehen will. Als ihr neuester Schützling Suzette sich heimlich mit einem Soldaten trifft und kurz darauf spurlos verschwindet, bittet Pauline den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz um Hilfe. Ihre enge Zusammenarbeit droht, die strengen Konventionen der Kaiserzeit zu sprengen. Und dann ist da noch Paulines neuer Gärtner Vincent, der ein dunkles Geheimnis hütet. Kann Pauline Suzette finden und den guten Ruf ihres Pensionats bewahren?
Buchvorstellung Birte und Martin Stährmann Glücksorte in der Schlei
Kiek mol wedder in! Wer einmal die malerische Landschaft rund um Schlei und Eckernförder Bucht besucht hat, kommt immer wieder zurück. Birte und Martin Stährmann haben sich im Norden auf die Suche nach dem Glück begeben – und es gefunden: in hyggeligen Cafés und an steilen Küsten, in prächtigen Mühlen und unter urigen Reetdächern, im Wikingerdorf und auf dem Segelboot. Wo die Sonne glitzernd auf dem Wasser tanzt, werden kleine Auszeiten zur unvergesslichen Erinnerung.
Nach einem gemütlichen Abendessen mit ihrem Verlobten kommt Jolina Gereke mit dem Auto von der Straße ab. Ein verstörendes Werbeplakat hat sie abgelenkt. Darauf zu sehen: die entsetzlich entstellte Leiche eines Mannes. Obwohl ein Trauma Jolinas früheste Erinnerungen ausgelöscht hat, erscheint ihr das Gesicht des Mannes seltsam vertraut. Überzeugt davon, dass ein psychopathischer Mörder versucht, mit ihr in Kontakt zu treten, wendet sie sich an das LKA.
Hauptkommissar Falk Bachmann, geplagt von eigenen Dämonen, zweifelt an der Zurechnungsfähigkeit der jungen Frau. Für ihn ist Jolina ein Fall für die Psychiatrie, nicht fürs Landeskriminalamt. Doch dann führt Jolina ihn zum Schauplatz des Verbrechens. Als kurz darauf weitere Tote auftauchen, wird klar: Ein Serienmörder hinterlässt blutige Botschaften. Und er hört erst auf, wenn Jolina sich erinnert. Doch an was?
Zusammen mit Bachmann und der Polizeipsychologin Juliane Klawitter lässt Jolina sich auf das mörderische Spiel des Psychopathen ein, das tief in ihre eigene Vergangenheit zu reichen scheint. Aber die Zeit arbeitet gegen sie
Simon und Maggie fahren mit einem Wohnmobil durch den Bayrischen Wald, als sie ein Tier anfahren. Sie wollen den Unfall melden und gelangen in den kleinen Ort Heindlsäge. Fast schon ausgestorben wirkt das Dorf auf sie. Als sie mit dem Polizisten zum Unfallort zurückkehren, sind sie überrascht, denn statt eines Tieres, erwartet sie einen Schock. Kurz darauf geht Maggie ins Dorf, um Brötchen zu kaufen, und erscheint nicht wieder. Simon macht sich auf die Suche nach ihr und landet plötzlich in Tschechien. Wo ist Maggie hin?
Der Thriller beginnt mystisch, spannend und düster. Ein abgelegenes Dorf und seine finsteren Bewohner erwarten Simon und Maggie. Nach dem Unfall ist das Fahren mit dem Wohnmobil nicht mehr möglich. Anstatt Hilfe von den Dorfbewohnern zu bekommen, werden sie zunehmend in kriminelle Aktivitäten verwickelt. Diese gehen unvermindert weiter und es bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Viele Fragen hat das bei mir aufgeworfen, die jedoch alle schlüssig beantwortet wurden. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse.
Fazit: Es ist ein etwas mystisch angehauchter Thriller mit Dorfbewohnern, die fast alle in irgendwelchen kriminellen Machenschaften verwickelt sind. Sehr atmosphärisch wurde das Ganze inszeniert. Ich gebe eine Lesempfehlung und ⭐⭐⭐⭐