Ein rasanter Schwabenkrimi mit Humor und Tiefgang. Silvia Salomons Tochter Viola steht unter Schock: Ihr Uni-Kollege wurde vom Tübinger Österbergturm gestoßen. Die Mordermittlungen laufen, doch Viola nimmt die Sache lieber selbst in die Hand und stellt gemeinsam mit ihrer Mutter und einem befreundeten Journalisten eigene Nachforschungen an. Die Spur führt sie zu rivalisierenden Studentengruppen und in die schwäbische Prepperszene – bis das Trio plötzlich selbst ins Visier des Mörders gerät.
Meine Rezension zu Gabriela Groß Das Goldblütenhaus Im Licht der Hoffnung
Die erfolgreiche Kosmetikfirma Glanz stürzt in eine Krise, denn es gibt Probleme bei einer Hautcremeserie. Die Zwillingsschwestern Leonie und Ella suchen nach einer Lösung, um die Firma zu retten. Ellas Beziehung gestaltet sich schwierig, da Timo ein Restaurant in Dänemark eröffnen möchte und dann tritt eine Wendung ein, das ihr Leben verändern wird. Als dann auch noch ihre Großmutter mit einem Geheimnis aufwartet, scheint der gute Zusammenhalt der Familie zu zerbrechen.
Dies ist bereits der zweite Teil des Goldblütenhauses. Auch hier begeistert mich die bildhafte Sprache der Autorin. Alles entsteht sehr deutlich vor Augen. Diesmal wird ein Familiengeheimnis gelüftet, das die Großmutter Hedi bisher gehütet hat. Es ist sehr dramatisch, was sie erleiden musste und kaum vorstellbar. Bis heute leidet sie darunter und daher gibt es Spannungen in der Familie. Sie sind bestürzt und enttäuscht. Es gibt Rückblicke in die Kriegsjahre und Briefe von Hedi, die sehr berührend sind. Im Mittelpunkt steht hier Ella, die vor einigen Entscheidungen steht. Die Charaktere sind sehr liebevoll und warmherzig. Ich habe jeden einzelnen ins Herz geschlossen.
Fazit: Auch der zweite Band hat mich begeistert und macht schon sehr neugierig auf die Fortsetzung. Die anschauliche Sprache hat mir wunderschöne Lesestunden bereitet. Auch die Enthüllung des Geheimnisses hat mich abgeholt und überzeugt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Buchvorstellung Marc Voltenauer Wer hat Heidi getötet?
Lebensnah gezeichnete Charaktere mit psychologischer Tiefe treffen auf einen glänzend konstruierten Plot, der bis zum Schluss in Atem hält. Das beschauliche Bergdorf Gryon wird von einer Serie verstörender Ereignisse erschüttert. Ein Auftragskiller, der kurz zuvor einen Mord an einem Politiker begangen hat, zieht in ein Luxus-Chalet in der Nachbarschaft. Die Kuh eines Dorfbauern wird regelrecht hingerichtet. Eine Frau aus der Region verschwindet, kurz darauf wird eine weitere tot aufgefunden. Und mittendrin Kommissar Andreas Auer, der versucht, die Fäden zu entwirren – und dabei riskiert, alles zu verlieren.
Das Buch erscheint am 27.09.2022 und kann bereits vorbestellt werden
Meine Rezension zu H.C. Scherf Déjá-vu Klammern der Angst
Draußen herrscht ein richtiger Schneesturm und Romy und ihre Tochter sind alleine zu Hause, als es an der Haustür läutet. Zwei Fremde hatten eine Autopanne und bitten um ein Telefonat. Gastfreundlich wie Romy ist, bittet sie die Fremden herein. Ein nicht enden wollender Alptraum beginnt für Romy und ihre Tochter.
Dieser Thriller beginnt gleich sehr dramatisch und bleibt es auch die ganze Zeit. Romy und Emma müssen fürchterliches erleiden und ein Fliehen ist fast unmöglich. Man leidet von Anfang an mit und dem Autor gelang es, dass mich beim Lesen immer wieder ein Schauer befiel. Durch die kurzen Kapitel wird das Tempo hochgehalten und zieht einen in Bann. Dabei geht es recht brutal zu und die Sprache ist zum Teil sehr derb. Wenn ich erwartet habe, dass das Leiden ein Ende hat, legt H.C. Scherf noch eine Schippe darauf. Allerdings konnte ich die Handlungsweise von Romy und Emma oft nicht verstehen. Das hat mein Lesegenuss etwas geschmälert. Diese Vertrauensseligkeit nach einem traumatischen Erlebnis kann ich nicht nachvollziehen.
Fazit: Der Autor kann Spannung erzeugen und das Buch ist beklemmend und das von Anfang bis Ende. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Meine Rezension zu Friedrich Kalpenstein Prost, auf die Singles
An der roten Traun in Brunngries wird eine Frauenleiche entdeckt. Alles deutet darauf hin, dass Tanja Kleinschmidt ermordet wurde. Am Abend zuvor hat sie ein Speeddating besucht. Ihr Benehmen war alles andere als korrekt. Polizeiobermeister Fink war auch dort und fand Tanja unmöglich. Hauptkommissar Tischler hat nicht nur den Fall auf dem Tisch, sondern intern soll sich was ändern und private Probleme drücken ihn. Wer hatte ein Interesse, die junge Frau aus dem Verkehr zu ziehen? Ist womöglich Fink involviert?
Dies ist bereits der fünfte Fall für Tischler und Fink und der Krimi hat nichts an Attraktivität verloren. Der Fall erscheint knifflig, denn fast alle Besucher fühlten sich genervt und angegriffen von Tanja. Da gibt es erstmal viele Verdächtige. Aber die T-U-F- Methode hat sich bisher immer bewährt und am Ende gibt es einen Täter, den man erstmal nicht auf dem Radar hatte. Die Geschichte ist spannend und lebt auch von den herrlichen Dialogen. Ich habe sämtliche Charaktere ins Herz geschlossen. Selbst die Nebencharaktere sind authentisch und liebevoll gelungen. Tischler hat private Probleme und Fink blüht plötzlich auf.
Fazit: Dieser fünfte Teil hat mich wieder überzeugt. Der Krimi ist nicht nur spannend, auch die Dialoge sprechen für sich. Viel Wortwitz und Situationskomik hat der Autor einfließen lassen. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung mit den Brunngriesern Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Russ Harris Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei
Dieses Buch enthält wertvolle Tipps und Anleitungen für ein glückliches Leben und die darin beschriebene ACT Methode wird in vielen psychologischen Praxen angewandt. Es eignet sich als Begleiter für eine Therapie, aber auch für Leute, die Gedanken entschärfen wollen.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert. 1. Wie Sie die Glücksfallen aufstellen. 2. Die innere Welt transformieren 3. Ein lebenswertes Leben schaffen. Die Techniken sind leicht erlernbar.
Es gibt Defusionstechniken, die Gedanken entschärfen, sodass sie einen nicht rund um die Uhr beschäftigen. Atemübungen, die täglich ausgeführt werden, wirken beim Gedankenkarussell. Wichtig ist auch Raum zu schaffen für unangenehme Gefühle. Dem Teufelskreis entkommen, Schreckensbilder entschärfen und Gedanken umlenken, ist das Ziel der Therapie nach ACT. Wir haben oft falsche Denkweisen und man lernt, Situationen so zu erkennen, wie sie wirklich sind. Auch nicht förderliche Gedanken können schnell entschärft werden. Und Kontrollstrategien kann man entwickeln, Allerdings gibt es vom Lesen allein keine Veränderung, hier ist Mitarbeit gefragt.
Fazit: Ein sehr informatives Buch und gleichzeitig ein idealer Begleiter zur Psychotherapie mit wertvollen Übungen, die bei regelmäßiger Anwendung Erfolge zeigen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Die Kommissarin Amaia Salazar besucht eine Fortbildung der FBI Akademie und fällt durch ihre scharfsinnigen Analysen auf. Der Leiter Andrew Dupree möchte, dass sie sich bei einem aktuellen Fall beteiligt. Eine Familie wurde Opfer eines Hurrikans. Zweifel kommen auf und bei einem ähnlichen Fall gibt es Hinweise, dass die Familien getötet wurden. Ein Hurrikan in New Orleans wird erwartet und sie hoffen, dass sie den Täter finden, bevor weitere Familien dem Täter zum Opfer fallen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn das Team befindet sich im Auge des Hurrikans.
Dieser Thriller hat mir sehr gut gefallen. Von Anfang an herrscht Spannung. Amaia besticht durch Intelligenz und Scharfsinn und erkennt vor allen anderen Zusammenhänge. Dabei hat sie mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Sie ist äußerst taff, ihre Kollegen finden sie hochmütig und mich haben ihre messerscharfen Analysen beeindruckt. Gleichzeitig wird Dupree mit einem alten Fall konfrontiert, dem sie auch nachgehen. Im letzten Drittel wird es mystisch. Das ist nicht unbedingt mein Thema. Dadurch wird das Buch in die Länge gezogen. Die Rückblicke auf Amaias Kindheit war spannend. Dass aber die Autorin auch noch Duprees Vergangenheit beleuchtet hat, hat meinen Lesefluss unterbrochen. Ich hätte die eingefügte Geschichte nicht benötigt. Absolut gut gewählt war New Orleans als Szenarium. Die Ausmaße des Hurrikans Katrina im Jahr 2005, die das Leid und Elend, die Plünderungen und Verbrechen darstellen, wurden sehr gut integriert.
Fazit: Ein spannender und beklemmender Thriller, in dem ein Täter unbemerkt Verbrechen während einer Naturkatastrophe begeht, hat mir sehr gut gefallen. Allerdings war das Mystische nicht unbedingt meins. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐ Vielen Dank an Bloggerportal und BTB für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
BKA-Profiler Maarten S. Sneijder ist bei seinem letzten Einsatz nur knapp dem Tod entronnen und hat fast sein gesamtes Team verloren. Darunter auch seine Kollegin Sabine Nemez. Da ergibt sich ein Hinweis, dass zumindest sie noch am Leben sein könnte. Unter Hochdruck muss Sneijder nun ein neues Team zusammenstellen, um sie aufzuspüren und aus den Verstrickungen eines hochkomplexen Falles zu befreien. Dabei ist vor allem die Mitarbeit des exzentrischen Leipziger Kripoermittlers Walter Pulaski entscheidend. Doch der ist gerade selbst einem besonders grausamen Verbrechen auf der Spur und zeigt sich wenig hilfsbereit …
Die Detektei Reichert und Winter läuft nicht optimal. Kurz bevor Julius Reichert Insolvenz anmelden muss, rauscht auf den letzten Drücker ein Auftrag herein. Sie sollen im Auftrag der Mutter Moritz von Traun suchen, der nach dem Tod seines Freundes Matthew verschwunden ist. Frau von Traun möchte, dass dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgt. Ihre Nachforschungen führen dazu, dass sie bedroht werden. Wo ist Moritz? Ist er Täter oder Opfer?
Ich habe schon einige Bücher des Autorenduos gelesen. Dieses unterscheidet sich, dass es ernsthafter und nicht so skurril ist. Mit Reichert und Winter haben sie ernstere Charaktere geschaffen. Es gibt aber dennoch humorvolle Dialoge, die meist auf Kosten von Karl Winter gehen. Beide sind sehr unterschiedlich und das gibt dem Buch die Würze. Am Ende läuft Karl zur Höchstform auf und wir treffen auf einen alten Bekannten, nämlich Norbert Hübner.
Fazit: Ein spannender Kriminalroman, der mit guten Dialogen punktet, sowie kompetente und ausgearbeitete Charakteren beinhaltet. Sehr detailgetreu und bildlich wird man durch das Buch geführt. Manches war mir zu ausführlich beschrieben. Die kurzen Kapitel und die Spannung haben mich dennoch gut unterhalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Die Bonner Kommissare Freddy Ahlefeld und Rudi Gattung haben es mit einem Mord an einem DDR-Bürger zu tun. Dazu entsendet die Kripo in Ost-Berlin den Kommissar Ricardo Müller. Sehr zum Leidwesen der Ermittelnden, denn sie vermuten in ihm einen Stasi-Spitzel. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, dass sich viele Staatsorgane einmischen. Als ein weiterer Mord geschieht, kommen sie dem Täter näher. Was für ein Motiv hatte er?
Bisher hat mich noch kein Buch von Dieter Aurass enttäuscht. Seine Kriminalromane und Thriller sind spannend, informativ und interessant. Mit Ricardo und Freddy sind ihm ausgesprochen gute Charaktere gelungen. Sie begegnen sich auf Augenhöhe, nachdem sich Ricardo in der Zusammenarbeit bewährt hat. Nach und nach erfährt man mehr, da auch unter anderem aus der Sicht des Täters erzählt wird. Die Umstände, die zu den Taten geführt hat, ist dramatisch. Auch das damalige Regime der DDR beschreibt der Autor sehr verständlich. Ebenso das Leid und Elend der Hinterbliebenen, der sogenannten Republikflüchtlinge. Dies ist unfassbar und entspricht den Tatsachen. Auch wenn es eine fiktive Geschichte ist, hat der Autor als Erster Hauptkommissar dies in ähnlicher Form erlebt. Das macht den Krimi umso realer. Die Geschichte spielt im Jahr 1988 und gibt Rückblicke auf das Jahr 1963. Clever eingefädelt fand ich die Nachrichten, die im Geheimen übermittelt wurden.
Fazit: Ein spannender Kriminalroman, der mit ausdrucksstarken Charakteren punktet, sowie uns die Polizeiarbeit im damaligen Osten und Westen näher bringt. Es ist eine niveauvolle Krimikost, die mir spannende Lesestunden bereitet hat und ich habe viel Interessantes über die damalige Zeit erfahren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐