Millie kann ihr Glück kaum fassen, als die elegante Nina ihr die Stelle als Haushaltshilfe inklusive Kost und Logis bei ihrer Familie auf Long Island anbietet. Schließlich hat sie eine Vergangenheit, von der niemand etwas wissen soll. Doch kaum ist Millie eingezogen, zeigt Nina ihr wahres Gesicht: Sie verwüstet das Haus und unterstellt ihr Dinge, die sie nicht getan hat. Ihre verwöhnte Tochter behandelt Millie ohne jeden Respekt. Nur Ninas attraktiver Mann Andrew ist nett zu ihr. Wäre da nur nicht Ninas wachsende Eifersucht. Hat sie Millie nur eingestellt, um ihr das Leben zur Hölle zu machen? Oder hat auch sie ein dunkles Geheimnis, von dem niemand etwas erfahren darf?
*unbezahlte Werbung*, da ich das Buch gewonnen habe
Philipp Wendelstein ist erfolgreicher Juniorpartner in einer Rechtsanwaltskanzlei und wohnt mit seiner Lebensgefährtin Tanja zusammen. Seine Träume, mit einer eigenen Kanzlei, sind mit seinem Freund Walter zum Greifen nah, aber nachdem er im Wald ein Schachfeld entdeckt hat und einen ersten Zug macht, gerät sein Leben aus den Fugen. Mehrere Menschen sterben in seinem Umfeld, und zwar jedes Mal, wenn er eine Figur bewegt hat. Jetzt gilt es, Tanja zu beschützen, und er unternimmt alles, um das Spiel zu gewinnen. Wird ihm das gelingen?
Das Buch beginnt zunächst einmal ruhig und die Spannung ist eher unterschwellig. Wir lernen Philipp näher kennen und als er sich auf das Schachspiel einlässt und der erste Tote entdeckt wird, steigt die Spannung. Es beginnt ein gefährliches Spiel. Von da ab war ich richtig in der Geschichte und rätselte mit. Hier ist nicht das Hauptaugenmerk bei den Ermittlungen, sondern es geht um die besonderen Umstände, die dieses Schachspiel enthält.
Fazit: Das Buch beginnt zwar mit ausführlicher Beschreibung der Personen, war mir aber zu keinem Zeitpunkt zu langweilig. Anfangs war die Spannung eher unterschwellig, nahm aber immer mehr zu und endet ganz und gar unerwartet. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Meine Rezension zu Lisa Deutschmann Der Pakt der Schwestern
Die 13-jährige Patti musste jahrelang den Missbrauch ihres Vaters erdulden. Erst als er sich an ihrer kleinen Schwester vergreift, hat sie den Mut und vertraut sich ihrer Tante an. Sie schließt mit Jenny einen Pakt. Ein paar Jahre später benötigt sie die Hilfe von Jenny. Wird sie diese verweigern?
Dies ist keine leichte Kost, denn es geht um Kindesmissbrauch. Jahrelang wird Patti von ihrem eigenen Vater missbraucht. Sie ist mit der ganzen Situation überfordert. Ihre Mutter ist ihr keine Hilfe, denn diese unternimmt alles, dass sie mit ihrem Mann zusammenbleiben kann. Ich hätte die Mutter am liebsten geschüttelt und kann einfach nicht nachvollziehen, wie eine Mutter so agiert. Es wird aus Sicht von Patti erzählt und es gibt unter anderem Rückblicke, wie lange sie schon darunter gelitten hat. Als Patti älter wird, schmiedet sie einen Racheplan.
Fazit: Das Buch beginnt dramatisch und wechselt dann in die Vergangenheit. Dies machte mich sprachlos und ließ mich erschüttert zurück. Es ist schrecklich, was die Kinder erlebten. Dass dabei Rachegedanken aufkommen, kann ich nachvollziehen. Sie auszuführen, ist natürlich eine andere Sache. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Fiona Limar In der dunkelsten Nacht
Die vierzehnjährige Miranda macht sich auf den Weg zu einer Halloweenparty und kommt nicht an. Drei Jahre später wird im Wald eine Leiche mit mysteriösen Beigaben gefunden, doch es bleibt nicht bei diesem einen Fund. Das Kuriose daran ist, dass alle jungen Frauen an Halloween verschwanden. Die Polizeiinspektorin Alva Claesson, ihrem Team und dem hinzugezogenen Psychologen Birger Nyberg läuft die Zeit davon, denn Halloween steht erneut bevor. Gibt es endlich eine heiße Spur?
Dies ist bereits der neunte Fall für Alva Claesson und ihr Team. Gewohnt spannend führt die Autorin durch die Zeilen. Diese reißt nicht einmal ab. Auch durch die kurzen Kapitel und Perspektivenwechsel ist das Tempo hoch. Ich flog nur so durch die Zeilen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es gibt keine Gewaltszenen und doch fiebert man mit. Miranda und Nele haben mir sehr leidgetan, haben sie doch einen sehr strengen Vater. Eine Ahnung hatte ich zwar, aber durch geschickte Wendungen, rätselte ich dennoch bis zum Schluss mit.
Fazit: Es ist wieder ein sehr gelungener Thriller, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Der Showdown hat mich in Atem gehalten. Etwas Mystisches ist auch enthalten. Auch wenn es schon der neunte Band der Reihe ist, kommt keine Langeweile auf und sie können unabhängig voneinander gelesen werden. Sie sind in sich abgeschlossen. Das Buch hat alles, was ein Thriller ausmacht. Spannung, Thrill und Unvorhergesehenes. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
*unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar*, für das ich mich herzlich bedanke.
Meine Rezension zu Stefan S. Kassner Todesschweigen
Vera Winter wird zu einem Tatort gerufen und sie findet eine absonderlich zur Schau gestellte weibliche Leiche vor. Der junge Peters wird ihr zugeteilt. Sie finden heraus, dass die Getötete ein großer Fan einer Schriftstellerin ist. Auch als eine weitere entstellte Leiche gefunden wird, führen die Spuren zur Autorin. Diese hat sich jedoch noch nie einem Publikum gezeigt. Wird es ihnen gelingen, weitere Taten zu verhindern?
Gleich zu Beginn wird der Leser mit einer entstellten Leiche konfrontiert. Die akribischen Ermittlungen ergeben, dass der Täter im Umkreis der Schriftstellerin zu suchen ist. Dies ist kein leichtes Unterfangen, denn selbst der Verleger blockiert erstmal weitere Ergebnisse. Die Ermittlerin hat mir gut gefallen und auch Peters, der einiges zur Auflösung beitragen konnte. Es gibt wechselnde Perspektiven. Zum einen geht es um einen kleinen Jungen, der Schreckliches erdulden musste. Zum anderen um die Suche nach dem Täter. Hingegen wird der Leser bis zum Schluss im Unklaren gelassen, wer dahintersteckt. Es ist von Anfang an spannend und endet in einem dramatischen Showdown. Die Ermittlerin hat mir sehr gut gefallen und auch Peters, der einiges zur Auflösung beitragen konnte.
Fazit: Es ist eine spannende Geschichte mit Ermittlern, die im Laufe des Buches meine Sympathie erreicht haben. Auch die Unterschiedlichkeit der Charaktere hat mir gefallen. Spannung ist hochgeschrieben und das Ende nicht vorhersehbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Gibt es altes Filmmaterial, das eine brutale Menschenjagd in den Wäldern von Berlin zeigt? Und wenn ja, was wusste Nora Rothmanns ermordete Familie darüber? Hartnäckig sucht die Kriminalhauptkommissarin nach Antworten auf diese beiden Fragen. Dabei stößt sie erneut auf ein undurchdringliches Netz aus Korruption und Lügen. Niemand in ihrer Behörde glaubt an ein geheimes Bündnis, das die Tötung von Menschen verabredet. Also sucht Nora andere Wege, um die Wahrheit zu finden – selbst auf die Gefahr hin, daran zu zerbrechen.
Denn was sie nicht ahnt: Irgendwo in Berlin lauert ein Monster in einem Folterkeller. Ein frauenverachtender Sadist aus einem der schlimmsten Märchen der Brüder Grimm. Und dieser will sein Vöglein singen hören …
Meine Rezension zu Gina Greifenstein Dieser längst vergangene Sommer
Nach dem Abitur unternehmen vier Freundinnen eine Reise nach Italien ans Meer. Herrlich unbeschwert genießen sie auf einem alten Campingplatz in Cavallino das Leben. Sie schwören sich ewige Freundschaft. Doch ganz unerwartet endet es mit einem Unglück. Wie gehen sie damit um? Wird die Freundschaft daran zerbrechen?
Was für eine wundervolle Geschichte. Sie beginnt in der Gegenwart und die Freundinnen Johanna, Iris, Sonja und Annabell erhalten eine Einladung zu einem ersten Klassentreffen, das 15 Jahre nach ihrem Abitur stattfinden soll. Dann wechselt die Geschichte in die Vergangenheit. Die Freundinnen sind seit dem Kindergarten unzertrennlich und in ihrer Art sehr unterschiedlich. Da ist Jo, die sehr draufgängerisch und mutig ist. Iris ist ruhig und zurückhaltend. Sonja möchte Juristin werden und Annabell Tänzerin. Gerade die Unterschiedlichkeit hat mir ausgesprochen gut gefallen und die Lebendigkeit, die diesen Charakteren entspricht. Sie genießen den Urlaub mit Lambrusco, Dosenravioli und Gelato. Dann passiert ein Unglück und jeder geht seinen eigenen Weg. Die Autorin hat geschickt beide Zeitebenen miteinander verbunden. Ich war sehr gespannt, wie das Klassentreffen ablaufen würde, und es übertraf meine Erwartungen.
Fazit: Es ist eine tiefgründige Geschichte über Freundschaft, die einfühlsam mit Schuldgefühlen umgeht. Sehr atmosphärisch, mit mediterranem Flair und einem tollen und mitreißenden Schreibstil wird durch die Zeilen geführt. Ein schönes Urlaubsfeeling kam auf, jedoch ist es auch sehr ernst und ein wenig traurig. Mitunter geht es dramatisch zu, aber auch humorvoll. Es wirkte alles sehr lebendig und lebhaft. Das Buch hat mich äußerst bewegt und berührt. Ich konnte es jedenfalls kaum aus der Hand legen. Ein weiteres Lese-Highlight ist dieses Buch für mich und wird mir in Erinnerung bleiben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Ein Täter hat eine Leiche grotesk in Szene gestellt. Der Tote liegt in den Armen einer Frau. Der Fall erinnert an eine Tat, die 14 Jahre zurückliegt. Kriminalkommissar Magnus Böhm ist aus gesundheitlichen Gründen aus dem Polizeidienst ausgeschieden und hat damals ermittelt. Daher wird Böhme in den Dienst zurückgeholt. Ihm wird die kürzlich ernannte und sehr junge Kriminalkommissarin Annetta Niedlich zugeteilt. Zu den Taten vor einiger Zeit gibt es aber einen gewaltigen Unterschied, denn die Frau hat überlebt. Werden sie mit ihrer Hilfe den Täter finden?
Dieser Thriller beginnt gleich rasant, denn es gibt eine scheußliche Szene, die der Täter inszeniert hat. Keine leichte Aufgabe für die Kommissare. Böhm ist eigentlich ein Einzelgänger und kein Teamplayer und alles andere als erfreut, als Annetta in sein Team kommen soll. Da hat er aber die junge Kommissarin unterschätzt. Von Anfang an bringt sie sich ins Geschehen ein und steuert auch wertvolle Gedankengänge hinzu. Überhaupt hat sie meine Sympathie erreicht. Sie lässt sich nicht unterkriegen, ist taff, intelligent und auch um Böhm bemüht. Seine harte Schale bröckelt zunehmend. Auch der Täter ist nicht zu unterschätzen, und er mordet weiter. Obwohl man sehr bald weiß, wer dahintersteckt, macht das der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil, da auch aus der Täterperspektive erzählt wird, ist der Leser hautnah bei seinen abscheulichen Taten dabei. Auch die Ermittlungen sind keinesfalls langweilig gestaltet.
Fazit: Ein sehr spannender Thriller, der mich von Anfang an begeistert hat. Die Charaktere sind äußerst sympathisch und das Zusammenspiel der beiden perfekt. Die Dialoge ließen mich manchmal schmunzeln. Am Ende wird es noch richtig dramatisch und ich fieberte mit, wie es wohl ausgehen würde. Das Risiko, sich hier zu langweilen, ist nicht gegeben. Ein sehr perfider Serienmörder ist hier am Werk. Das Buch hat alles, was ein Thriller ausmacht. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Weitere Rezensionen findet ihr unter: https://helgasbuecherparadies.com
Zwanzig Frauen, die aus unterschiedlichen Motiven und auf verschiedene Art und Weise töten. Kann man die Beweggründe der mordenden Frauen verstehen? Kann man vielleicht sogar ein wenig Mitleid für sie empfinden?
Die 20 Kurzkrimis reichen von Geschichten über Töchter, die aus Verzweiflung ihre Mütter töten und Ehefrauen, die ihre Männer ermorden über Frauen, die den lästigen Nachbarn oder den aufdringlichen Chef aus dem Weg schaffen bis hin zu sexuellen Affären, die tödlich enden.
Meine Rezension zu B.C. Schiller Gretchen Larssen und die Ostseeschuld
Gretchens Oma hat einen Campingplatz und dort wird die Journalistin Vivian tot aufgefunden. Vivian wurde von ihrem Ex-Freund gestalkt und der Verdacht fällt zunächst auf ihn. Bei ihren weiteren Ermittlungen stoßen Gretchen und ihr Kollege auf einen Todesfall, der schon über zwanzig Jahre zurückliegt und in den die bedeutende Familie Castorp involviert war. Vivian schrieb eine Biografie über diese Familie, und wie es aussieht, haben sie ein Geheimnis. Hat sie es gelüftet und musste deshalb sterben?
Dies ist bereits der vierte Fall für Gretchen Larssen. Das Buch knüpft an den dritten Teil an, und Gretchen hat Hoffnung, dass sich das Rätsel um ihr verschwundenes Kind lüftet. Eine Aktion dazu geht ihr besonders zu Herzen. Viel Zeit zum Verschnaufen hat sie aber nicht, denn ein neuer Mordfall will gelöst werden. Akribisch ermittelt das ganze Team. Dies ist spannend gestaltet. Als ich meinte, der Fall ist gelöst, nimmt er noch eine unerwartete Wendung. Am Ende wird ein Täter präsentiert, den ich nicht im Visier hatte.
Fazit: Dies ist der vierte Teil der Reihe und kann unabhängig voneinander gelesen werden, da es viele Rückblicke gibt. Auch hier besticht wieder die bildhafte Darstellung. Der Krimi ist spannend und zeichnet sich durch sympathische Charaktere aus. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐