Schwiecker Florian und Tsokos Michael 📖 Die 7. Zeugin

Meine #Rezension zu

Florian Schwiecker und Michael Tsokos Infoseite Die 7. Zeugin

Nikolas Nölting verabschiedet sich von seiner Tochter und fährt mit dem Fahrrad zur Bäckerei. Er stürmt diese und schießt um sich. Dabei werden zwei Menschen schwer verletzt und ein Mann stirbt.
Seine Frau Anja sucht verzweifelt Rechtsbeistand und stößt dabei auf den Strafverteidiger Rocco Eberhardt. Sie hat keine Erklärung für die Tat. Er übernimmt den Fall und spricht mit Nikolas. Dieser schweigt beharrlich zu den Vorgängen. Rocco nimmt Kontakt zu dem Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer auf.
Dabei kommen neue Erkenntnisse ans Tageslicht.
Warum schießt ein unauffälliger Familienvater einfach um sich? Um was es sich dabei handelt, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Was für ein Auftakt einer neuen Justiz-Krimi-Reihe mit den Autoren Florian Schwiecker und Michael Tsokos.
Der Angeklagte schweigt und deshalb ist der Strafverteidiger Rocco Eberhardt anfangs zwiegespalten, ob er die Verteidigung übernehmen soll.
Er sucht nach einem Auslöser, warum Nikolas Nölting diese Tat begann und bekommt Unterstützung von Dr. Justus Jarmer.
Bei seinen Recherchen kommt er dem Motiv auf die Spur. Er baut seine Verteidigungsstrategie darauf auf, obwohl sie ist sehr gewagt ist.

Dieses Buch lässt sich außerordentlich gut und verständlich lesen. Es ist nicht trocken oder nüchtern, sondern die Autoren halten die Spannung aufrecht. Man ist sehr gespannt, was für eine Strategie gefahren wird.

Rocco ist ein engagierter Anwalt, symphatisch, sehr authentisch und gut ausgearbeitet, dagegen bleibt Jarmer noch ein wenig blass. Ich hoffe, da kommt in der Fortsetzung noch mehr.
Auch Baumann, der eine Nebenrolle spielt, war mir von Anfang an sympathisch. Der Oberstaatsanwalt Bäumler ist eine Persönlichkeit mit einer arroganten Art. Seine Gegenargumente kommen nicht immer gut an.
Überhaupt die Einblicke bei einer Verhandlung waren sehr informativ und interessant. Die Stimmung wurde äußerst gut eingefangen. Die bildhafte Darstellung ist so gut dargestellt, dass man meint, sich mitten im Gerichtssaal zu befinden.
Es wird keine Minute langweilig.
Die kurzen Kapitel und die Perspektivenwechsel tragen zu einem Lesevergnügen bei.

Früh erfährt man, warum Nikolas so reagiert. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch, denn die Einblicke in Korruption und Kriminalität sind hervorragend dargestellt.
Der Cliffhanger am Schluss des Buches lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen.

Fazit: ein Justiz-Krimi, der nicht nur spannend, fesselnd und realitätsnah ist, sondern auch sehr gute Einblicke in das Geschehen und Abläufe der Gerichte gibt. Ein grandioser Auftakt zu einer neuen Reihe.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Verlagsgruppe Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Weitere Rezensionen findet ihr unter http://www.helgasbuecherparadies.com