Meine Rezension zu Eva Völler Alte Taten, neuer Zorn
Diesmal hat es Kriminalinspektor Carl Bruns mit einem Giftmord zu tun. Der ehrenwerte Richter Dr. Vahrendonk wurde ermordet. Verdächtig macht sich nicht nur seine junge Ehefrau, sondern auch ehemalige Verurteilte, denn als Richter hat er im Krieg sehr grausame Urteile verhängt. Die Hinterbliebenen haben allen Grund für ein Motiv. Bei seinen Recherchen wird Bruns auch noch von ganz oben ausgebremst. Wird er sich davon abhalten lassen, den Täter zu finden?
Hier handelt es sich um eine Geschichte, die sich um die Verstrickungen von Vergangenheit und Gegenwart drehen. Kriminalinspektor Carl Bruns ist ein engagierter Ermittler und sieht sich bei seinen Recherchen mit unerwarteten Widerständen konfrontiert. Es scheint, als würde er mächtig Staub aufwirbeln. Einige möchten, dass er die Vergangenheit ruhen lassen soll. Besonders sympathisch sind Carl und seine Freundin Anne. Das Privatleben lockert das Ganze etwas auf. Frieda hat eigene Probleme, die sie aber zur Seite schiebt. Der hartnäckige Reporter Brinkmann hat es mir sehr angetan, und der Assistent Harry bringt frischen Wind in die Geschichte. Der Autorin ist es gelungen, verschiedene gesellschaftliche Themen, darunter die Wohnungsnot nach Kriegsende, Verschleierungen, Vertuschungen und die Rolle des Blutrichters, unterzubringen. Besonders interessant fand ich die Erwähnung der Hausfrauenschokolade, die mich mehr als geschockt hat.
Fazit: Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten, und die gut recherchierten Hintergründe verleihen der Geschichte eine stimmige Authentizität. Es ist ein packender Krimi, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Mich hat er schockiert zurückgelassen. So muss Krimi sein: spannend, packend, fesselnd, mit einem sehr guten Plot versehen und für sehr gute Unterhaltung zu sorgen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Sonja Roos Eine grenzenlose Welt Schicksal
Maggie lebt inzwischen mit ihrem Sohn Nicky in San Francisco und hat nach einem Streit keinerlei Kontakt zu ihrer Cousine Rosie. Bis ein Telegram sie erreicht. Ein Attentat wurde auf Simon verübt. Sie bricht sofort auf und hofft, dass sie sich wieder versöhnen werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Chefredakteur Ennis Talbott übernimmt sie gemeinsam mit ihm die Leitung des Morning Herold. Es gibt viele Rückschläge, und sie trifft wieder auf den Fotografen Nando.
Die Geschichte beginnt mit einem schockierenden Attentat auf Simon. Der Verdacht, dass die Konkurrenz ihm schaden will, ist groß. Maggie, die nach einer Zeit der Abwesenheit zurückkehrt, hat nicht nur ein Kind, sondern auch eine bewegte Vergangenheit, die sie mit allen verbindet. Ich war gespannt, wie das Wiedersehen mit Nando wird. Rosie leidet, dass ihr Mann Opfer eines Attentats ist und ein düsteres Kapitel ihres Lebens verfolgt sie. Sehr spannend hat die Autorin alles inszeniert. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Es sind großartige und unterschiedliche Charaktere, die mich begeistern.
Fazit: Die Erzählweise ist grandios und hat mich von Beginn an in Bann gezogen. Die Wendungen und Rückschläge halten die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr haben mich die Schicksale aller betroffen. Der Autorin ist es gelungen, mich auch emotional zu berühren. Es ist eine grandiose Fortsetzung und ich freue mich jetzt schon auf den letzten Teil. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Rezension zu Marie Pierre Schwestern im Geiste Das Pensionat an der Mosel
Die Leiterin des Mädchenpensionats Pauline Martin hat es nicht leicht mit ihren Zöglingen. Diebstähle häufen sich und ihre neue Lehrerin Rhona O´Meally ist zwar bei den Schülerinnen sehr beliebt, aber ein dunkles Geheimnis umgibt sie. Als dann auch noch politische Parolen an der Wand der Hauptwache auftauchen, gerät Pauline unter Verdacht.
Die Autorin entführt uns in die turbulente Zeit um 1911, als die politischen Spannungen in Elsass-Lothringen das Leben der Menschen stark beeinflussten. Die Geschichte folgt Pauline, die alles daran setzt, das Pensionat, das ihr am Herzen liegt, zu erhalten. Die zunehmenden Diebstähle und die politischen Parolen, die jemand an der Hauptwache angebracht hat, bringt sie in Verdacht, sorgt aber gleichzeitig für eine spannende und dramatische Atmosphäre. Besonders fesselnd ist Paulines unerfüllte Liebe zu dem preußischen Hauptmann Erich von Plienitz. Ihre Rolle als Lehrerin macht es ihr unmöglich, diese Gefühle offen auszuleben, was die emotionale Tiefe der Geschichte verstärkt. Ein weiterer interessanter Aspekt ist Rhona, die ein geheimnisvolles Element in die Handlung einbringt. Die Perspektivenwechsel sorgen dafür, dass die Geschichte abwechslungsreich bleibt und ich war die ganze Zeit gespannt, wie sich die Ereignisse entwickeln.
Fazit: Die Mischung aus Spannung, Drama und emotionalen Konflikten macht für mich das Buch zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen, das keine Langeweile aufkommen lässt. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil und darauf, wie sich die Schicksale der Charaktere weiter entfalten werden. Marie Pierre gelingt es, die politischen Herausforderungen der Zeit eindrucksvoll darzustellen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.
Buchvorstellung Hanna Caspian Im Takt der Freiheit
Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit.
Das erkennt die junge Frau schmerzlich. Auf einem opulenten Sommerball soll sie anders als gedacht keineswegs nach einem geeigneten Heiratskandidaten Ausschau halten – den hat ihr Vater längst für sie ausgesucht. Nach seinem Willen wird Felicitas den Sohn eines Grafen heiraten, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Doch dann lernt sie Lorenz kennen, der sich für Zweiräder begeistert und mit seiner Unbeschwertheit alles infrage stellt, was Felicitas bislang für unausweichlich hielt
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Hannah Caspian vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Lieben Dank Helga, dass ich mich hier in die illustre Reihe deiner Autorinnen einreihen und vorstellen darf. Ich komme vom Niederrhein und habe ich Aachen Germanistik, Politikwissenschaften und Sprachen studiert. Ich war dann lange im Bereich Presse, PR, Werbung und Marketing unterwegs, bevor ich mit Mitte 40 den Sprung ins kalte Wasser gewagt habe, und mich als Autorin selbstständig gemacht habe. Damals noch ohne Verlag oder Agentur. Waghalsig, sag ich da nur. Und würde es niemandem raten. Ich schreibe bevorzugt historische Romane, die in der jüngeren deutschen Geschichte spielen. Die Kaiserzeit ist eine sehr spannende Zeit, denn damals gab es ähnliche gesellschaftliche Umbrüche, wie man sie auch heute wieder findet. Obwohl viele der gravierenden Änderungen schon in den drei Jahrzehnten vorher begonnen hatten, nahmen sie aber erst ab der Jahrhundertwende so richtig Fahrt auf: die Elektrizität, Automobile, die Verbreitung der Zeitungen, die durch das Mehr an Informationen auch die Ideen und Wünsche nach Freiheit und Gleichheit befeuerten. Im deutschen Kaiserreich gab es große und gravierende Umbrüche, meistens bedingt durch technologischen Fortschritt. Ich vergleiche sie gerne mit dem digitalen Umbruch, den wir jetzt gerade erleben. Geschichte wiederholt sich, immer anders ausgestaltet, und dennoch mit interessanten Übereinstimmungen. Das ist spannend und motiviert mich, Geschichten zu schreiben, die das aufgreifen. Damals z. B. brachte die Elektrizität nicht nur das Licht in die Häuser. Auch die Straße waren plötzlich heller. Die Bevölkerung hatte plötzlich mehr Bewegungsfreiheit. Ein positiver Aspekt. Ein negativer war, dass die Nacht zum Tage gemacht werden konnte. Auf einmal mussten die Leute länger arbeiten. Man hing nicht mehr vom Tageslicht ab. Der Schlaf wurde weniger, der Zivilisationsstress nahm seinen Anfang. Ein solches Thema bietet mehr Spannung als nur die reine Information, wann es wo elektrisches Licht gab. Mit meinen historischen Romanen erkläre ich mir eigentlich immer selbst die Welt. Während meiner Recherchen stolpere ich oft ungeplant über Aspekte in der deutschen Geschichte, die in der öffentlichen Wahrnehmung zu kurz gekommen sind. Fragen tauchen auf. Wieso war das so? Wieso habe ich davon noch nie was gehört. Oder auch: Ach, so war das also: Dann bin ich angefixt. Und will es genauer wissen. So ging es mir auch mit dem Thema meines aktuelle Romans IM TAKT DER FREIHEIT. Eigentlich wollte ich darüber schreiben, wie das moderne Fahrrad den Frauen mehr Bewegungsfreiheiten gebracht hat. Aber einmal mit dem Thema Mobilität in Kontakt gekommen, tauchten plötzlich viele Fragen auf. Das Thema Eisenbahn und Eisenbahnbau war überraschenderweise viel spannender, als ich dachte. Mir war vorher nicht klar, wie viel die Möglichkeit, mit der Eisenbahn zu reisen, den Bürgern Freiheiten brachte. Freiheiten, die zuvor nur den vermögenden Adel vorbehalten war. Und so habe ich Felicitas Louisburg, die Tochter eines Eisenbahn-Tycoon, kreiert. Eine junge Frau, die sich alles leisten kann, möchte man meinen. Tatsächlich aber bekommt sie kein Pfennig Bargeld in die Hand. Zwar könnte sie sich alles leisten, ist aber doch extrem abhängig vom Willen ihres Vaters. Sie darf nicht mal allein aus dem Haus. Ein extrem beengtes Leben. Wie viel Freiheit muss ihr da ein Fahrrad versprochen haben. Dass das Fahrrad für die Frauen so wichtig war, war mir vorher auch nicht klar. Und da sind wir beim Thema – Freiheit. Eigentlich müßig zu sagen, aber Frauen unterlagen damals so vielen Regeln und Normen und Verboten, dass ich mich manchmal frage, wie sie überlebt haben. Ich könnte vermutlich nicht einen Tag dort frei atmen. Und doch nahm der Aufbruch der Frauen in diesen Jahren, wir sprechen über die 1880er, ihren Anfang. Wir alle stehen nur auf den Schultern von Riesen, heißt es. Was bedeutet: Unser heutiges komfortables Leben baut auf den Errungenschaften auf, die die Menschen vor uns erkämpft haben. Wofür ich sehr dankbar bin. Und die verschiedenen Aspekte von Freiheit zur Kaiserzeit zu beleuchten, war ein wirklich spannendes Unterfangen. Es ist ein Roman aus einer Zeit, in der Deutschland sich anschickte, Technologieführer weltweit zu werden. Und wir sehen eine Gesellschaft, die in jeder Hinsicht in Bewegung gerät. Außerdem reise ich sehr gerne und war auch schon auf fünf Kontinenten unterwegs. Unter anderem war in mal in Namibia, eine ehemalige deutsche Kolonie. Nicht ganz zufällig haben wir dort Urlaub gemacht, denn ich wollte mehr über diesen Aspekt der Geschichte wissen. Dieses „Sein Glück in der Fremde suchen“ hat etwas Faszinierendes. Und so habE ich dann meine Südsee-Saga geschrieben. Meine Romane UNTER DEM SÜDSEEMOND und DER GLANZ VON SÜDSEEMUSCHELN spielen in der deutschen Südsee. Samoa war auch einmal deutsche Kolonie. Ganz nebenbei konnte ich dann noch mein Lieblingsland Australien mit einbauen. Geradezu perfekt. Oft werde ich gefragt, wie ich auf meine Themen kommen. Wie gesagt, meistens ergibt es sich aus der Recherche zu einem vorhergehenden Roman. Ich habe in meiner GUT GREIFENAU-Reihe aus der Sicht einer Grafenfamilie erzählt, wie es eigentlich zum Ende der Monarchie in Deutschland gekommen ist. Ein Thema, über das ich bei meinen Recherchen zu DIE KIRSCHVILLA gestolpert bin. Und dann gab es da gerade Downton Abbey, (Riesenfan) und ich wollte so etwas schreiben. Aber die deutsche Geschichte ist mit dem Ende der Monarchie (Ja, es gibt keinen deutschen Adel mehr) ganz anders gekommen als in Großbritannien. Und wieso es dazu kam, wollte ich unbedingt rauskriegen. Also hab ich mal einfach ein paar Bücher darüber geschrieben. Meine SCHLOSS LIEBENBERG-Trilogie beleuchtet das Leben der Dienstboten. Nachdem ich eine tolle BBC-Dokumentation über die Arbeit und die Lebensumstände von Dienstboten gesehen hatte, wusste ich, das wird mein nächstes Thema. Mehr Infos über all meine historischen Romane findet ihr unter http://www.hanna-caspian.de. Dort könnt ihr euch auch zu meinem Newsletter anmelden, um auf dem Laufenden zu bleiben. Weiter könnt ihr euch mit mir verbinden auf: Insta: @hanna_caspian_autorin Facebook: https://www.facebook.com/caspian.hanna/ Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/mitglied/Hanna-Caspian/
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Meine Rezension zu Sonja Roos Eine grenzenlose Welt Aufbruch
Als 1892 in Hamburg eine Cholera-Epidemie ausbricht, wagen Rosie und ihre Cousine Marga einen Neuanfang in Amerika. Auf der Überfahrt lernen sie Simon und Nando kennen und beschließen, gemeinsam diesen Weg zu gehen. Simon und Rosie kommen sich näher, aber ein Geheimnis droht, die Liebe im Keim zu ersticken. Werden sie in New York ihr Glück finden und ihre Träume sich erfüllen?
Die Geschichte beginnt mit einer spannenden Überfahrt ins Ungewisse, die mich sofort begeistert hat. Allerdings ist die Ankunft in der neuen Welt ernüchternd und zeigt, dass Träume oft mit Herausforderungen verbunden sind. Dabei trifft es Nando am schwersten. Alle finden ihren Weg und ein Zeitsprung von 4 Jahren zeigt, wohin es der eine oder andere es gebracht hat. Es scheint, dass Simon die richtige Entscheidung getroffen hat. Die Protagonistinnen Marga und Rosie könnten unterschiedlicher nicht sein: Marga ist mutig und Rosie zurückhaltend, denn ein schweres Schicksal lastet auf ihr. Aber auch Nando und Simon sind authentisch und sympathisch. Ihr Wirken und Bestreben hat mich beeindruckt. Der Autorin gelingt es sehr gut, die Komplexität unerfüllter Liebe und die inneren Konflikte ihrer Charaktere darzustellen. Die gut recherchierten historischen Hintergründe und Einblicke ins Zeitungswesen der damaligen Zeit verleihen der Erzählung zusätzliche Tiefe und Authentizität.
Fazit: Das dramatische Ende hat mich atemlos zurückgelassen und weckt die Vorfreude auf die Fortsetzung. Die Autorin schafft es, den Leser bis zur letzten Seite spannend und fesselnd zu unterhalten. Der Roman erzählt nicht nur über das Streben nach Freiheit und Glück, sondern auch eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut und die Herausforderungen des Lebens. Insgesamt ist dieses Buch ein absolutes Muss für alle, die spannende Geschichten mit vielschichtigen Charakteren und einer fundierten historischen Basis schätzen. Ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar für das ich mich herzlich bei bedanke
Buchvorstellung Sonja Roos Eine grenzenlose Welt Schicksal
Vier junge Auswanderer geben nicht auf – sie kämpfen für ihr Glück und den Erhalt des Morning Herald.
Amerika 1899: Seit einem tragischen Zerwürfnis haben die junge Auswanderin Marga und ihre Cousine Rosie kein Wort miteinander gesprochen. Marga arbeitet mittlerweile als Journalistin in San Francisco, wo sie ihren Sohn Nicky allein großzieht. Doch in Gedanken ist sie immer wieder in New York – und bei Rosie. Da greift das Schicksal in ihr Leben ein: Marga erhält einen Hilferuf von Rosie, als deren Mann, der Zeitungsverleger Simon, nach einem Überfall im Koma liegt. Der Morning Herald, den Marga und Simon einst gemeinsam gegründet hatten, steht vor dem Ruin. Marga eilt nach New York, um ihrer Cousine beizustehen. Es ist ihre Chance zu kämpfen: um Vergebung, um den Morning Herald und um ihre Familie. Dabei trifft sie auch den Fotografen Nando wieder, dem schon lange ihr Herz gehört.
Meine Rezension zu Liane Kirchner Sanssouci war nicht mehr frei
Dieter Hötger gräbt einen Tunnel in den Osten, um seine Frau Brigitte und ihren Sohn Axel in den Westen zu holen, da sie beim Mauerbau getrennt wurden. Am Ausgang des Tunnels erwartet ihn bereits die Stasi und gleichzeitig wird Brigitte verhaftet. Dieter wird zu jahrelanger Gefängnisstrafe verurteilt und unternimmt zwei erfolglose Fluchtversuche. Brigitte macht die Haft schwer zu schaffen, aber der Überlebenswille für ihren Sohn Axel ist groß.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Dieter und Brigitte, deren Leben durch die harten Haftbedingungen, stark belastet wird. Axel, der Sohn, leidet unter den Folgen der Inhaftierung seiner Eltern und führt zu einem Teufelskreis aus Frustrationen. Dadurch leidet seine Ehe mit Petra und ihrer Tochter Liane. Das Buch umfasst den Zeitraum von 1962 bis 1987. Es zeigt zudem die harte Vorgehensweise des DDR-Regimes.
Fazit: Liane Kirchner ist die Enkelin und erzählt die Geschichte ihrer Familie. Dies ist ein bewegender Roman, der die Herausforderungen von Haft und persönlichen Krisen beleuchtet. Der Autorin gelingt es, die Emotionen und die Verzweiflung der Protagonisten auf eine Weise darzustellen, die tief berühren. Auch wenn alle gelitten haben, so haben sie nie aufgegeben. Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten, aber auch künstlerische Freiheit ist gegeben. Mich hat der Roman sehr beeindruckt und zum Nachdenken angeregt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Droemer Knaur herzlich bedanke
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Liane Kirchner vorstellen. Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.
Seit meiner Schulzeit schreibe ich leidenschaftlich gern, doch immer wieder kam mir mein turbulentes Leben in die Quere. Als Mutter von sechs Kindern lief mir die Zeit davon, aber die Schreiblust kämpfte sich immer wieder ans Tageslicht. Vor drei Jahren nahm ich mit Schwung erneut Anlauf. Auf einem Schreibseminar von Hera Lind in Salzburg riet mir die Bestsellerautorin, meine dramatische Familiengeschichte literarisch zu verarbeiten. Mir ist bewusst, wie wichtig für uns Schreibende, nach den Leserinnen und Lesern, die Wegbegleiter und -bereiter sind!
So danke ich auch Helga von Herzen für die großartige Möglichkeit, mich hier vorstellen zu dürfen. Mit Leidenschaft und Herzblut macht Helga als Bloggerin auch unbekannte Autorinnen und Autoren auf dem hart umkämpften Buchmarkt sichtbar. Derzeit schreibe ich am zweiten Teil meines biografischen Debütromans: Sanssouci war nicht mehr frei.
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Diedenhofen, 1911. Zwischen Pauline Martin und dem preußischen Hauptmann Erich hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Auch wenn Pauline sich manchmal nach mehr sehnt, ist eine Liebesbeziehung für sie als Lehrerin undenkbar. Noch stärker als zuvor konzentriert sie sich auf ihre Schützlinge und stellt eine zusätzliche Lehrkraft ein. Rhona O’Meally soll ihren Schülerinnen nicht nur die englische Sprache, sondern auch die irische Kultur näherbringen. Rhona sorgt für frischen Wind, hat jedoch ein gefährliches Geheimnis. Als es im Pensionat zu Diebstählen kommt und in Diedenhofen vermehrt antipreußische Schmierereien auftauchen, gerät Pauline selbst unter Verdacht. Die politischen Spannungen verhärten sich – in der Moselstadt und in ganz Europa –, und Pauline muss für ihre Zukunft kämpfen.
Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke