Buchvorstellung Bettina Storks Die Kinder von Beauvallon
Dieulefit, 1965: Im Auftrag ihres Freiburger Radiosenders reist die Moderatorin Agnes in einen kleinen französischen Ort, wo im Zweiten Weltkrieg mehr als tausend Flüchtlinge Schutz fanden. Darunter viele jüdische Kinder, die in der Schule Beauvallon von den mutigen Dorfbewohnern versteckt wurden. Könnte auch Agnes’ Freundin Lily überlebt haben, von der seit zwanzig Jahren jede Spur fehlt? Welche Antworten hat ein damals ranghoher Résistance-Offizier? Agnes’ Recherche wird zu einer aufwühlenden Reise in die Vergangenheit, die sie mit der Macht des Schweigens und einem Versprechen von einst konfrontiert.
Das Buch erscheint am 12.04 2023 und kann bereits vorbestellt werden Link zum Buch https://amzn.to/3GLaMEI
Buchvorstellung Valeska Reon Charlotte H. Schwarz Verbotene Versprechen
Das erste deutschsprachige Buch über die berühmte Königin Anne de Bretagne!
Frankreich 1498: Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich, hat bereits zwei Ehen hinter sich:
König Maximilian I. hat sie nie kennengelernt, da die Ehe per procurationem geschlossen wurde. Ihr zweiter Mann König Karl VIII. kam unter mysteriösen Umständen ums Leben, all ihre sechs Kinder sind ebenfalls tot.
Als sie die Hoffnung auf die wahre Liebe bereits aufgegeben hat, lernt sie Jean de Thyberon kennen, einen Ritter des Michaelsordens – und sieht sich plötzlich ihrem Seelenpartner gegenüberstehen. Nach einigen wunderschönen Monaten mit diesem gebildeten und humorvollen Mann müssen sich ihre Wege wieder trennen, denn das Protokoll befiehlt, dass Anne König Ludwig XII. zu heiraten hat.
Meine Rezension zu Doris Röckle Die Wagemut der Burgtochter
Die junge Praxedis ist mit Johan Donat verheiratet und wohnt auf der Burg Gutenberg. Sie ist sehr unglücklich, denn Johan zeigt ihr die kalte Schulter und ihre Schwiegermutter und Schwägerin demütigen sie ununterbrochen. Der junge Mönch Mauritius ist in geheimer Mission unterwegs, hat aber einen schweren Unfall und landet auf der Burg. Praxedis ahnt nicht, was sich daraus entwickelt. Der Krieg hält Einzug zwischen den Habsburgern und Eidgenossen und Praxedis und ihre Freundin Katharina finden Zuflucht auf Schloss Feldkirch.
Dies ist ein historischer Roman, der im Jahre 1499 spielt und zeigt ganz klar das Elend der armen Bevölkerung und den tiefen Graben zwischen arm und reich. Praxedis ist enttäuscht über ihr Leben mit ihrem Ehemann und der zänkischen Schwiegermutter. Sie ist hilfsbereit, stößt aber oft an ihre Grenzen die ihr auferlegt werden. Durch die Perspektivechsel begleitet man einerseits Praxedis und anderseits nimmt man an den Intrigen teil und ist außerdem mitten im Kriegsgeschehen. Sehr bildhaft hat die Autorin das dargestellt. Manchmal verlor ich den Faden, denn die vielen ungewohnte Namen und Orte, sowie sehr viele Mitwirkende habe mich irritiert. Gegen Ende wird es spannend, aber ich hätte mir mehr Details und Raum über den Verbleib von Praxedis gewünscht.
Fazit: ein historischer Roman, der das Kriegsgeschehen, aber auch die Geschichte der Praxedis schildert und über geheime Bruderschaften handelt. Es werden aber auch die Grenzen zwischen Arm und reich aufgezeigt. Er hat mich gut unterhalten und ich gebe ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsxemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr auf
Meine Rezension zu Marie Sand Ein Kind namens Hoffnung
Elly Berger ist Köchin und bei der jüdischen Familie Sternberg unersetzlich. Die Zeiten sich schlecht. Der Krieg ist unabwendbar und die Familie Sternberg ist in Gefahr. Eines Tages werden die Eltern des kleinen Leons verhaftet und Elly flieht mit dem Jungen. Zuerst findet sie Obdach bei ihren Eltern, aber auch dort ist sie mit Leon nicht sicher. Auf ihrer Flucht lernt sie Stephan kennen. Ob er ihr und Leon eine neue Heimat bieten kann?
Sehr emotionsvoll beginnt das Buch und wir begleiten Elly auf ihrer Flucht mit dem kleinen Leon. Dieser ist erst sechs Jahre alt und wird schon früh seiner Kindlichkeit beraubt. Denunziation ist an der Tagesordnung. Den Widerstand gegen das damalige Regime nimmt Elly auf. Auch Elly muss sehr viel erleiden und die Arbeit wächst und wächst. Ihre Träume zerfallen. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den Steinbergs haben beide nie aufgegeben. Wir erfahren, wie es den ihnen ergeht, welchen steinigen Weg sie beschreiten und wie der Hass der Bevölkerung zunimmt. Elly Berger ist eine mutige und starke Frau, die es sich zum Ziel gemacht hat, den kleinen Jungen zu retten und ihr eigenes Glück hinten anzustellen. Allerdings liegt Ellys Augenmerk nur auf Leon. Alle anderen treten in Schatten.
Fazit: Was für ein emotionales Buch ist hier der Autorin gelungen. Sie schildert die Ereignisse sehr bildlich und ihr Schreibstil hat mich gefesselt. Kaum zu glauben, dass es ihr Debütroman ist. Ich hatte von Anfang an mit ihnen gelitten, gebangt und gehofft. Das Buch hat mich tief berührt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Buchvorstellung Doris Röckle Der Wagemut der Burgtochter
Mittelalter im mystischen Rheintal: historische Spannung zum Abtauchen Doris Röckles historischer Roman »Der Wagemut der Burgtochter« erzählt von einer mutigen jungen Edelfrau, einem Mönch in Not und geheimnisvollen klerikalen Schätzen.
Burg Gutenberg in Liechtenstein 1499: Ihr neues Zuhause erweist sich für die junge Edelfrau Praxedis von Montani als trostloses Gefängnis, denn ihr Mann zeigt kein Interesse an ihr, dafür lässt ihre Schwiegermutter keine Gelegenheit aus, Praxedis nach Kräften zu schikanieren.
Zur selben Zeit erhält der junge Bruder Mauritius den Auftrag, einige Reliquien an einen sicheren Ort zu bringen, die sein Kloster seit Jahrhunderten hütet und geheim hält; darunter ein als Ketzerwerk verdammter Codex und eine geheimnisvolle Himmelsscheibe.
Doch unterwegs hat Mauritius einen schweren Unfall und wird verletzt nach Burg Gutenberg gebracht. Während ein Krieg zwischen den Habsburgern und den Schweizer Eidgenossen immer wahrscheinlicher wird, haben es finstere Kräfte auf die wertvollen Reliquien abgesehen …
Heiner findet im Nachlass seiner Schwester Briefe, die sein Vater Paul an seine Mutter Elsa im Krieg geschrieben hat. Auch ein Tagebuch von Elsa ist dabei. Gemeinsam mit seiner Familie lesen sie die Briefe und das Tagebuch und erfahren viel Neues vom Leben im Krieg. Paul wurde kurze Zeit nach der Heirat in den Krieg eingezogen und erlebte nicht nur schreckliches, sondern war auch 10 Jahre in Gefangenschaft in Russland. Elsa hat nie die Hoffnung aufgegeben, dass er wiederkommt. Aufopfernd kümmerte sie sich nicht nur um ihre kleinen Kinder, auch ihre Eltern pflegte sie.
Anett Klose zeigt hier ganz deutlich die Schrecken des Krieges. Nicht nur die wechselnden Arbeitslager setzten Paul zu, auch die Sehnsucht nach seiner Familie war enorm. Nicht zu wissen, wie es ihnen geht. Briefe kamen kaum an. Elsa ist eine starke Frau und Hunger war an der Tagesordnung in der zerstörten Stadt. Lebensmittel gab es kaum. Es wird in zwei Zeitebenen erzählt und am Anfang hatte ich Probleme der Familienzugehörigkeit, das sich aber legte. Pauls Briefe aus dem Krieg ähnelten sich zwar manchmal, aber er durfte ja auch nichts preisgeben. Elsa begleiten wir durch die Kriegsjahre und 10 Jahre der Gefangenschaft von Paul, die nie die Hoffnung auf ein Wiedersehen aufgegeben hat. Die Autorin hat das Erleben der Beiden sehr gut umgesetzt. Man spürt regelrecht die Hoffnung, Liebe und die Emotionen.
Fazit: Ein historischer Roman nach wahren Begebenheiten, aber auch fiktive Elemente sind eingefügt. Es wird sehr emotional erzählt. Er hat mich sehr berührt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐ Sterne
Der Konsular Ausonius ist dem Kaiser Gratian sehr verbunden und er fürchtet um das Leben des Kaisers. Ausonius ist der Wohltäter von der Alamannin Bissula, eine Heirat aber verweigert er ihr. Die junge Keltin Ada hilft einem Mann aus der Notlage. Nichtsahnend, dass er der Kaiser ist. Sie hat einen Wunsch frei und wird in die Obhut des Konsulars genommen. Dort wird ihrem Wunsch entsprochen, lesen und schreiben zu lernen. Einige Jahre vergehen und es wird unruhig in Treveris.
Anne Mai hat hier ein historisches Buch über die Stadt Trier und ihre Bewohner im Jahre 380 n. Chr. geschrieben. Die Kaiserstadt, die damals den Namen Treveris trug, war eine besondere Stadt. Der römische Einfluss war mächtig. In diesem Roman verflechtet die Autorin die Geschichte der Stadt, Macht, die Religion und Liebe. Bei den meisten stand der Glaube an die keltische Göttin Sirona im Vordergrund. Die katholische Kirche nimmt aber immer mehr Einfluss. Sehr bildgewaltig und mit einem literarisch, gutem Schreibstil versehen, wird durch die Zeilen geführt und bringt uns die damalige Zeit näher. Für mich war es nicht ganz einfach zu lesen. Viel Geschichtliches fließt ein und die Namen waren etwas ungewohnt. Für die Emotionen der Charaktere wäre noch etwas Luft nach oben gewesen.
Fazit: Ein Buch, dass sich mit Trier im Jahre 380 n. Chr. befasst und sich mit einem großartigen literarischen Schreibstil hervorhebt. Die Autorin hat ihr Hauptaugenmerk auf die historischen Elemente gesetzt und das merkt man dem Buch an. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/
Heute möchte ich euch den historischen Roman von Anne Mai vorstellen. Der Klappentext klingt sehr interessant
Trier, das spätrömische Treveris, 380 n. Chr.: Die bedeutendste Stadt nördlich der Alpen ist die Residenz des jungen Westkaisers Gratian. Hier treffen Macht und Religion, Liebe und Intrigen aufeinander. Nach glanzvollen Jahren fürchtet der Dichter und Politiker Ausonius um Gratians Sicherheit und um das friedliche Leben an der Mosella. Auch der städtische Magistrat Armitari und seine Gemahlin Julia ahnen die bevorstehende Zeitenwende. Kann das Augustusfest die Kaisertreue stärken? Da geschieht etwas Ungeheuerliches. Der Roman taucht tief ein in die großartige römische Historie der Moselstadt Trier und in das Dasein einiger Menschen, die hier um ihre Zukunft und ihr Glück kämpfen.
Abigail und Oliver gelingt die Flucht und sie bauen sich in Oregon ein neues Leben auf. Sehr erfolgreich gründen sie ein Unternehmen, aber das Leben dort hat auch seine Schattenseiten. Das Vergangene lässt die Beiden nicht los und verfolgt sie weiterhin. Melody findet weitere Briefe von Abigail und ihre Recherchen führen Sie nach Oregon. Was Sie dort vorfindet, hätte sie nicht mal im entferntesten erwartet. Auch hat sie ein kleines Geheimnis, von dem noch niemand etwas erfahren darf. Was Abigail und Oliver widerfahren ist, müsst ihr unbedingt selbst lesen. Ich möchte dazu auch nicht zuviel verraten.
Was für eine geniale Fortsetzung. Es knüpft direkt an den ersten Teil “ Der Faden der Vergangenheit“ an. Abigail gefällt mir. Sie lässt sich nicht unterkriegen, ist mutig und couragiert. Mit Oliver gelingt es ihr eine erfolgreiche Firma zu gründen. Das Glück und der Erfolg ist jedoch nur von kurzer Dauer. Mit Spannung verfolgt man ihr Leben und Leiden, aber die Vergangenheit holt sie ein. Aber genauso interessant ist Melody und welche Entdeckung sie in Oregon macht. Dadurch, dass in zwei Zeitebenen erzählt wird, wird es nicht eine Zeile langweilig. Das Gegenteil ist der Fall. Der beeindruckende, mitreißende und bildgewaltige Erzählstil lassen einen tief in die Geschichte eintauchen. Außerdem hat die Autorin die damalige Zeit sehr interessant dargestellt. Die ersten Siedler, die mit ihren Trecks unterwegs nach einem fruchtbaren Land suchten und dies zum Nachteil der Indianer.
Fazit: eine sehr spannende und berührende Fortsetzung mit einer couragierten Abigail, deren Leben und Leid eindrucksvoll und gefühlvoll dargestellt wird. Ich freue mich schon jetzt auf den dritten Teil der dramatischen Geschichte um Abigail. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 💥💥💥💥💥
Vielen Dank an @dtv verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Jo de Jong findet im Nachlass seiner Tante Liz Briefe an seinen Vater, die dieser nie erhalten hat. In diesen Briefen berichtet Trudi von einem Geheimnis. Warum hat seine Tante die Briefe unterschlagen? Dieser Frage gehen seine Mutter Roosje und Jo nach. Ihre Reise in die Vergangenheit führt sie deshalb nach Deutschland ins sauerländische Hönnetal. Dort wurden kurz vor Kriegsende bei einem geheimen Projekt Kriegsgefangene zu unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit in einem Stollen gezwungen. So auch Klaas, der Mann von Roosje. Wird es ihnen gelingen das Geheimnis zu entschlüsseln?
Dies ist der zweite Teil nach „Der Klang der Schwalbe“ von Uta Baumeister um die geheimen Vorgänge zum Bau einer Benzinfabrik. Wir begleiten Roosje und Jo auf ihrer Reise nach Deutschland und lernen dabei die Kunsthistorikerin Sibylle Kraft kennen, die die beiden tatkräftig bei der Suche nach Trudi unterstützt. Dabei wird Sibylle bedroht, denn jemand möchte verhindern, dass Licht in die Vergangenheit kommt. Es wird im Wechsel und in der Ich-Form von Klaas erzählt, wie es ihm auf der Flucht ergangen ist. Dort hat er Trudi kennen und lieben gelernt. Seine Gefühle, Gedankengänge, sein Leiden, aber auch die Hoffnung kann man gut nachvollziehen kann. Er war im zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter und er und seine Kameraden mussten sehr viel erleiden. Im Wechsel wird in der Gegenwart berichtet, in der Roosje und Jo nach Erklärungen suchen. Klaas hat Zeit seines Lebens nie vom Krieg erzählt. Später kommt auch noch Trudi zu Wort, deren Leben alles andere als einfach war. Die Protagonisten sind sehr lebendig und authentisch dargestellt. Man merkt, dass die Autorin mit großer Begeisterung geschrieben hat. Viel Hintergrundinformationen erhält man zu dem geheimen Projekt Die Schwalbe I.
Fazit: eine gelungene Fortsetzung und keine leichte Lektüre mit viel Dramatik und Leid verbunden. Von mir gibt es 4,5 Sterne.
Die Tippfehler im Ebook wurden bereits behoben. Die korrigierte Fassung der Taschenbücher gibt es demnächst.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.