Ein geplatztes Treffen wird für den Unternehmensberater Björn Rother zum Hinterhalt: Er wird überfallen, gefesselt und ins Hafenbecken von List geworfen. Nur knapp überlebt er den Anschlag. Als die Journalistin Jette Johannsen vom Sylter Inselblatt die Polizeimeldung liest, ist ihre Neugierde geweckt. Beim Besuch in der Klinik gewinnt sie Rothers Vertrauen und erfährt von Spannungen in seinem Umfeld. Als die beiden sich noch zu einem Abendessen verabreden, reagiert ihr Ex-Mann, Hauptkommissar Falk Richter, alles andere als gelassen. Seine Eifersucht wächst und es stört ihn, dass sie wieder bei den Ermittlungen mitmischt. Und der Täter ist noch nicht fertig. Eine Drohung taucht auf, ein weiterer Anschlag folgt. Während Falk zunehmend auch Rothers Ex-Frau ins Visier nimmt, wird klar: Hinter dem Fall steckt mehr als ein persönlicher Konflikt. Und die Wahrheit ist gefährlicher, als alle ahnen.
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Heute möchte ich euch die sehr sympathische Meike Dannenberg vorstellen.
Liebe Meike, herzlichen Dank, dass du heute mein Gast bist. Ich freue mich sehr, dich hier begrüßen zu dürfen.
Neugierig auf die Autorin? Dann lest weiter.
Ich wurde 1974 in Bremen geboren, aufgewachsen bin ich im Hamburger Schanzenviertel. Noch bevor es zum international bekannten Szene-Hotspot wurde, war es dort sehr lebendig, meine Mutter hatte mit zwei Frauen ein alternatives Café. In dem gab es auch ein kleines Programmkino. Diese Zeit, unorthodox, voller Menschen, mit Live-Musik im begrünten Hinterhof, hat mich geprägt. Im Sommer fuhren wir häufig mit einem Bulli nach Griechenland, campten bei Fischern auf einer Wiese.
Ich bin mit meinem Mann und unserer Tochter vor einigen Jahren in diese Bucht zurückgekehrt. Es gab Ältere dort, die erinnerten sich noch an meine Eltern. Eines der Fotos, das ich mitbrachte, zeigte das einzige existierende Abbild der Eltern einer Frau. Wir haben beide geweint. Warum erzähle ich das?
An diesem Strand überwältigte mich als Kind die Liebe zur Literatur. Die Bücher von Astrid Lindgren und Kurt Held hatte ich bereits auf der Fahrt gelesen. Blieb die Lektüre meiner Mutter. Es war so heiß, man konnte sich kaum bewegen, unter einem Feigenbaum las ich „Das Geisterhaus“ und „Die Herrin vom Nil“ wieder und wieder. Es war um mich geschehen. Die Kinderbibliothek war bereits weidlich ausgeschöpft, jetzt war die Erwachsenenbibliothek dran. Warum erzähle ich das? Weil dieses Leben in einem so alternativen Kontext, in einer Wohnung voller Bücher, mich darauf vorbereitete, hinzusehen, intensiv zu fühlen, um die Ecke zu denken, aber nicht unbedingt zu verstehen, wie man konventionell das Richtige sagt oder tut. Weil Bücher mir Welten eröffneten, in die ich fliehen konnte, wenn alles zu verwirrend war.
Meinen ersten Roman begann ich mit elf, aber da hatte ich Allende schon gelesen und betrachtete kritisch, viel zu kritisch, meine eigenen Worte.
Und als Kleinkind hatte ich bereits kahle Stellen im Kopfhaar, als Teenagerin wurde daraus Alopecia totalis, wie ich sie noch heute habe.
Die Literatur gab mir Halt, doch wirklich gefunden habe ich mich erst, als ich endlich, viel später, die Zweifel überwand und selbst Geschichten zu schreiben begann.
Der Weg führte über Journalismus, auch über Literatur, ich bin seit bald zwanzig Jahren Mitarbeiterin des BÜCHERmagazins. Aber erst als unsere Tochter geboren wurde, nahm ich ernst, wie sehr ich meine eigenen inneren Welten kennenlernen wollte. Kriminalromane geben mir die Möglichkeit, die Dunkelheit zu begreifen, sie einzuhegen.
Gleichzeitig bleiben das unfassbare Blau des Mittelmeeres, die Liebe zur Natur und das Glück unter dem Feigenbaum Teil meines Schreibens. Dafür bin ich dankbar, ebenso allen, die an dieser Reise teilhaben und mir so das Privileg schenken, immer tiefer und weiter in mein persönliches Meer der Geschichten rauszuschwimmen.
Dr. Bernhard Sommerfeld ist nicht nur Ziel von Kopfgeldjägern, sondern auch BKA-Beamte haben den Wunsch, ihn auszuschalten. Doch wo hält er sich verborgen? Es kursieren zahlreiche Vermutungen, doch in Wahrheit hält er sich in Ostfriesland auf und ist ein Meister der Verkleidung. Sein Antrieb ist Rache, und er plant, sich mit dem Verbrecherboss Luis Berreta anzulegen.
Die Geschichte startet direkt spannend. Besonders gut hat mir gefallen, wie geschickt Sommerfeldt agiert und mit seiner perfekten Tarnung alle an der Nase herumführt. Er nimmt Kontakt zu Rupert auf und verfolgt dabei nur ein Ziel. Er will den Tod seiner Frau rächen. Während das BKA alles daransetzt, ihn endlich zu fassen, haben sie die Rechnung ohne Sommerfeldt gemacht. Er ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus. Leichen gibt es dabei zur Genüge. Obwohl Sommerfeldt ein Serienkiller ist, hat er meine Sympathie. Das liegt vor allem daran, dass er seinen ganz eigenen Sinn für Gerechtigkeit hat. Natürlich ist einiges stark überzogen und mit der Realität hat die Handlung nur wenig zu tun. Wer einen durch und durch glaubhaften Thriller erwartet, wird hier wohl enttäuscht sein. Mich hat das jedoch nicht gestört.
Mein Fazit: Der Kriminalroman ist zwar reichlich übertrieben, aber der schwarze Humor gleicht vieles aus und ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte um Sommerfeldt weitergeht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
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Die Therapeutin Lily Brown ist entsetzt über den Zustand ihrer neuen Klientin Mary-Ann. Diese wirkt erschöpft und leidet unter Depressionen, da ihre Tochter seit zwei Jahren verschwunden ist. Dies ist nicht ihr einziger Fall, denn ein Heiratsschwindler betrügt die Frauen um ihr Geld und Caroline ist bei ihr in Behandlung.
Obwohl Lily hochschwanger ist, nimmt sie einen neuen Fall an, sehr zum Unmut ihres Partners Dan, der besorgt ist, da sie bereits mehrfach in gefährliche Situationen geraten ist. Bald zeigt sich, dass Mary-Ann von ihrer Mutter und ihrem Bruder stark unter Druck gesetzt wird. Zur gleichen Zeit hofft Caroline, einen gewissenlosen Heiratsschwindler zur Verantwortung zu ziehen und ihr verlorenes Geld zurückzuerlangen. Gleichzeitig sucht Lilys Partner Dan nach mehreren vermissten Mädchen. Der Roman greift Themen wie Abhängigkeit, Narzissmus und das Leben von Messis auf. Die Autorin verdeutlicht eindrucksvoll, wie manipulativ Menschen sein können und welche tiefen Wunden toxische Beziehungen hinterlassen. Die wechselnden Perspektiven erhöhen dabei die Spannung und die Zusammenhänge werden allmählich klarer.
Mein Fazit: Die Geschichte wird eindringlich erzählt und ist voller Tragik und Dramatik. Sie lässt schonungslos in menschliche Abgründe blicken und überzeugt mit einer packenden Handlung. Das überraschende Ende rundet den Roman perfekt ab. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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Heute stelle ich euch ein sehr sympathisches Autorenduo vor: René Förder & Stephan Pächer. Spannende Biografien, harte Fakten und jede Menge Humor. Viel Spaß beim Einblick in ihre gemeinsame Krimi-Welt!
René Förder (geb. 1969 in Kyritz/Brandenburg) schloss die Schule und Ausbildung in Dessau/Anhalt ab und spielte bei Vorwärts Dessau Fußball. Im September 1989 floh René über die bewachte Grenze der CSSR in die BRD. Er holte das Fachabitur nach und studierte Sozialwissenschaften an der GH Duisburg und wurde TV-Autor.
Stephan Pächer (geb. 1968 in Minden, aufgewachsen in Recklinghausen) floh nach seinem Studium der Theater- Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Geschichte über die unbewachte (gedachte) Grenze aus dem Ruhrgebiet ins Rheinland und wurde ebenfalls TV-Autor.
Stephan und René arbeiteten über zehn Jahre in der TV-Comedybranche der 2000er Jahre, erfolgreich – und aneinander vorbei. Sie schrieben Texte für alles, was komisch sein sollte (u.a. »Die Wochenshow«, »Freitag Nacht News«, »Was guckst du?«, »Ladykracher«, »heute show« und »Switch reloaded«) und bekamen dafür Preise.
2011 sollten sie die Moderationsbücher für eine Hypnoseshow schreiben (“Ich weiß, was du letzten Freitag getan hast” / RTL II). Seitdem entstanden in gemeinsamer Arbeit Drehbücher, u.a. für »Die Lottokönige«, »Morden im Norden«, »Das Großstadtrevier«, »Pastewka« und »Wilsberg«. Die Hypnose wirkt also.
„Toni Kölsch – Ausgelöscht“ ist ihr erster gemeinsamer Krimi-Roman in dem die beiden Autoren sich auch selbsttherapierend an den Widersprüchen der schönsten hässlichsten Stadt Deutschlands abarbeiten. Stadt mit „K“ heißt für sie: Stadt mit Krimi.
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg!
Eine grausame Mordserie erschüttert Köln. Scheinbar wahllos entführt ein Unbekannter ältere Menschen, fesselt sie und lässt sie dann unbarmherzig verhungern. Kommissarin Anna Melcher wird auf den Fall angesetzt. Seit ihrer Scheidung leidet die Ermittlerin unter Panikattacken, die sie vor den Kollegen zu verheimlichen versucht. Und gerade jetzt kann Anna sich kein Zeichen der Schwäche erlauben, denn der gnadenlose Täter hat ein weiteres Opfer in seiner Gewalt. Ohne forensische Spuren bleibt Anna allerdings nichts übrig, als in der Vergangenheit der Opfer nach Verbindungen zu suchen. Und tatsächlich: Ein Hinweis führt sie zurück in die achtziger Jahre zu einem grausamen Fall von Kindesmisshandlung. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner, dem pedantischen Frieder Tann, muss Anna jetzt schnell handeln. Doch das ist leichter gesagt als getan: Denn Frieder hält wenig von Annas unkonventionellen Ermittlungsmethoden – und der Täter steht kurz davor, sein entsetzliches Werk zu vollenden.
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Die Ereignisse auf Borkum haben Dr. Bernhard Sommerfeldt zutiefst erschüttert. Jetzt ist die Zeit gekommen, gegen das Organisierte Verbrechen in Ostfriesland und auf den Inseln vorzugehen. Doch dafür braucht er einen guten Plan, denn der neue Gangsterboss, den sie den »Brasilianer« nennen, geht äußerst raffiniert vor. Dabei hat er einen bekannten Verbündeten: Hauptkommissar Rupert und Dr. Bernhard Sommerfeldt verfolgen jetzt ein gemeinsames Interesse an der ostfriesischen Küste.
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Diesmal steht Kommissarin Fenja Grothe vor einer schwierigen Herausforderung. Der Krimiautorin Louisa Engels wurden ihre ersten Buchausgaben gestohlen, und es wirkt so, als würde der Täter sich an den begangenen Morden orientieren. Nach dem ersten Mord ist schnelles Handeln gefragt, denn man erwartet weitere Taten.
Der Einstieg in den Fall zeigt schnell, dass die Zusammenarbeit mit der Kriminalhauptkommissarin Zarah Meißner zunächst alles andere als einfach verläuft. Unterschiedliche Ansichten und ein gewisses Misstrauen sorgen anfangs für Spannungen. Mit der Zeit entwickelt sich jedoch ein gut funktionierendes Team, das sich hervorragend ergänzt. Für weitere Unruhe sorgt der Druck von ganz oben. Dadurch entsteht ein Kompetenzgerangel, das die Nachforschungen erschwert. Die Ermittler verfolgen zahlreiche Spuren und ziehen verschiedene Möglichkeiten in Betracht. Die Geschichte ist durchgehend spannend erzählt. Ich hatte zwar schon früh einen Verdacht, wer hinter den Taten stecken könnte, ob dieser sich bestätigt hat, verrate ich natürlich nicht. Gerade das Miträtseln hat für mich einen großen Teil des Lesespaßes ausgemacht.
Fazit: Es ist ein Kriminalroman mit einer gelungenen Grundidee, einem spannenden Fall, und er überzeugt mit starken Charakteren. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
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Geboren in Hannover, studierte Lilly Zahnmedizin in Berlin und landete der Liebe wegen auf Mallorca, wo sie seit über zwanzig Jahren zwischen Olivenhainen und dem Meer lebt. Nach vielen Jahren als Zahnärztin tauschte sie kürzlich vollständig die Praxis gegen den Schreibtisch. Unter dem Namen Lilly Alonso schrieb sie die Mallorca-Krimi-Reihe um Sargento Lluc Casasnovas, nun erscheint mit „Tote trinken keinen Riesling“ der Auftakt ihrer neuen Cozy-Crime-Reihe unter eigenem Namen. „Schuld an allem war der kaputte Würstchenwärmer.“ Den Satz hörte Lilly an einem Weihnachtsabend von ihrer Schwiegermutter, einer Reiseleiterin für Seniorengruppen. Sie wusste weder, was ein Würstchenwärmer ist, noch, woran er schuld war, aber in ihrem Kopf läuteten sofort alle Glocken. Das, dachte sie, wird der erste Satz eines Romans. Auch die Heldinnen standen sofort fest: charismatische Frauen im goldenen Alter, die ein ganzes Leben hinter sich haben, zu ihren Meinungen stehen und sich nicht darum scheren, was Gott und die Welt davon halten. Auf diese Freiheit freut sich Lilly, ehrlich gesagt, schon selbst: zu tun und lassen, was man will — und schlimmstenfalls ein nachsichtiges Lächeln dafür zu ernten. Foto: Silvia de Couët
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!
Die Kripo Nordsee, unter der Leitung von Hauptkommissarin Hanna Janssen, wird nach Norderney gerufen, da dort ein Mord geschehen ist. Ein Mann wurde erdrosselt, und es stellt sich die Frage nach dem Warum. Währenddessen folgt ihr Kollege Lasse Klaasen einer Spur, die ihn ebenfalls in die Nähe von Norderney führt.
Der Fall bringt die Sonderkommission Kripo Nordsee dieses Mal nach Norderney, wo ein Mord geschehen ist. Mit dem heranrückenden, angekündigten Orkan wird die Ermittlungsarbeit zu einer echten Herausforderung. Die bedrückende Atmosphäre, die durch die Natur entsteht, passt perfekt zur Handlung und steigert die Spannung noch weiter. Hannah muss zunächst ohne Lasse ermitteln, da er in einem anderen Fall Spuren verfolgt, die ihn persönlich betreffen. Der Täter handelt äußerst skrupellos.
Fazit: Auch dieser Band hat mich erneut voll und ganz überzeugt. Die Geschichte bietet Abwechslung, und die Ereignisse fügen sich stimmig zusammen. Vor allem die Auflösung hat mich überrascht, da sie nicht vorhersehbar war. Der Autor versteht es erneut, von der ersten Seite an Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss auf hohem Niveau zu halten. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
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