Althoff Doris – Die ungerechte Vergeltung am IJsselmeer

Rezension

Die Kommissarin Wallis Windsbraut genießt ihr Sabbatjahr und verbringt einen ausgiebigen Abend in einer Kneipe mit Jos. Jemand muss ihnen heimlich etwas in die Drinks verabreicht haben, denn sie haben keine Erinnerungen mehr und Wallis einzigartiges Auto ist verschwunden, ebenso wie der Gerichtsmediziner Daan Maartens. Als eine Leiche gefunden wird, wird Wallis von den niederländischen Ermittlern um Hilfe gebeten.

Der Krimi spielt am Ijsselmeer, wo Wallis eigentlich eine wohlverdiente Auszeit genießen möchte. Doch die ersehnte Ruhe hält nicht lange an, denn bald steckt sie erneut in einem komplizierten Fall. Eine rasche Lösung scheint nicht in Sicht zu sein.
Insbesondere die Geschehnisse um Daan, der in großer Gefahr schwebt und vor einer schwierigen Herausforderung steht, sind bemerkenswert. Gleichzeitig muss Kommissarin Fleur van der Berg eine bedeutende Entscheidung treffen, deren Auswirkungen weitreichend sein könnten.

Fazit: Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Im Vergleich zu den vorherigen Bänden der Reihe empfand ich ihn allerdings als etwas schwächer. Dennoch konnte mich die Geschichte gut unterhalten und die Auflösung war für mich überraschend, da ich sie nicht vorhergesehen hatte.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Herrmann Jutta Maria Das Unglück

Buchvorstellung

Kara führt eine glückliche Ehe ‒ glaubt sie. Doch während der Dienstreise ihres Mannes brennt der Zugwaggon, in dem er sitzt, vollständig aus. Keiner der Reisenden überlebt.
Kara erwartet ihr erstes Kind und kämpft darum, das Unfassbare zu begreifen. Immer wieder lässt sie die letzten Stunden vor Michaels Abreise vor ihrem inneren Auge ablaufen ‒ auf der Suche nach Trost. Stattdessen findet sie Risse, Widersprüche, die sich zu einem beunruhigenden Muster fügen.
Michael hat sie belogen ‒ nicht einmal, nicht aus Versehen, sondern von Anfang an. Seit dem Tag, an dem sie sich kennengelernt haben, hat er ein Netz aus Unwahrheiten um sie herum gewoben.
Wer ist dieser Mann wirklich, dem sie im Glauben an Liebe und Aufrichtigkeit das Jawort gegeben hat? Gerade, als sie glaubt, die Zusammenhänge endlich zu verstehen, erreicht sie die Nachricht, sie sei in großer Gefahr.
Die Handschrift erkennt sie sofort. Sie würde sie unter tausend anderen erkennen.

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Hafermeyer Franz – Lattenschuss und Abseitsfalle

Rezension

Der Physiotherapeut Stefan, der für die Frauenfußballmannschaft des SV Donauwörth verantwortlich ist, ist plötzlich verschwunden. Tanja, Loretta und Ina sind der Meinung, dass sein Verschwinden möglicherweise ein Verbrechen ist, da Stefan als Physiotherapeut für das deutsche Nationalteam während der Weltmeisterschaft tätig sein wird und er keinen Grund hätte, seine Arbeit aufs Spiel zu setzen. Die Frauen beschließen, sich auf die Suche nach ihm zu machen.

Die Frauen sind überzeugt, dass mehr hinter dem scheinbar harmlosen Verschwinden von Stefan steckt, und wenden sich an Siggi, der bei der Kriminalpolizei tätig ist und auch im Vorstand ihres Vereins sitzt. Statt Unterstützung zu erhalten, werden sie von ihm jedoch nicht ernst genommen. Also beschließen sie, selbst aktiv zu werden, und fangen an, eigenständig Nachforschungen anzustellen. Dabei schrecken sie auch vor einem Einbruch zurück.
Sie sind unglaublich sympathisch und brachten mich mit ihren Dialogen immer wieder zum Schmunzeln.

Fazit: Bisher kannte ich den Autor hauptsächlich von seinen eher harten und teilweise brutalen Krimis, und ich war gespannt, wie er sich in diesem Genre schlägt. Er hat mich überrascht. Die Geschichte wird lockerer erzählt, überzeugt mit Humor und charmanten Charakteren und lässt sich flott lesen.

Fazit: Es handelt sich um einen unterhaltsamen Cosy Crime, der auf die WM einstimmt. Zum Ende hin erhöht sich das Tempo und die Auflösung ist spannend inszeniert.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Konrad Cleo Homestory

Buchvorstellung

Der Steingruberhof ist ein abgeschiedener Ort mit einer eingeschworenen Gemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln lebt. Als dort in einem flirrend heißen Sommer die Leiche einer Journalistin gefunden wird, fällt der Verdacht auf die Hofbewohner. Die junge Anwältin Eva soll ihnen helfen, denn als Tochter der charismatischen Gründerin hat sie früher selbst in der Kommune gelebt. Nach dreizehn Jahren kehrt sie zurück. Doch der Ort, der einst ihre Heimat war, erscheint ihr nun fremd. Was verheimlichen ihr die Menschen, die sie so gut zu kennen glaubte? Auf der Suche nach Antworten stößt Eva auf eine Mauer des Schweigens. Und je näher sie der Wahrheit kommt, desto klarer wird ihr: Dieser Hof verbirgt mehr als ein Geheimnis – und einen Mörder, der bereit ist, für seines zu töten.

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Persson Inga Murnauer Morde

Buchvorstellung

Eigentlich wollte Anna Sieveking im malerischen Murnau neu anfangen. Doch statt Ruhe erwartet sie ein gefährlicher Fall: Mehrere Frauen sterben bei Gewitter – offiziell Unfälle, aber was steckt wirklich dahinter? Gemeinsam mit Kommissar Andreas Kienlechner folgt Anna der Spur in ein Netzwerk aus Schweigen, Macht und Gewalt. Ein Wettlauf gegen Zeit und Wetter beginnt.

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Förder René und Pächer Stephan Toni Kölsch


Buchvorstellung

Mit chirurgischer Präzision und tödlicher Symbolik inszeniert ein Serienmörder in der Domstadt seine Opfer. Kommissarin Toni Kölsch erkennt bald, was ihn antreibt: der Hass auf Klüngel, Korruption und Vertuschung. Doch je näher sie ihm kommt, desto persönlicher wird der Fall – denn der Mörder kennt ihr dunkelstes Geheimnis. Und er wird alles tun, um sie damit zu brechen.

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Aichner Bernhard – Totenfrau Der Rausch

Rezension

Blum wird weiterhin gesucht, und in Hamburg findet sie Unterstützung, um eine neue Identität für sich und ihre Kinder zu schaffen. Allerdings ist der Preis dafür hoch, denn sie wird gezwungen, einen Menschen zu töten. Ständig hat sie Angst, dass derjenige seine Forderungen stellen könnte.

Voller Vorfreude habe ich den dritten Band der Totenfrau-Reihe begonnen und wurde nicht enttäuscht. Nachdem der zweite Teil etwas ruhiger angelegt war, geht es diesmal wieder richtig zur Sache. Die Handlung ist von Anfang an spannend und es wird brutal, blutig und stellenweise schonungslos.
Blum wächst erneut über sich hinaus. Immer wieder findet sie sich in Situationen wieder, die sie unbedingt vermeiden wollte. Daraus resultiert oft mein Mitgefühl für sie. Trotz aller Rückschläge bleibt sie stark, und zielstrebig und zeigt erneut ihren Einfallsreichtum und ihren Willen zum Überleben.
Besonders spannend fand ich den Konflikt mit dem Zuhälter Schiele. Er fordert einen hohen Preis für ihre neue Identität und setzt Blum enorm unter Druck. Dadurch ist sie gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen, die weitreichende Konsequenzen haben. Die Spannung stieg an und ließ mir kaum Raum zum Durchatmen.
Sein fesselnder Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten im Flug vergehen. Zwar erscheinen einige Entwicklungen etwas übertrieben, doch das hat mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt.

Mein Fazit: Es handelt sich um einen absolut packenden Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite hervorragend unterhält. Wer die Reihe bisher mochte, wird auch diesen Teil verschlingen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und  ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Rowohlt Verlag herzlich bedanke.

Aichner Bernhard – Totenfrau Das Haus

Rezension

Es ist einige Zeit vergangen, als bei einer Exhumierung zwei Köpfe und vier Beine gefunden wurden. Bestatterin Blum wird rasch zur Hauptverdächtigen und findet Zuflucht in einem leerstehenden Hotel. Dort stößt sie endlich auf Antworten zu ihrer Vergangenheit, doch ist dieser Ort wirklich sicher?

Dieser zweite Teil schließt direkt an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Daher empfehle ich jedem, die Reihe unbedingt der Reihenfolge nach zu lesen. Ohne die vorhergehenden Informationen fehlen wichtige Zusammenhänge und viele Entwicklungen in Blums Geschichte.
Blum befindet sich erneut in einer extremen Ausnahmesituation. Sie muss ohne ihre Kinder fliehen und findet Unterschlupf bei Alfred, Ingmar und deren Haushälterin in einem leerstehenden Hotel. Von dort an nimmt die Geschichte eine Richtung an, die gleichermaßen unheimlich wie schockierend ist.
Besonders beeindruckt hat mich, dass ich während des Lesens nie vorhersagen konnte, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde.
Der Autor schafft es bemerkenswert gut, Spannung aufzubauen, und überrascht mich immer wieder.
Obwohl die Geschehnisse wieder intensiv sind, fand ich diesen Band etwas weniger grausam als den ersten. Das mindert jedoch nicht die Spannung.
Auch stilistisch überzeugt der Autor wieder mit seinem prägnanten und mitreißenden Schreibstil.

Mein Fazit: Auch der zweite Teil der Reihe hat mich bestens unterhalten. Spannend, überraschend und hervorragend inszeniert. Das offene Ende weckt sofort die Vorfreude auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Fischer Thea – Der Tod kennt ihren Namen

Rezension

Zusammen mit Bernd Niemann führt Lena Meister eine Agentur, die Menschen dabei unterstützt, unter einer anderen Identität neu zu starten. Sie helfen nicht nur Opfern von Stalking, sondern auch Frauen, die Gewalt im häuslichen Umfeld erleben, ein neues Leben an einem anderen Ort zu beginnen. Bis eines Tages ihre junge Klientin Michelle tot aufgefunden wird. Lena hat plötzlich Angst um ihr eigenes Leben.

Schon der Prolog hat mich sofort neugierig gemacht. Lena hat sich ein neues Leben aufgebaut und versucht, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch schnell wird deutlich, dass diese Vergangenheit sie einzuholen droht und sie sich in großer Gefahr befindet.
Nach und nach wird verständlicher, weshalb Lena bedroht wird. Ihre ständige Vorsicht und das große Misstrauen gegenüber anderen sind vollkommen nachvollziehbar. Ich konnte ihre Ängste und ihr Verhalten gut nachempfinden. Auch die Einblicke in ihre Agentur bereichern die Erzählung.
Die Autorin behandelt zudem aktuelle und bedeutende Themen wie Stalking, Incels und Frauenfeindlichkeit. Besonders alarmierend ist dabei die Frage, wie rasch sich die Rollen von Opfern und Tätern verändern können. Auch sehr gut gefallen hat mir das Setting im Fünfseenland. Da ich erst vor Kurzem selbst dort Urlaub gemacht hatte, waren mir viele Orte vertraut. Die Atmosphäre und die Umgebung wurden sehr authentisch und atmosphärisch beschrieben.

Fazit: Der Spannungsbogen ist nicht durchgehend auf hohem Niveau, dennoch bleibt die Geschichte durch eine unterschwellige Bedrohung fesselnd.
Das Ende hat mich zunächst etwas irritiert. Je länger ich darüber nachdachte, desto nachvollziehbarer erschien es mir jedoch. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Geschichte noch fortgesetzt wird.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Hebesberger Roland – Der Sträfling

Rezension

Schon lange möchte der Verhaltensanalytiker Jan Theurer mit dem Serienmörder Frank König sprechen. Als dieser zustimmt, stellt er eine Bedingung: Er möchte innerhalb von 48 Stunden Freiheit erlangen, oder die Kinder eines zuvor entführten Busses werden sterben. Jan und sein Team setzen alles daran, die Kinder zu retten.

Der Prolog beginnt im Jahr 1995 und ist sehr fesselnd, bevor die Handlung ins Jahr 2005 übergeht. Es handelt sich um die Entführung einer ganzen Schulklasse, die in einem Container festgehalten wird. Der Zeitdruck für die Ermittler ist hoch, und besonders Jan und sein Team spüren den zunehmenden Druck. Sie suchen in alle Richtungen, und bald wird deutlich, dass hinter dem Ganzen jemand steht, der den Täter unterstützt. Doch wer könnte das sein?
Besonders gelungen ist erneut das Zusammenspiel des Teams. Jeder Einzelne geht an seine Grenzen und begibt sich teilweise sogar in große Gefahr. Der Täter spielt ein perfides Katz-und Maus-Spiel und scheint den Ermittlern stets einen Schritt voraus zu sein, was die Spannung konstant hoch hält.
Ich habe regelrecht mit den entführten Kindern mitgefiebert und konnte die Entwicklung der Geschichte nicht vorhersehen.

Fazit: Der Thriller hält von Anfang an ein hohes Spannungsniveau. Das Finale mündet in einen dramatischen Showdown, der so von mir nicht abzusehen war und mit einer sehr gelungenen Wendung überrascht.
Um die gesamten Zusammenhänge vollständig zu erfassen, ist es ratsam, auch die vorhergehenden Bände der Reihe zu lesen. Besonders aufgrund der langen Zeitspanne hätte ich mir an einigen Stellen mehr Rückblicke gewünscht, um wieder vollständig im Geschehen zu sein.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Empire Verlag herzlich bedanke.