Lesehighlight August 2019 Daniel Neufang VERDRÄNGTE ZEITEN


Gekennzeichnet von Hunger und Krankheit kehrt Johannes Becker aus dem 1. Weltkrieg zu seiner Familie heim.
Als Kriegsveteran stößt er bei vielen auf Misstrauen und Ablehnung.
Die Gesellschaft gibt ihnen die Schuld an dem verlorenen Krieg.
Er findet zwar Arbeit, aber seine Kriegsverletzung, sein Zittern und seine Alpträume, die ihm den Schlaf rauben, hindern ihn ein normales Leben zu leben.
Er heiratet Maria, aber glücklich ist er nicht und die Depressionen werden schlimmer.
Als der zweite Weltkrieg ausbricht und er sich endlich wieder einem Arzt anvertrauen möchte, gerät er an einen Nationalsozialisten.
Was dann passiert und wie es endet, ist so grausam, dass einem die Worte fehlen.
Daniel Neufang hat hier eine Biographie über einen Kriegsveteranen geschriebenen.
Sehr einfühlsam wird hier Johannes beschrieben. Seine Ängste, sein Leiden, seine Alpträume und seine Medikamentenabhängigkeit. Ich habe mit ihm gelitten.
In Rückblicken wird das Geschehen an der Front geschildert. Auch die Ablehnung der Menschen gegenüber ihm kommt zur Sprache.
Diesen Kriegsversehrten wurden keine Renten bezahlt, sodass vielen nur das Betteln blieb.
Sie haben ihr Leben riskiert und wurden ausgegrenzt.
Man kann nach diesem Buch auch eher verstehen, warum die älteren Männer, die im Krieg waren, so schweigsam und oft teilnahmslos waren.
Ich habe die größte Hochachtung vor diesen mutigen Männer und danke Daniel Neufang für dieses Buch, dass sie nicht vergessen werden.
Mich lässt das Buch sprachlos, fassungslos und unter Tränen zurück.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung
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Lesehighlight Juli 2019 Leo Aldan DAS FEUER DER ERDE

Im Jahr 2029 stellt die Vulkanforscherin Dr. Georgina Finley bei ihren Untersuchungen in der Antarktis fest, dass ungewöhnlich hohe Temperaturen herrschen und diese sich auf das Erdinnere auswirken können und aufgrund dessen, dies zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen führen kann.
Bei einem Vortrag wird sie auf das Schärfste angegriffen. Ihr schlimmster Widersacher ist Turkov, der sofort alle Gelder für das Institut streicht und versucht sie auszuschalten.
Erste Meldungen von schweren Erdbeben und Vulkanausbrüchen treffen kurz darauf ein.
Für exakte Berechnungen, wo als nächstes Katastrophen eintreffen, benötigt sie einen Großrechner. Den Zutritt dazu, wird ihr von allen Seiten verweigert.
Gelingt es ihrem Team festzustellen, wo in Kürze das Inferno stattfindet? Können Sie die mächtigsten Politiker überzeugen, dass sofort Maßnahmen zur Evakuierung eingeleitet werden müssen?
Wer ist ihr geheimnisvoller Freund Ryan?

Leo Aldan hat hier ein erschreckendes und realistisches Szenario geschrieben. Gut recherchiert hat er hier eine Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit verwendet. Ihm ist die Verknüpfung sehr gut gelungen.
Das Buch liest sich von der ersten bis zur letzten Seite absolut spannend und hat mich durchgehend gefesselt und eine Gänsehaut beschert.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr verständlich dargestellt.
Die Charaktere sind ausgezeichnet beschrieben. Der Einblick in Georginas Kindheit war sehr ausdrucksstark und hat Abwechslung in das Geschehen gegeben.
Wer der geheimnisvolle Ryan ist, bleibt bis zum Schluss aufregend.
Ich habe selten ein Zukunftsbuch so verschlungen, wie dieses.
Das Cover verspricht genau das, wie es sich präsentiert.
Atemraubend, beängstigend, bedrohlich und besorgniserregend ist dieses Buch und deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.
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Lesehighlight Juni 2019 Julia Corbin NADELHERZ

Ein mit Nadeln gespicktes Herz erhält Tessa. Die Aufregung ist groß, denn es stellt sich heraus, dass sie über ein Jahr mit ihrer besten Freundin gefangen gehalten, gefoltert und misshandelt wurde. Wanderer sind zufällig auf den alten, verwahrlosten Hof auf der Schwäbischen Alb gekommen, indem die beiden festgehalten wurden. Tessa überlebte, ihre Freundin nicht.
Kurze Zeit später wird eine Leiche ohne Herz gefunden.
Alex und Oliver ziehen wieder die Biologin Karin hinzu, weil es Besonderheiten bei der Leiche gibt.
Weitere Herzen und Leichen werden gefunden.
Hat die Polizei auf der Schwäbischen Alb schlampig ermittelt?
Gibt es einen Nachahmungstäter und schwebt Tessa erneut in Gefahr? Was verschweigt sie?Obwohl dies der dritte Teil um Hall und Hellstern ist, lässt Julia Corbin die Qualität darunter nicht leiden. Das Gegenteil ist der Fall. Es geht hier richtig dramatisch zu.
Man kann das Buch auch unabhängig von den anderen lesen, denn es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte.Was Tessa und Jasmin in Gefangenschaft erleiden mussten, wird in Rückblicken erzählt. Nur die Macht des Selbsterhaltungstriebs hat sie am Leben gelassen.
Die perfiden Mordtaten sind grausam, dramatisch und erschreckend.
Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende hoch.
Die Szenen lebhaft, lebendig und fesselnd.
Das Kopfkino lief mit und ich war mitten im Geschehen.
Sehr facettenreich auch die biologischen Untersuchungen.
Die Charaktere, wie schon in den vorherigen Büchern sehr gut ausgearbeitet und keineswegs oberflächlich.
Das Buch hat mich mitgerissen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.Ein Thriller, der alles beinhaltet. Schauer, Nervenkitzel und Spannung und mit einem Täter überrascht, den man nicht im Visier hatte.
Er lässt tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken.Ein wahrhaft meisterhaftes Buch.
Ich kann es absolut weiterempfehlen.
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Lesehighlight Mai 2019 Astrid Korten ICH


Hannah hat einen folgenschweren Unfall verursacht. Sie ist voller Schuldgefühle. Ihr Leben ist auf einmal nicht mehr so, wie es war.
Durch einen Umzug will sie einen Neuanfang starten.
Ihre Schwester Pia leidet darunter nicht schwanger zu werden und fühlt sich schon ihr Leben lang gegenüber ihrer Schwester benachteiligt.
Als eine Schülerin von ihr Selbstmord begeht, zieht sie in die Nähe ihrer Schwester.
Eines Tages bekommen beide eine mysteriöse Nachricht mit „Willkommen im Dunkel der Angst“.
Fortan haben beide Schwestern das Gefühl verfolgt zu werden.

Ich sinnt auf Rache.

Was in dieser Geschichte alles passiert, müsst ihr unbedingt selber lesen.

Astrid Korten hat hier einen absolut fesselnden und spannenden Thriller geschrieben.
Er hielt mich von Anfang bis Ende unter Hochspannung und hat mich in einen tiefen Sog mitgerissen.
Bis zum Ende bleibt vieles rätselhaft und gibt Raum für Spekulationen.

Durch die jeweiligen Erzählungen der Protagonisten taucht man immer tiefer in die Geschichte ein und sieht das Ganze aus deren Blickwinkel.

Die Charaktere sind mit viel Gespür und Glaubwürdigkeit ausgestattet. Man fühlt und leidet mit ihnen.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Zeilen fliegen nur so dahin.

Wer spannungsgeladene Bücher liebt, ist hier genau richtig.

Äußerst fesselnd, spannend, beängstigend und lesenswert. Eine wirkliche Spitzenleistung.

Ein absolutes Lese Highlight.
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Hausmann Romy LIEBESKIND

Lena und ihre Kinder werden in einer abgedunkelten Hütte gefangen gehalten. Es gelten strenge Regeln wie bestimmte Zeiten zum Essen, Lernzeiten und Toilettengänge. Eine Sauerstoffzufuhr erhält sie am Leben.
Eines Tages gelingt ihr mit Hannah die Flucht. Dabei wird sie von einem Auto angefahren.
Ist ihr Alptraum damit zu Ende oder geht er jetzt erst richtig los?
Matthias Beck ist seit 14 Jahren auf der Suche nach seiner Tochter Lena, die seither vermisst ist. Er bekommt eine Nachricht des damals ermittelten Kommissars, dass es sich bei der Verletzten um seine Tochter handeln könnte. Sie hat an der Stirn auch eine Narbe. Bei einem Besuch stellt er aber fest, dass die Verletzte nicht seine Lena ist.

Wer aber ist die Person, die erst mal aussagt, Lena zu sein? Warum verhält sich ihre Tochter Hannah so komisch?

Romy Hausman hat hier einen Thriller geschaffen, der einem unter die Haut geht. Ich hatte die ganze Zeit ein Gänsehautfeeling.

Der Plot und der Aufbau sind sehr gut durchdacht.
Die Spannung von Anfang bis Ende ungewöhnlich hoch.
Real und authentisch sind die Szenen dargestellt.
Sie hat Figuren geschaffen, mit denen man mitfühlt und mitleidet. Der Autismus von Hannah wurde sehr gut dargestellt. Die Gedankengänge und die daraus resultierende Handlungen sind sehr gut nachvollziehbar.

Es gibt verschiedenen Handlungsstränge, die am Ende gekonnt zusammen laufen.
Es ist absolut nicht vorhersehbar, wie die Geschichte endet. Am Ende überrascht uns die Autorin mit einem Täter, den man nicht auf dem Radar hatte.

Das Buch raubt einen den Atem. Es bleiben bewegende Eindrücke zurück. Mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, man will es keine Minute aus der Hand legen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
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Lesehighlight Februar 2019 Esser Frank 📖 Der Schmerzkünstler

Meine Rezension zu Frank Esser
Aus dem Nichts taucht eine junge Frau auf der Straße auf. Lukas Sontheim kann gerade noch ausweichen. Ihm fallen die Misshandlungen der Frau gleich ins Auge. Als er sich ihr zuwendet, bekommt er einen Schlag auf den Kopf. Kurze Zeit später wird ihre Leiche gefunden.
Vor 6 Jahren hatte der Schlächter bereits mehrere Frauen mit Foltermethoden umgebracht.
Der Mörder Georg Laumann wurde damals von Sontheim überführt. Seine Taten hat er aber nie gestanden und verübte kurz darauf in seiner Zelle Selbstmord.
Lukas Sontheim inzwischen Privatermittler wird den Verdacht nicht los, dass er Mittelpunkt dieses Mordes ist.
Als weitere Frauen mit den gleichen Misshandlungen auftauchen, zieht er seinen Freund den Computerfreak hinzu. Es gibt keine Gemeinsamkeiten der Frauen, außer dass sie alle Studentinnen waren.
Der Serienmörder treibt ein Katz und aus Spiel mit Sontheim.

Warum steht er im Visier von ihm? Als er eine heiße Spur entdeckt, kommt er selbst in Gefahr.
Frank Esser ist hier ein außergewöhnlicher Thriller gelungen. Eine Gänsehaut ist sicher. Um den Leser die Schmerzen spüren zu lassen, geht er detailliert auf die Foltermethoden ein. Nichts für zarte Gemüter.
Der Spannungsbogen ist von Anfang an sehr hoch und zieht sich komplett durch die Geschichte. Die Kapitel sind kurz und lassen sich durch den flüssigen Schreibstil sehr gut lesen.
Immer mehr Einblicke in das Leben von Sontheim lässt der Autor zu und überrascht am Ende. Mir hat die Darstellung von Lukas sehr gut gefallen.
Das Cover hat mich neugierig gemacht und hat gehalten , was es versprochen hat.
Kurzum, das Buch ist spannend, mitreißend und grausam. Ein wirklich guter Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehle. Ich habe hier wieder einen neuen Autor kennengelernt, der mich überzeugt hat. Über eine Fortsetzung würde ich mich freuen.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung
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Jonna Steen DER SCHREI DER FÜCHSIN

Runa, leidenschaftliche Kiterin vergisst die Zeit und kann sich nur mit knapper Not aus der herannahenden Flut auf eine Rettungsbake retten. Auch in ihrem Privatleben läuft es nicht so, wie es sein soll. Mit Damian hat sie sich einen Ehemann ausgesucht, der wie ihr Vater gewalttätig ist.
Runa musste mit 17 Jahren ihr Elternhaus verlassen und ihre 5 jährige Schwester Stella zurück lassen.
Das Verhältnis zu ihr ist gestört. Stella lebt in geordneten Verhältnissen, hat einen reichen Mann und einen 5 jährigen Sohn, den sie mit übertriebener Fürsorge umgibt.
Runa hütet ein Geheimnis. Sollte Stella je davon erfahren, würde es das Leben aller verändern. Sie gibt das Geheimnis an Stellas Mann preis und das weitere Geschehen nimmt seinen Verlauf.
Welches gravierende Geheimnis umgibt die Schwestern? Mehr möchte ich wirklich nicht verraten.
Wow, was für eine Geschichte. Die ging mir unter die Haut und ich musste manchmal innehalten. Sie hielt mich von Anfang bis Ende gefangen und erschütterte mich. Die Spannung war von Anfang an hoch und die dramatischen Ereignisse spitzen sich zu.
Es werden immer wieder Rückblicke gewährt, so dass man sich langsam ein Bild machen konnte, was in der Vergangenheit geschehen war. Aber auch die Gegenwart ist schockierend.
Der Plot und der Aufbau ist wahrlich eine Glanzleistung. Die Szenen sind real und authentisch dargestellt. Die Charaktere haben mich überzeugt.
Ein absolut überzeugender Thriller, spannend und schockierend.
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Ruth M. Fuchs TOD EINER ZWIDERWURZN

Meine Rezension zu Ruth M. FuchsTod einer ZwiderwurznDer Kriminalhauptkommissar Quirin Kammermeister wird im Schwimmbad Zeuge, wie eine Frau einen epileptischen Anfall erleidet. Ein typischer Mandelgeruch deutet auf eine Vergiftung hin. Es kann nur noch der Tod von Elfriede Moser festgestellt werden.
Bei ihren polizeilichen Recherchen stellen sie fest, dass Elfriede mit ihren Blogbeiträgen sich viele Feinde gemacht und sich Unmut zugezogen hat.
Beliebt war sie nirgends, denn sie hatte Haare auf den Zähnen und war eine echte Ratschkathl.
Kurze Zeit später gibt es eine weitere Leiche.
Gibt es Verbindungen zwischen den Opfern und wenn ja welche?
Dies ist ein humorvoller Krimi, gewürzt mit bayrischen Dialogen. Der lockere Schreibstil und die kurzen Kapitel laden zum entspannten Lesen ein.
Mit dem sympathischen Kommissar Quirin und Sabine wurden gute Charaktere gebildet.
Quirin ist gerade solo und auf dem besten Wege sich zu verlieben.
Sabine ist in festen Händen, hat aber auch ein Auge auf Doktor Neuhaus geworfen.
Der Staatsanwalt Höppner ist viel zu sehr mit seine Rolle bei den Agnes Bernauer Festspielen beschäftigt, als dass er sich mit dem Fall befassen könnte.
Bis zum Schluss erfährt man nicht, wer der Mörder ist. Verdächtige gibt es genug. Ich lag mit meiner Ahnung richtig.
Die Geschichte ist in sich schlüssig.
Das Cover finde ich absolut ansprechend und passend ebenso den Titel. Interessanter und orgineller Krimi mit Lokalkolorit und Humor zeichnen dieses Buch aus.
Jetzt weiß ich auch was eine Zwiderwurzn ist.
Ich hatte angenehme Lesestunden
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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Christine Striebel

Autorenvorstellung Christine Striebel – AutorinIch danke Dir, dass Du Dir Zeit genommen hast, um Dich hier und Deine Bücher vorstellen.Christine Striebels Vorstellung:
Für ihre Aufsätze im Deutschunterricht erhielt Christine Striebel als Schülerin miserable Noten.
Ihre Versuche, Gefühle durch Malen, plastisches Gestalten oder Musizieren auszudrücken, scheiterten.
Erst als ihr eine Astrologin sagte, dass ihr das Schreiben liege, wagte sich die spätere Autorin wieder ans Formulieren – und entdeckte ihre Leidenschaft und ihr Talent für das Schreiben. Ab da fanden ihre Gedanken und Gefühle Niederschlag in ihren Tagebüchern. Das Tagebuch schreiben wurde Christine Striebel zum Rettungsanker, nachdem im Alter von 41 Jahren die Erinnerungen an die sexuelle Gewalt ihrer Kindheit zurückkehrten.
Es folgte eine schwere Zeit, in der sie sich dem Tod oft näher fühlte als dem Leben. Nachdem sie mithilfe von Therapien zurück ins Leben gefunden hatte, wollte sie der Welt zeigen, dass man ein solches Trauma überwinden kann.
Ihr Überlebenstagebuch arbeitete sie um – zu ihrem ersten Selbsthilfebuch „Nicht allein. Überstützung von Betroffenen sexueller Gewalt“, das sie 2004 veröffentlichte. Es folgten die Bücher „Schritt für Schritt ins Leben“ und „Die Heilung meines Traumas“. Die 1952 in Stuttgart geborene Autorin arbeitete als Grund- und Hauptschullehrerin bis sie 1996 wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung in den Vorruhestand trat. Seitdem widmet sie sich dem Schreiben und der psychologischen Beratung. Sie ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder.Meine Bücher und mein damit verbundener Wunsch
Mein Tagebuchschreiben war als Beweis an die Welt gedacht, dass man sexuelle Qualen in der Kindheit verarbeiten und wieder gesundwerden kann.
1.Striebel, Christine: Nicht allein –Unterstützung von Betroffenen sexueller Gewalt, Orlanda Frauenverlag GmbH 2004, S. 170. (Das Ende der Fahnenstange schien für mich erreicht! Ich nahm an, dass ich mein Ziel gesund zu sein erreicht hätte. Denn es ging mir viel besser. Und da ich nur schlechteres kannte, wurde das „neue Leben“ zum normalen Leben. Heute weiß ich dass es ein Anfang war und die erste wichtige Etappe auf meinem Heilungsweg.)
2.Striebel, Christine: Nicht allein –Unterstützung von Betroffenen sexueller, Engelsdorfer Verlag 2010, S.240.
3.Striebel, Christine: Schritt für Schritt ins Leben – Ein kompaktes Selbsthilfebuch für Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung und Zwischenformen, Engelsdorfer Verlag 2008, S.266. (Bei meinen Interviews zu „Nicht allein“ begegneten mir einige Frauen, die multipel waren. Ihre Seele hatte sich zu ihrem Schutz aufgespalten, um überleben zu können. Auch ihnen wollte ich Unterstützung anbieten. Ich führte weitere Interviews mit betroffenen. Mein in meiner Kindheit erlernte, lebensnotwendige Einfühlungsvermögen ermöglichte mir dieses hilfreiche, von Kapazitäten auf diesem Gebiet empfohlene Buch, zu schreiben.)
4. Striebel, Christine: Die Heilung meines Traumas wie ich mich von den Folgen des sexuellen Missbrauchs befreite, tredition 2017, S.194. (Einemglücklichen Zufall verdanke ich meine Traumatherapie. Ein Pressartikel machte mich auf meine Traum(a)-Therapeutin aufmerksam. Mit ihrer Empathie, Offenheit, Natürlichkeit, Kongruenz und Ehrlichkeit erreichte sie meine Seele. Ich begann allmählich ihr zu vertrauen. Und das, obwohl mir mein Heilungsweg, bisher durch die Drohung zum Missbrauch verwehrt war. Denn es wurde mir gesagt: „Wenn Du etwas sagst heißt es du bist eine Lügnerin und wirst für immer in die Psychiatrie eingesperrt.“ Mein Heilungsweg startete mühsam mit kreativen Imaginationen. Ichkreierte einen besonderen Heilungsort der später mit EMDR verbunden wurde. Mein Heilungsweg!)5.Striebel, Christine: Mein Weg aus dem Trauma – Wie es mir mit Traumatherapie und EMDR gelang, die Folgen des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit zu überwinden und ein erfülltes Leben zu führen, tredition überarbeitete 2. Auflage 2019, S.196. (In der Zweitauflage habe ich mir professionelle Hilfe im Cover und Klappentext geholt. Einige Übungen erweitert und Fehler ausgemerzt. 6.Vertrag mit der Hörbuchmanufaktur Berlin für „Mein Weg aus dem Trauma“ Erscheinungsdatum September 2019, Sprecherin: Frau Maj Pascale Weber. ( und vermutlich wird mein Buch ab Ende Oktober auch als Hörbuch zu haben sein)
Gemeinsamkeiten meiner Bücher: Meine Bücher sind keine Horrorgeschichten. Sie beinhalten keine konkreten Rückblicke und Dramenberichte. Sie sind auf sich Verstehen- sich Annehmen und sich befreien können, ausgerichtet. Meine Bücher beinhalten Erklärungen, Gedanken und Impulse für ein „wie“ Mann oder Frau den eigenen Weg gehen kann! Rauben wir den Tätern die Macht!Hier ist meine Facebookseite
https://www.facebook.com/chancezuleben/Vielen Dank für die interessanten Einblicke in Dein Leben. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute

H. C. Scherf

Interview mit H.C. ScherfHeute ist H.C. Scherf auf meinem Blog zu Gast.
Vielen Dank, dass Du Dir Zeit dafür nimmst.🎙Verrate uns bitte, wo du lebst und wo du geboren wurdest.Geboren wurde ich 1948 in Essen, bin also ein waschechtes Kind des Ruhrgebiets. Auch meine jetzige Wohnstätte Herten lässt mich weiterhin die Atmosphäre des „Potts“ als Single genießen. Bevor ich in den Ruhestand eintrat, durfte ich als Verantwortlicher die Geschicke in diversen Zeitungs-Geschäftsstellen leiten. Erst 2015 begann ich mit dem Schreiben.🎙Was hast du bisher veröffentlicht?Mein Debutroman unter H.C. Scherf war „Liebe ihn und leide“. Kurz darauf folgte „Der Flug der Libellen“. 2017 entstand die Idee, eine Thriller-Reihe zu schreiben, die das Leben meiner Heimatstadt in äußerst spannenden Bildern widerspiegelt. Der erste Band „Kalendertod“ war ein voller Erfolg. Es folgten „Der Serbe“ und schnell danach „Mordtiefe“. Als ich spürte, dass diese Thriller-Reihe sehr schnell zum Kult (nicht nur in Essen) wurde, habe ich beschlossen, „Brandzeichen“ und „Blut fordert Blut“ folgen zu lassen. Kurz danach erschien das von der Reihe losgelöste Buch DIE MACHT DER RACHE. Derzeit bestimmt wieder eine Thrillerreihe, beginnend mit HÜTER DER ANGST, DIE SCHULD BLEIBT und DIE ASCHE BLEIBT mein Schaffen. Aktuell in Arbeit befindet sich ein vierter Teil dieser Reihe DIE RACHE BLEIBT.🎙Beschreibe dein aktuelles Buch mit wenigen SätzenEin Serienmörder hat es in diesem Band direkt auf diverse Angehörige der Strafverfolgung abgesehen. Nach und nach beseitigt er deren Familienmitglieder. Seine unmenschlichen Taten zeugen von Hass und tiefsitzenden Rachegedanken. Doch sein Motiv bleibt rätselhaft, da er kein Vorbestrafter ist. Hauptkommissar Liebig und Kommissarin Momsen treffen auf einen Mörder, der sie an die psychischen Grenzen führt.🎙Du schreibst sehr schnell. Was treibt dich so an?Ich besitze den Vorteil, dass ich als Ruheständler keinen Brotjob habe, der mir wichtige Schreibzeit raubt. So kann ich mich mehrere Stunden am Tag dem Hobby widmen. Die Bilder, die ich in meinem Kopf habe, möchte ich schnell zu Papier bringen. Das kann auch schon einmal zu später Stunde sein.🎙Woher nimmst du deine Ideen?Wie ich schon sagte, es entstehen Bilder im Kopf, die raus wollen. Die Szenen, die in meinen Romanen auftauchen, zeigen die Bilder, die ich zuvor tatsächlich vor Augen hatte. Eine enorme Hilfe beim Schreiben ist bei mir, dass ich schon auf meinen vielen Reisen etwas von der weiten Welt gesehen habe. Die Orte, die ich in meinen Büchern beschreibe, kenne ich einfach. Das lässt die Handlungen authentischer werden. Vor wenigen Wochen habe ich sogar Zeit in einer JVA zugebracht, um das Feeling für einen Aufenthalt darin zu spüren. Der gleiche Grund trieb mich zur Recherche in Feuerwachen und auf Friedhöfe.🎙Das würde ja bedeuten, dass du ohne klare Vorlage, ohne Plot arbeitest?Das trifft den Kern schon recht gut. Natürlich besteht eine sehr grobe Idee, die ich aber nur im Hinterkopf habe. Sobald ich begonnen habe, bestimmen meine Protagonisten weiterhin das Geschehen. Sie sind für Wendungen, für Inhalte der Dialoge verantwortlich. Ich selbst werde zum Erfüllungsgehilfen degradiert. Oft weiß ich bis zur Mitte des Buches nicht einmal, wer der Mörder ist und wie er zur Strecke gebracht wird. Ich weiß, es klingt verrückt, doch es ist tatsächlich so.
Mein klares Bestreben ist, dass der Leser mit den Figuren leidet, sich mit ihnen freut, verbündet und möglichst Sympathie oder Abscheu empfindet. Alle Figuren werden durch ihre Dialoge und nicht durch exakte Beschreibung zu dem, was der Leser in ihnen sieht. Das Kopfkino des mündigen Lesers ist mir sehr wichtig. Deshalb verzichte ich zumeist auf episch breite Personen- und Landschafts-Beschreibungen.🎙Wann kannst du am besten schreiben?Da gibt es keine Lieblingszeiten. Ich setze mich da auch nicht unter Druck. Es gibt Tage, da fehlt mir jegliche Motivation, worauf allerdings die Tage folgen können, an denen es mir nur so aus der Feder fließt. Die Stimmung muss einfach da sein.🎙Warum schreibst du ausgerechnet im Genre Thriller?Es gefällt mir, wenn ich beim Leser Spannung erzeugen kann, die ich durch Handlungsabläufe vorgebe. Ich manipuliere im Grund genommen meine Leser, kann deren Gefühle für den Augenblick bestimmen. Thriller geben mir ein gewisses Maß an Logik vor, der ich folgen muss. Ansonsten ist die Story unglaubwürdig, was der meist kluge Leser sehr schnell bemerkt und schlimmstenfalls das Buch frühzeitig ins Regal zurückstellt. Das ist die Höchststrafe für Autoren. Er oder sie müssen dem Ende entgegenfiebern, jede Unterbrechung muss schmerzen.🎙Warum schreibst du unter einem Pseudonym?Der erste und wichtigste Grund liegt in meinem Allerweltsnamen, der sich nicht so gut auf dem Buchcover macht. Der zweite Grund ist, dass ich schon unter dem Klarnamen Bücher veröffentlicht habe. Dabei habe ich mich aber in einem völlig anderen Genre bewegt. Die Bücher wurden auch sehr gut bewertet, ließen sich jedoch nicht übermäßig gut verkaufen, da sie die realen Probleme der heutigen Zeit als Leitthema hatten.
Außerdem machst du dich als Autor unglaubwürdig, wenn du in den Genres springst. Kein Autor kann heute eine Liebeskomödie und morgen einen Horrorroman unter dem gleichen Namen veröffentlichen.🎙Gibt es auch bei dir Lieblingsautoren?Ja, auf jeden Fall. Die sind sehr breit in den Genres gestreut. Da fallen mir Namen ein, wie Mario Puzo, Ken Follett, Dostojewski, Diana Gabaldon, Rebecca Gable, Markus Heitz, Nelson de Mille, Frank Schätzing u.v.m.🎙Gibt es ein Motto, das dein Leben, dein Wirken antreibt?Ich weiß, es klingt für einen Thriller-Autoren schon fast paradox. Doch für mich steht der Frieden, das gefühlvolle Miteinander der Menschen an erster Stelle. Deshalb habe ich als Ergänzung zu meinem realen Autoren-Namen den Satz gewählt: Der mit dem Herzen schreibt.
Ein Großteil meiner Reinerlöse spende ich außerdem für Kinderhospize.🎙Wo findet man dich im Netz?Eigentlich bin ich sehr sparsam in den digitalen Medien unterwegs. Man findet mich dort nicht so häufig. Google offenbart bei Eingabe des Namens schon unendlich viel von mir.
Hin und wieder findet man kleine Bemerkungen von mir unter:
Facebook: https://de-de.facebook.com/h.c.scherf.autor/
Twitter: https://twitter.com/hc_scherfVielen Dank für das interessante Interview.