Astrid Korten POPPY

Meine Rezension zu

Astrid Korten – Autorin POPPY

Von einer heruntergekommenen Wohnung ziehen an ihrem 6. Geburtstag Poppy und ihre Mutter Patrizia zu Pick-up in sein großes braunes Schloss.

Ein tolles Fahrrad und viele Geschenke warten auf sie, aber nicht nur die Geschenke.

Pick-up ist in Wirklichkeit nicht an Patrizia interessiert, sondern nur an Poppy.

Von nun an werden Poppy am Mittwoch Freitag und Sonntag die Haare gewaschen.

Immer mehr fürchtet sie sich vor diesen Tagen. Auch vor den gemeinsamen Autofahrten mit Pick-up graust ihr.

Ihre Mutter interessiert sich nur für sich selbst und für ihre Shoppingtouren.

Das Haus verlassen darf Poppy für Schulbesuche. Diese sind auch ihre einzigste Lichtblicke.

Immer wieder möchte sie sich ihrem Lehrer anvertrauen, aber kann es nicht. Mit 14 Jahren schafft sie es endlich sich jemanden anzuvertrauen. Aber für was einen Preis?

Wow, was für ein unendlich trauriges Buch und es wurde von Astrid Korten nach einer wahren Begebenheit geschrieben.

Man leidet und fühlt von der ersten Seite an mit Poppy und möchte ihr helfen.

Es wird aus der Sicht der 6 jährigen Poppy erzählt, als der Missbrauch begann. Mit ihrer kindlichen Sprache schildert sie die Vorgänge ohne sie richtig zu begreifen.

Manchmal ist sie nahe dran, ihre Mitschüler zu fragen, ob sie sowas auch erleben.

Die Erzählung passt sich altersgerecht an und man wird immer fassungsloser.

Auch wie die Familie sich verhält, als alles ans Licht kommt, ist so widerwärtig.

Dieses Buch beinhaltet auch eine Botschaft: Schaut genau hin und wenn Euch etwas merkwürdig erscheint, geht dem auf den Grund.

An alle Poppys dieser Welt, versucht euch jemandem anzuvertrauen. Diese Poppy hier hatte 8 qualvolle Jahre.

Dieses Buch ist erschütternd, aufwühlend, erschreckend und unendlich traurig.

Es geht an die Substanz und lässt einen so schnell nicht wieder los.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst

Jonna Steen DER SCHREI DER FÜCHSIN

Runa, leidenschaftliche Kiterin vergisst die Zeit und kann sich nur mit knapper Not aus der herannahenden Flut auf eine Rettungsbake retten. Auch in ihrem Privatleben läuft es nicht so, wie es sein soll. Mit Damian hat sie sich einen Ehemann ausgesucht, der wie ihr Vater gewalttätig ist.
Runa musste mit 17 Jahren ihr Elternhaus verlassen und ihre 5 jährige Schwester Stella zurück lassen.
Das Verhältnis zu ihr ist gestört. Stella lebt in geordneten Verhältnissen, hat einen reichen Mann und einen 5 jährigen Sohn, den sie mit übertriebener Fürsorge umgibt.
Runa hütet ein Geheimnis. Sollte Stella je davon erfahren, würde es das Leben aller verändern. Sie gibt das Geheimnis an Stellas Mann preis und das weitere Geschehen nimmt seinen Verlauf.
Welches gravierende Geheimnis umgibt die Schwestern? Mehr möchte ich wirklich nicht verraten.
Wow, was für eine Geschichte. Die ging mir unter die Haut und ich musste manchmal innehalten. Sie hielt mich von Anfang bis Ende gefangen und erschütterte mich. Die Spannung war von Anfang an hoch und die dramatischen Ereignisse spitzen sich zu.
Es werden immer wieder Rückblicke gewährt, so dass man sich langsam ein Bild machen konnte, was in der Vergangenheit geschehen war. Aber auch die Gegenwart ist schockierend.
Der Plot und der Aufbau ist wahrlich eine Glanzleistung. Die Szenen sind real und authentisch dargestellt. Die Charaktere haben mich überzeugt.
Ein absolut überzeugender Thriller, spannend und schockierend.
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Lankers Katharina Woanders blühen die Kastanien


Margarete ist mit ihrem Leben unzufrieden. Ihr Mann ist viel unterwegs und verbringt selbst seine Freizeit nicht mit ihr und den beiden Kindern.
Sie stellt ihn zur Rede, aber er weist alle Schuld von sich. So ist das eben in der Ehe. Sie soll zufrieden sein, wie es ist, wirft er ihr vor.
Als sie hinter seine Affäre kommt, zieht sie die Konsequenzen. Schnell lebt sich Margarete in ihr neues Leben ein. Martin fehlt ihr aber andererseits sehr.
Er bittet sie ihn zu einem Ball zu begleiten. Gibt es eine Versöhnung?

Katharina Lankers hat hier einen sehr feinfühligen Roman verfasst. Ihre Sprache ist flüssig zu lesen und bildhaft dargestellt. Die Ausdruckswiese der Kinder und manche Situation haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Das Buch ist in monatliche Kapitel gegliedert, sodass wir Margarete 1 Jahr lang begleiten.
Die Charaktere sind ausgesprochen gut ausgearbeitet und voller Leben. Ihre Stimmungen und Gedanken sind äußert gut getroffen und man möchte immer weiter lesen, wie es denn letztendlich ausgeht.
Die Emotionen sind spürbar. Schön dargestellt ist, wie sie ihr Leben in Griff bekommt und welche Veränderungen sie bei sich selbst feststellt.
Eine Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt und aber gleichzeitig eine großartige Mutter ist.
Die Geschichte wirkt sehr real. Ein wirklich gutes Buch, dass das Leben schreibt.
Ich hatte sehr schöne Lesestunden und empfehle das Buch gerne weiter.
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