Blunk Malin – Todesspiel

Rezension

Ein Sonntagsausflug nimmt für ein Ehepaar eine tragische Wende. Die Frau erwacht verletzt in einem Feld ohne Erinnerungen, während von ihrem Ehemann jede Spur fehlt. Viola und Karl entdecken die Frau, und Viola bemerkt einige Ungereimtheiten, weshalb sie inoffiziell ermittelt. Kurze Zeit später wird in der Nähe des Unfalls eine Leiche gefunden, und nun kann das gesamte Team unter Matti Andresen der Sache auf den Grund gehen.

Dieser Band ist der 16. Fall für Andresen und sein Team, und lässt sich auch ohne Kenntnis der vorherigen Fälle gut lesen. Es beginnt spannend und bleibt es auch.
Sie stoßen auf ein verlassenes Auto, dessen Nummernschild fehlt. Die verletzte Frau scheint anfangs keine Erinnerungen zu haben, und ihr Ehemann ist verschwunden.Das Team ermittelt in alle möglichen Richtungen, ohne dass zunächst ein Motiv oder ein Täter sichtbar wird. Plötzlich gibt es jedoch einen Hinweis, der eine unerwartete Wendung bringt. Von diesem Punkt an kommen sie Schritt für Schritt dem Täter näher. Zudem gibt es Einblicke in das Privatleben der Ermittler, was das Ganze etwas auflockert.

Fazit: Dies ist ein spannender Krimi mit einem harmonischen und starken Team. Bis zum Schluss blieb ich im Unklaren darüber, wohin die Handlung tatsächlich führt. Ein unblutiger Krimi, der die Vorfreude auf mehr weckt. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Mein Buch des Monats Januar 2026

Buch des Monats Januar 2026

Und wie immer ist mir die Auswahl schwer gefallen, aber der Thriller von Jan Beck hat mich  als überzeugt.

https://helgasbuecherparadies.com/2026/01/22/beck-jan-dorn-ruf-der-toten-zimmer-203/

Welches Buch ist euer Lese-Highlight?

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Budgen Patrick – Das Zwergpudel Zerwürfnis

Rezension

Der frühere Journalist Alexander Toth hat nun den Beruf des Bestatters ergriffen und kümmert sich um die Beerdigung der berühmten Schlagersängerin Conny Red. Er zweifelt daran, dass ihr Tod natürlichen Ursprungs war, und führt zusammen mit der Sargträgerin Marie-Theres eigene Ermittlungen durch. Er hat starke Gefühle für sie und möchte ihre adligen Eltern beeindrucken, die sich gerade in der Stadt aufhalten. Plötzlich wird eine weitere Leiche entdeckt, und er ist überzeugt, dass ein Zusammenhang besteht.

Dies ist schon der dritte Teil einer Reihe über den Bestatter, der nebenbei Ermittlungstätigkeiten ausübt, und es war für mich die erste Bekanntschaft mit dieser Geschichte. Ich kam auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht. Im Fokus steht der Tod einer erfolgreichen Schlagersängerin, der anfangs auf einen unglücklichen Vorfall hindeutet. Doch der Bestatter, der mit detektivischer Neugier agiert, entdeckt mehr hinter der Sache.
Ich hatte den Täter relativ früh im Verdacht, was sich am Ende auch bestätigte. Das tat der Lektüre jedoch keinen Abbruch, denn das eigentliche Rätsel lag für mich weniger im „Wer?“, als im „Warum?“. Gerade das Motiv blieb lange im Dunkeln und ich konnte es nicht erahnen.

Fazit: Wer einen entspannten Cosy-Crime mit sympathischen Figuren und besonderem Setting sucht, ist hier genau richtig. Die Spannung steht nicht im Vordergrund, dennoch habe ich mich gut unterhalten.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

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Lieder Susanne – In der Liebe wollen wir frei sein

Rezension

Die Journalistin Juliane ist für die Brigitte tätig und thematisiert Angelegenheiten, die Frauen betreffen. Bisher hat sie den idealen Partner nicht gefunden, da ihr ihre Unabhängigkeit wichtiger ist. Eine Frau in den 1970er Jahren gab mit der Heirat ihre Freiheit und Selbstbestimmung auf. Dann trifft sie Andreas, aber die Furcht vor einer möglichen Schwangerschaft belastet sie. Zeitgleich demonstrieren in Frankreich Frauen für mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung. Auch Juliane beschäftigt sich mit dem Thema des Paragrafen 218.

Die Autorin widmet sich mit großer Sensibilität einem Thema, das bis heute nichts an Relevanz verloren hat, nämlich der Selbstbestimmung und dem Kampf um den Paragrafen 218. Eingebettet in die gesellschaftlichen Umbrüche der 1970er-Jahre erzählt sie eine bewegende und aufrüttelnde Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Juliane, eine starke und selbstbewusste Frau, deren Artikel viele Frauen ihrer Generation ansprechen. Sie ermutigt dazu, die eigene Meinung zu äußern, sich zu positionieren und für die eigenen Rechte einzutreten. Auch ihre persönliche Geschichte hat mich berührt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie es der Autorin gelingt, die Atmosphäre der 70er-Jahre lebendig werden zu lassen. Musik, Mode und das gesellschaftliche Lebensgefühl dieser Zeit werden so anschaulich geschildert, dass ich mich mitten hineinversetzt fühlte. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie hart und steinig der Weg zur Gleichberechtigung war und wie viel wir den mutigen Frauen von damals verdanken.
Obwohl die Erzählung fiktiv ist, stützt sie sich auf reale Ereignisse. Sie regt zum Nachdenken an und macht mir bewusst, wie bedeutend es ist, errungene Rechte nicht für selbstverständlich zu halten.

Fazit: Es ist eine großartige und bewegende Geschichte, die mich sowohl unterhalten als auch nachdrücklich bewegt hat. Ich habe großen Respekt vor den Frauen, die für Gleichberechtigung gekämpft haben, Chapeau! Wo wären wir heute ohne ihren Mut?
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Poznanski Ursula – Signal

Rezension

Viola hat bei einem dramatischen Ereignis ihr Bein verloren, und ihr Ehemann Adam zeigt sich zunächst sehr fürsorglich. Er stellt eine Betreuerin ein, die ihr jedoch nicht zusagt. Allmählich fühlt sie sich in ihrer Eigenständigkeit eingeschränkt, und viele wichtige Sachen sind plötzlich für sie nicht mehr erreichbar. Adam verändert sich zunehmend, und Violas Vertrauen in ihn schwindet, weshalb sie beschließt, etwas zu unternehmen.

Die Geschichte beginnt dramatisch und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Da Viola keine Hilfe von ihrem Mann erhält, übernimmt sie selbst die Kontrolle. Anstatt sie zu unterstützen, hält Adam sie eher im Haus fest und bezweifelt ihre Fähigkeiten. Sie nutzt äußerst einfallsreiche Methoden, um herauszufinden, was Adam wirklich plant. Hier wird sichtbar, wie viel Cleverness, Mut, Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen in Viola stecken. Diese Eigenschaften machen sie mir sehr sympathisch. Später stellt sich heraus, dass Viola ebenfalls ein Geheimnis hütet, das mich überrascht hat.

Fazit: Dies ist ein unglaublich fesselnder und packender Pageturner, den ich nicht weglegen konnte. Ich habe mitgefiebert, was Viola als Nächstes plant, und musste manchmal schmunzeln über ihre cleveren Ideen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. So sollte ein Thriller sein: spannend, fesselnd und mit einer großartigen Handlung im Hintergrund.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Klink Michael – Meine Frau, ich und andere Ungereimtheiten

Rezension

Michael Klink ist seit drei Jahrzehnten ein erfolgreicher Comedian und gewährt in diesem Buch einen offenen Blick in sein Leben jenseits der Bühne. Die Urlaubssuche des Ehepaars gestaltet sich anfangs kompliziert, denn Isabel zieht Schweden vor. Am Ende entscheiden sie sich jedoch für Gran Canaria. Auf der Insel erleben sie zahlreiche alltägliche Dinge, die vielen von uns vertraut sind. Eine unangenehme Blase während der Reise, ein Pool voller Gummitiere und der oft übersehene Hinweis, beim Eincremen auf die Partnerin zu hören.
Das Buch ist geprägt von witzigen und menschlichen Momenten, in denen der Autor sich selbst nicht zu ernst nimmt und dem Leser genügend Gelegenheit bietet, sich mit ihm zu identifizieren.

Fazit: Sehr humorvoll erzählt der Comedian auf lustige Weise von seinen Erlebnissen, und ich musste oft herzlich lachen. Die Situationen erscheinen glaubwürdig und nahbar, sodass ich mir gut vorstellen kann, seine Auftritte zu besuchen. Es sind amüsante Alltagsgeschichten mit einem humorvollen Blick auf die Dinge.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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Berg Ellen – Gibt’s das auch mit Liebe?

Rezension

Nach dem Ende ihrer Ehe wird die angesehene Journalistin Laura von ihrem Vorgesetzten, der sich große Sorgen um sie macht, aufs Land zu ihrer Schwester Vivi geschickt. Dort soll sie an einem Artikel über Romantik schreiben.

Die Top-Journalistin ist stets perfekt gestylt und findet sich plötzlich in einer WG wieder, die alles andere als ihrem hohen Standard entspricht. Dazu soll sie über Romantik schreiben, die sie für ausgesprochenen Schwindel hält. Gleichzeitig soll sie dem Nachbarn Finn gut zureden, damit er von seinen Plänen absieht.
Schließlich erkennt Laura, dass Romantik viel mehr umfasst als nur Blumen und Kerzen.
Sehr humorvoll wird man dank der humorvollen Erzählweise durch die Seiten geführt. Oft musste ich laut lachen und gleichzeitig blieb genug Raum zum Nachdenken über Authentizität, Selbstbild und die Frage, ob man wirklich so ist, wie man sich gibt. Die Mischung aus humorvollem Unterhaltungsroman und Tiefgang macht diese Lektüre zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

Fazit: Es ist ein humorvoller Roman, der dennoch tiefgründige Aspekte aufweist. Den Schreibstil der Autorin schätze ich sehr. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Thaler Anna – Die Papierschöpferin

Rezension

Nach dem Tod ihres Vaters liegt es nun an Sofia di Maderno, die Papiermühle zusammen mit ihren Geschwistern weiterzuführen. Sie weist eine Heirat von einem anderen Müller zurück, dessen Vater dann alles daran setzt, die Mühle für sich zu gewinnen. Der Franziskaner-Mönch Sebastiano bietet ihr seine Hilfe an, und ihre Reisen führen sie unter anderem nach Augsburg und Venedig. Wird sie die Mühle erhalten können?

In einem engen Tal am Gardasee kämpft Sofia mit großer Entschlossenheit um den Erhalt ihrer Mühle. Sie sieht sich zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber.
Ihre Reise bringt sie nach Augsburg, wo sie Bekanntschaft mit dem Buchdruck nach Johannes Gutenberg macht. Schließlich zieht es Sofia nach Venedig, in eine Stadt voller Handelsflair, wo sie dem Tod ihres Vaters auf den Grund gehen will.
Besonders bemerkenswert fand ich die Schilderung der Papierherstellung im 15. Jahrhundert. Der Autorin gelingt es, technisches Wissen spannend zu präsentieren, ohne dass es jemals langweilig wird.
Die Tätigkeit der Papierschöpfer ist hart bis zur finalen Herstellung der jeweiligen Blätter.
Gleichzeitig bleibt Raum für eine dezent am Rande verlaufende Liebesgeschichte. Mir haben die Charaktere, allen voran Sofia, sehr gut gefallen. Sie ist eine mutige Frau und setzt sich für den Erhalt der Mühle ein.

Fazit: Dies ist ein sehr unterhaltsamer historischer Roman rund um die Papierherstellung. Augsburg wird als bedeutende Handelsstadt und Venedig als lebendige Handelsroute glaubwürdig beschrieben. Auch die damalige Epoche wird äußerst interessant dargestellt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Denk Regina

Autorinnenvorstellung


Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Regina Denk vorstellen.

Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

1981 wurde ich an der bayerisch-österreichischen Grenze geboren. Die Liebe zu Büchern und dem Schreiben begleitet mich schon mein Leben lang. Vom Literaturstudium in München, bis ans andere Ende der Welt und wieder zurück in die Heimat, nahe München, wo ich heute lebe.
Unter mehreren Pseudonym publiziere ich Unterhaltung von Thriller bis Science Fiction, unter Klarnamen widme ich mich ernsteren Stoffen. Den Themen, die mein Leben bestimmen, die ich an andere weitergeben möchte.
Auf der anderen Seite vom Buch arbeite ich als Verlagsleitung für ein Münchner Verlagshaus und betreue dort Fiction und Non-Fiction. Ich liebe die besonderen Stimmen und Geschichten, lese breit und viel und bemühe mich dennoch meiner wunderbaren Familie gerecht zu werden.
Dass meine kleine Tochter heute schon eigene Geschichten aufschreibt gibt mir die Hoffnung, dass ich so viel nicht falsch mache.
All meinen Leser:innen bin ich unendlich dankbar für die Zeit, die sie meinen Geschichten schenken.

Foto Copyright Anja Auer


Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Lautenschläger Angela – Schwarze Schuld

Rezension

Lena Becker hat die Stelle der neuen Bezirksschornsteinfegerin in Jork im Alten Land übernommen. Ihr Vorgänger hatte einen Sturz vom Dach und das erscheint ihr merkwürdig. Kurz davor ist auch der Dorfarzt ums Leben gekommen, und Lena vermutet, dass es bei beiden Vorfällen nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Bürgermeister Hajo von Kiesow plant, ein neues Baugebiet zu entwickeln, wobei nicht nur die Apfelbauern um ihre Existenz fürchten. Er benötigt Lenas Unterstützung, um den Bürgern das Bauprojekt schmackhaft zu machen. Jedoch möchte Lena herausfinden, was es mit den Todesfällen der beiden Männer auf sich hat.

Zunächst sucht Lena Hilfe bei dem Polizisten Kevin Timmermann. Dieser glaubt nicht sofort an Mord, steht ihr aber trotzdem zur Seite. Kevin scheint nicht besonders klug zu sein. Mit der Journalistin Isabell gewinnt Lena eine weitere, wertvolle Quelle für Informationen. Die Interaktion zwischen Bürgermeister Hajo und Lena fand ich besonders gelungen. Was hinter dieser Geschichte steckt, bleibt lange Zeit unklar.

Fazit: Dies ist ein eher ruhiger Kriminalroman, der durch seine Charaktere lebendig wird. Die Ermittlungen wirken anfangs ein wenig unprofessionell. Am Ende wurden alle offenen Fragen zufriedenstellend geklärt. Wer auf ruhige, von Charakteren gesteuerte Krimis steht, ist hier genau richtig.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

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