Mohr Kerstin – Eierlikör und Bienenstich

Rezension

Eine Hunsrücker Honigmesse soll stattfinden und die Vorbereitungen laufen bereits. Bislang ist alles friedlich, bis anonyme Briefe auftauchen und kurz darauf ein Mord geschieht. Anneliese und Loni wittern einen neuen Fall und beginnen prompt mit ihren Ermittlungen. Selbst Anneliese erhält einen Drohbrief. Ein Verdächtiger ist zunächst nicht in Sicht.

Dies ist bereits der vierte Fall für die charmanten Seniorinnen. Bereits die Planungen für die Messe verlaufen alles andere als ruhig. Als dann auch noch ein Mord passiert, sind Anneliese und Loni sofort zur Stelle und fangen an, auf ihre eigene Art zu ermitteln, und zwar bei Eierlikör und Bienenstich. Es gibt einige Verdächtige, und ich habe mitgerätselt, wer ein Motiv haben könnte. Besonders hervorzuheben sind die beiden Damen Anneliese und Loni. Sie sind sehr sympathisch und wirken authentisch.

Fazit: Es handelt sich um einen soliden, unterhaltsamen Krimi aus dem Hunsrück mit Charme. Im Mittelpunkt stehen die sympathischen Seniorinnen Anneliese und Loni, die man sofort ins Herz schließt. Perfekte Lektüre, warmherzig und humorvoll erzählt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Greifenstein Gina – Grumbeersupp

Rezension


Eine Dose Grumbeersupp sorgt für Überraschung bei Kriminaloberkommissarin Paula Stern, denn sie findet einen Finger darin. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Bernd Keeser beginnen sie die Ermittlungen. Diese führen sie zu der neu eröffneten Suppenmanufaktur von Sabrina König. Ihr fehlt aber kein Finger. Hat dort ein Verbrechen stattgefunden und wo ist die Leiche?

Dies ist bereits der zehnte Band der Pfälzer-Reihe, aber mein erstes dieser Serie. Der Einstieg fiel mir sehr leicht.
Schon der ungewöhnliche Auftakt sorgt für Aufmerksamkeit. Paula ist völlig perplex, als sie plötzlich einen Finger in ihrer Suppe entdeckt. Doch eine passende Leiche fehlt zunächst. Die Ermittlungsarbeit bleibt durchgehend interessant, ohne dass es langweilig wird oder ins Stocken gerät.
Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus Kriminalfall und Alltag. Zwischen den Ermittlungen spielt gutes Essen in gemütlichen Lokalen immer wieder eine Rolle. Die Ermittler wirken sympathisch und authentisch, auch weil ihr Privatleben immer wieder dezent mitschwingt. Die Handlung bleibt durchgehend spannend. Gerade als ich dachte, dass die Geschichte zu Ende erzählt ist, eröffnet sich noch einmal eine neue Richtung, die mich überrascht hat.

Fazit: Dies ist ein humorvoller Pfälzer Krimi mit ausdrucksstarken Charakteren und viel Charme. Der Dialekt ist dezent eingesetzt und war für mich ohne regionale Vorkenntnisse gut verständlich. Für mich war es sicher nicht das letzte Buch der Autorin, denn meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Arnold Susanne – Das Gelb der Sonnenblumen

Rezension

Margret hält Rosefield für den schönsten Ort auf der Welt und bringt kaum Verständnis dafür auf, dass Elisabeth in Urlaub möchte. Das ändert sich jedoch, als ihr Pfarrer Unterstützung benötigt, denn er will für einen Freund gestohlene Juwelen finden. Sie finden sich im Hotel Sunflower Manon in St. Ives ein und was passiert kurz nach ihrer Ankunft? Ein Mord. Hat das vielleicht etwas mit den gestohlenen Juwelen zu tun?

Dies ist bereits der fünfte Fall für das ungewöhnliche Ermittlerduo Margret und Elisabeth. Die beiden Seniorinnen geraten eher zufällig in die nächste aufregende Situation, und eigentlich wollten sie nur die gestohlenen Juwelen finden. Doch ehe sie sich dessen bewusst werden, sind sie schon wieder in einen Mordfall verstrickt.
Margret geht strukturiert und überlegt vor, während Elisabeth manchmal den Überblick verliert und vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Dies sorgt für viele unterhaltsame Momente. Die Geschichte wird aus der Sicht von Elisabeth erzählt.
Der Roman lebt stark von seinen Dialogen und sprachlichen Besonderheiten. Immer wieder überraschten mich originelle Formulierungen. Auch der Pfarrer trägt dazu bei, da er verliebt ist.

Fazit: Spannung im klassischen Sinne steht hier weniger im Vordergrund, aber es ist ein kurzweiliger und humorvoller Cosy Crime, der vor allem durch seine Charaktere und seine Sprache begeistert. Die Auflösung ist unerwartet.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Klinger Christian – Giovanni, du stinkst

Rezension

Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner Mutter zu kämpfen, die eine Vorliebe für alles Italienische hat. Die Dorfbewohner sind nicht nur wegen der Leiche aus der Ruhe gebracht, sondern auch aufgrund eines Erdbebens und eines geldgierigen Pächters.

Dieser Roman ist kein typischer Krimi, wie bereits der Untertitel „Antikrimi“ verdeutlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Ermittlungen, sondern vielmehr die Charaktere und ihr Leben in einer scheinbar perfekten Welt. Diese Idylle wird früh gestört, zuerst durch ein Erdbeben und anschließend durch eine Leiche im Wasser. Giovanni lebt noch bei seiner Mutter und wird oft an seine Grenzen gebracht. Gerade diese Beziehung bietet viel Unterhaltung. Die Einwohner des Dorfes sind alles andere als gewöhnlich und haben ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Hinter der schönen Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Einige tragen Geheimnisse mit sich herum, die nach und nach sichtbar werden. Zudem sorgt ein Pächter für Unruhe innerhalb der Gemeinschaft, denn er sieht in der Situation eine Chance, viel Geld zu verdienen.

Fazit: Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte lebt weniger von Spannung im klassischen Sinne, sondern von ihren Charakteren und den kleinen Abgründen, die sich hinter ihrem Alltag offenbaren.
Das  überraschende Ende hat mich verblüfft.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung da Rezensionsexemplar wofür ich mich bei Kremayr & Scheriau herzlich bedanke.

Greifenstein Gina Grumbeersupp

Buchvorstellung

Eigentlich sollte es ein schnelles Mittagessen mit Pälzer Grumbeersupp aus der Dose werden; doch für Oberkommissarin Paula Stern ist es der Beginn eines kniffligen Falls – denn in der Suppe schwimmt ein Finger. Zusammen mit ihrem Kollegen Bernd Keeser stattet Paula der frisch eröffneten Suppenmanufaktur einen kritischen Besuch ab. Die Hände der jungen Betreiberin sind unversehrt; aber ob sie auch rein sind; wird sich herausstellen. Ist zwischen Kesseln und Töpfen ein schrecklicher Mord geschehen?

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Klinger Christian Giovanni, du stinkst

Buchvorstellung

Es könnte ein schönes, ruhiges Leben sein. Hier am verträumten Badesee im kleinen Paradies, wie es von den Menschen im Dorf liebevoll genannt wird. Wäre da nicht dieser sonderbare Badeunfall, mit dessen Aufklärung Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats betraut wird. Und der nicht nur die Idylle, sondern auch die vermeintliche Harmonie der nur auf den ersten Blick eingeschworenen Dorfgemeinschaft gehörig aus dem Gleichgewicht bringt.
Schon bald bleibt kein Stein auf dem anderen im kleinen Paradies am See. Sogar Erdbeben sowie ein profitgeiler Grundbesitzer werden da zur absoluten Nebensache.
Zu allem Überfluss treibt auch noch Mama Sinovats mit ihrem Italienfaible alle in den Wahnsinn. Allen voran Giovanni selbst.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Buchcontact und Kremayr & Scheriau herzlich bedanke.

Körner Birgit – Mord nach Schnittmuster

Rezension

Im Stoffgeschäft wird die Inhaberin Hanna leblos aufgefunden. Kommissar Martin Leidner glaubt nicht an einen Unfall, sondern hält einen Mord für wahrscheinlich. Zwischen Stoffen, Schnittmustern und Näh-Hacks tauchen Martin und sein Kollege Salvatore Travazzi tief in die Nähwelt ein. Sie fragen sich, weshalb Hanna sterben musste.

Dieser Kriminalroman wandelt sich schnell zu einer Näh-Detektivgeschichte, egal ob die Ermittler das wollen oder nicht. Immer wieder gibt es Situationen, die mich zum Schmunzeln brachten. Der Handlungsort ist Esslingen, das so lebendig beschrieben wird, dass man sich die Stadt gut vorstellen kann. Die Ermittler gefallen mir gut, denn ihre Methoden wirken glaubwürdig, und auch persönliche Einblicke werden gewährt. Dennoch bleibt der Fokus der Geschichte überwiegend auf dem Nähen, was dazu führt, dass die Spannung nicht durchgehend hoch ist.

Fazit: Es ist ein unterhaltsamer Krimi, der mit Humor und sympathischen Charakteren punktet und praktische Näh-Tipps in Form von Näh-Hacks bietet. Die Sprache ist lebendig und lädt zum Weiterlesen ein.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Emons Verlag herzlich bedanke.

Mohr Kerstin Eierlikör und Bienenstich

Buchvorstellung

Im sonst so ruhigen Hunsrück steht ein besonderer Tag bevor: Die 1. Hunsrücker Honigmesse. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Während Loni mit Freuden Honig verkostet, kann sich Anneliese nur schwer für das Thema begeistern. Honig ist Honig, oder nicht? Doch dann tauchen anonyme Briefe auf und Annelieses Ermittlungsfieber wird geweckt. Will jemand die Messe sabotieren? Die beiden Hobbydetektivinnen geben alles, um den mysteriösen Absender zu entlarven – vergebens. Bis ein Mord alles verändert und in Annelieses Briefkasten eine weitere anonyme Drohung liegt

Das Buch erscheint am 12.03.2026

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Hafermeyer Franz – Die Maultaschenmorde

Rezension

Ein grausamer Mord geschieht in Augsburg. Es wird eine gekreuzigte Leiche entdeckt, die am Mast eines Segelboots hängt und brutal verstümmelt wurde. Wegen des aktuellen Personalmangels im Kommissariat darf der Privatdetektiv Sven Schäfer zusammen mit Kommissarin Elsa Dorn ermitteln, da der Kriminalrat befürchtet, dass ein Serientäter am Werk ist. Bald bestätigen sich diese Sorgen. Eine erste Spur führt in die Sado-Maso-Szene.

Da die letzte Mordermittlung für Elsa sehr belastend war, besteht ihr Vorgesetzter Jansenbrink darauf, dass Sven sie unterstützt. Die Opfer wurden grausam behandelt und sowohl Elsa als auch Sven suchen in alle Richtungen, bis sie letztendlich Hinweise finden, die zeigen, dass es eine Verbindung zwischen den Opfern gibt. Mir gefallen die Charaktere sehr, denn sie haben Ecken und Kanten, sind aber trotzdem sympathisch. Auch der Mops ist wieder mit von der Partie. Die Ermittlungen verlaufen spannend, mit vielen unerwarteten Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte.

Fazit: Es handelt sich keineswegs um einen harmlosen Cosy Crime, auch wenn das Cover das vermuten lässt, denn hier geht es ganz schön zur Sache. Ich habe mich erneut gut unterhalten gefühlt und freue mich sehr auf eine Fortsetzung. Wer spannende Krimis mit schwarzem Humor mag, wird hier genau richtig sein.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei be.thrilled herzlich bedanke.

Budgen Patrick – Das Zwergpudel Zerwürfnis

Rezension

Der frühere Journalist Alexander Toth hat nun den Beruf des Bestatters ergriffen und kümmert sich um die Beerdigung der berühmten Schlagersängerin Conny Red. Er zweifelt daran, dass ihr Tod natürlichen Ursprungs war, und führt zusammen mit der Sargträgerin Marie-Theres eigene Ermittlungen durch. Er hat starke Gefühle für sie und möchte ihre adligen Eltern beeindrucken, die sich gerade in der Stadt aufhalten. Plötzlich wird eine weitere Leiche entdeckt, und er ist überzeugt, dass ein Zusammenhang besteht.

Dies ist schon der dritte Teil einer Reihe über den Bestatter, der nebenbei Ermittlungstätigkeiten ausübt, und es war für mich die erste Bekanntschaft mit dieser Geschichte. Ich kam auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht. Im Fokus steht der Tod einer erfolgreichen Schlagersängerin, der anfangs auf einen unglücklichen Vorfall hindeutet. Doch der Bestatter, der mit detektivischer Neugier agiert, entdeckt mehr hinter der Sache.
Ich hatte den Täter relativ früh im Verdacht, was sich am Ende auch bestätigte. Das tat der Lektüre jedoch keinen Abbruch, denn das eigentliche Rätsel lag für mich weniger im „Wer?“, als im „Warum?“. Gerade das Motiv blieb lange im Dunkeln und ich konnte es nicht erahnen.

Fazit: Wer einen entspannten Cosy-Crime mit sympathischen Figuren und besonderem Setting sucht, ist hier genau richtig. Die Spannung steht nicht im Vordergrund, dennoch habe ich mich gut unterhalten.
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Edition a herzlich bedanke.