Carola Wegerle Die IRAK-MISSION

105/2019 Rezension – unbezahlte Werbung

Carola Wegerle DIE IRAK-MISSION

Ein Flugzeugabsturz mitten in ein kurdisches Barackenlager im Irak sorgt für große Aufregung.
Einem Journalisten gelingt es brisante Aufnahmen zu machen und leitet diese an ein Nachrichtenmagazin in Deutschland weiter.
Diese erreichen unter anderem auch verschiedene Geheimdienste.
Mit aller Macht wird versucht, dies zu vertuschen.
Hunderte Kinder wurden verletzt. Der behandelte Arzt im Krankenhaus ist absolut überfordert und bittet Claire ihm zu helfen.
Drei Jahre ist es her, dass sie zuletzt im Irak war. Sie leidet selbst unter einem Trauma und wollte nie wieder zurück, aber sie macht sich sofort auf den Weg um diesen Kindern zu helfen.
Schon auf dem Weg zum Krankenhaus werden ihr Steine in den Weg gelegt, bis sie selbst in Gefahr kommt.
Mitten im Kriegsgebiet gerät sie und ihr Team zwischen die Fronten.

Carola Wegerle hat hier einen erschütterten Roman geschrieben. Dies ist sehr realistisch dargestellt und man merkt ihm die ausgezeichnete Recherche an. Es ist ein hochaktuelles und gefährliches Thema, dem sie sich widmet.

Die kurdische Minderheit haust in einem Barackenlager und unter menschenunwürdigen Umständen.
Macht, Gier und Vertuschung sind an der Tagesordnung. Man hat den Eindruck, jeder kämpft gegen jeden.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen.

Die Charaktere sind ausdrucksvoll und mit Leben gefüllt. Claire, die ihr Trauma noch nicht überwunden hat und nicht eine Sekunde zögert in ein Kriegsgebiet zu gehen.
Gulala, die sich durch ihre Stärke auszeichnet und ihrem arabischen Mann die Stirn bietet, aber auch alle anderen sind sehr treffend und anschaulich beschrieben. Ein Thema trifft auch die Liebe. Diese wirkt keinesweg kitschig.
Die Menschlichkeit wird hier groß geschrieben.
Das Kriegsgeschehen ist immer gegenwärtig. Die Gefahren lauern überall.
Mich hat das Buch von Anfang an in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Tief berührt und nachdenklich lässt es mich zurück.

Am Ende wartet sie mit einem Gedicht auf, das treffender nicht sein kann.

Fazit: Spannend, fesselnd und erschreckend real.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung
💥💥💥💥💥

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